ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:26 Uhr

Kaffee
Premium-Preis, aber keine Premium-Bohnen? So erkennen Sie gute Kaffeebohnen

FOTO: unsplash.com / Yanapi Senaud
Kaffeevollautomaten bringen zwar viele technische Raffinessen mit sich, aber letztendlich sind doch die Zutaten für einen hervorragenden Kaffee oder eine exquisite Kaffeespezialität entscheidend. Um im eigenen Café oder der Firma einen guten Kaffee bieten zu können, sollten die Kaffeebohnen bewusst ausgewählt werden. Schon beim Einkauf weisen verschiedene Merkmale auf die Qualität der Bohnen und auf deren Ursprung hin.

Kaffee aus nachhaltigem Anbau

Ein guter Kaffeevollautomat kann nur so guten Kaffee liefern, wie es die Kaffeebohnen hergeben. Deshalb ist es umso wichtiger, echte Premium-Qualität korrekt zu erkennen. Auch wenn oft von Premium-Kaffee gesprochen wird, handelt es sich meist doch um minderwertigere Bohnen. Selbst ein besonders moderner Kaffeevollautomat kann Aroma-Explosionen nicht aus solchen Kaffeebohnen erzeugen.

Schon am Verkaufspreis lässt sich die Qualität der Kaffeebohnen deutlich erkennen. Qualitativ hochwertiger Kaffee kann nicht billig sein. Kaffee aus nachhaltigem Anbau ist dank klassischer Produktionsmethoden und viel manueller Tätigkeiten in der Regel deutlich hochwertiger als Kaffee aus gigantischen Kaffeeplantagen, hinter denen große Unternehmen stehen. Die Kaffeebauern werden für ihre gute Arbeit fair bezahlt. Gleichzeitig arbeiten sie unter guten Bedingungen, was sich ebenfalls in der Qualität des Kaffees widerspiegelt. Zu erkennen sind diese guten Kaffeebohnen an den entsprechenden Fairtrade-Siegeln.

Hochlandkaffee vs. Tieflandkaffee

Ein weiteres Indiz für guten Kaffee ist der Herkunftsort. Werden Kaffeebohnen als Hochlandkaffee deklariert, handelt es sich dabei um besonders hochwertige Bohnen. Aus einem solchen Kaffee zaubert der Kaffeevollautomat ein echtes Geschmackserlebnis für den Kaffeegenießer. Das liegt vor allem daran, dass der Kaffee in großen Höhen angebaut wird und dort deutlich langsamer reift. Dadurch hat er mehr Zeit, seine feinen Aromen zu bilden, die später für einen besonders intensiven Geschmack sorgen.

Der Kaffeevollautomat wird in den meisten Unternehmen mit Arabica- oder Robusta-Bohnen bestückt. Diese beiden Sorten besitzen mit ca. 90 Prozent den größten Marktanteil. Arabica-Bohnen, die in hohen Lagen wachsen, werden in der Regel mit dem Trommelröstverfahren veredelt. Diese Kombination führt zu milden und säurearmen Kaffeebohnen. Robusta-Bohnen hingegen sind kräftiger im Geschmack. Dennoch müssen Robusta-Bohnen keine minderwertige Qualität besitzen. Denn werden diese von Hand geerntet und mit dem Trommelröster geröstet, weisen auch diese Bohnen eine Premium-Qualität auf und überzeugen als Espresso oder in Milchspezialitäten.

Trommelröstung als Indiz für Premium-Qualität

Auch die Art der Röstung spielt eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Qualität. Die traditionelle Trommelröstung ist ein Röstverfahren, das vor allem bei hochwertigeren Kaffeesorten eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um ein Langzeit-Röstverfahren, das die Bohnen gut durchröstet, Gerbsäuren abbaut und wenig Bitterstoffe entstehen lässt. Gleichzeitig wird den Kaffeekirschen durch den langen Röstvorgang Säure entzogen.

Im Vergleich dazu kommt es bei der industriellen Röstung häufig dazu, dass die Kaffeebohnen gar nicht vollständig geröstet werden, sondern nur von außen verbrennen. Der Kaffee ist nicht nur ungenießbar sondern auch häufig unverträglich, da die Gerbsäuren während des Röstvorgangenges nicht abgebaut werden konnten. Selbst der modernste Kaffeevollautomat ist dann überfordert.

Verpackung und Zusatzstoffe

Ein hochwertiger Kaffee ist oftmals auch schon an der Art der Verpackung zu erkennen. Die Verpackung zeichnet das Röstdatum aus und verfügt außerdem über ein Aromaventil. Dieses lässt entstehende Gase entweichen und verhindert gleichzeitig, dass Aromen durch eindringenden Sauerstoff verlorengehen.

Einigen Kaffeesorten werden Zusatzstoffe wie Karamell oder Maltrodextrin beigemischt. Dies hat den simplen Grund, den reinen Kaffeegehalt soweit zu reduzieren, dass die Röststeuer sinkt. Gleichzeitig dienen diese Stoffe dazu, die vielen Bitterstoffe und den hohen Säuregehalt in minderwertigen Kaffeesorten geschmacklich zu überdecken.

Damit ein Kaffeevollautomat für Mitarbeiter und Kunden einen befriedenden Kaffeegenuss bieten kann, müssen die Kaffeebohnen in entsprechender Premiumqualität gewählt werden. Dies lohnt sich, denn zufriedene Mitarbeiter sind natürlich auch deutlich motivierter.