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| 14:13 Uhr

Gesundheitstipp
Im Schlaf nicht allein - wie Tausende Mikroorganismen die Überhand im eigenen Bett haben

FOTO: Wikilmages
Gewusst haben wir es eigentlich schon immer, nur ob es uns das Ausmaß so bewusst war, lässt sich bezweifeln. Neueste Untersuchungen bringen es jetzt allerdings schwarz auf weiß in unser Bewusstsein. Jede Nacht schlafen wir zusammen mit Tausenden von Mikroorganismen wie z.B. Pilze, Insekten, Spinnen, Bettwanzen und Milben. Der Kot von Letzteren macht gerade Asthmatikern die Nacht zu einer wahren Qual. Was Sie gegen die uneingeladenen Mitschläfer unternehmen können und worauf Sie unbedingt achten sollten, erfahren Sie hier.

Nicht nur für Allergiker und Asthmatiker ein Problem

Auch wenn sie mit dem bloßen Auge meist nicht zu erkennen sind, außer Bettwanzen, so sind sie trotzdem da und das sogar äußerst zahlreich. Die vermeintlich harmlosen Bettgenossen sind aber nicht nur für Asthmatiker und Allergiker ein Problem. Schon allein der Gedanke an das Tausendfache Getummel im Bett, lässt bei so manchen sich die Nackenhaare aufstellen. Doch was soll man machen, die kleinen Organismen mögen es bevorzugt mäßig warm, dunkel, feucht und ernähren sich mit Vorliebe von unseren Hautschuppen. Wie kann man es ihnen da verübeln, dass ihr Schlaraffenland unser Schlafzimmer ist. Dieses freiwillig zu verlassen, wäre wie für uns auf einen Lottogewinn zu verzichten.
Allerdings hinterlassen diese mikroskopisch winzigen Spinnentiere auch so einiges an Ausscheidungen wie etwa Kot. Allergiker reagieren nicht selten mit einem Niesreiz, laufender Nase und Atemnot. Denn das übereifrige Immunsystem reagiert äußerst gereizt auf diese Besucher. Gegen normalerweise harmlose Substanzen bildet der menschliche Körper auf einmal Antikörper und somit hat die Allergie über das gesamte Jahr hinweg Hochkonjunktur. Da es in Schlafzimmern meist zum größten Befall kommt, kann von gesundem Schlaf kaum mehr die Rede sein. Experten raten daher dazu, dass die Population auf maximal 10 bis 20 Prozent geschrumpft werden sollte, denn nur so kann es zu einer spürbaren Wirkung kommen. Aber wie wieder Herr der Lage im eigenen Bett werden?

Von Feucht zu Trocken

Die kleinen Tierchen mögen ihre Umgebung am liebsten feucht, weshalb Sie unbedingt im ersten Schritt für ein trockenes Raumklima sorgen sollten. Sie müssen regelmäßig Ihre Fenster zum Lüften öffnen. Mittel wie etwa ein Anti-Bettwanzen-Spray tragen Sie am besten dann auf, wenn Sie Ihre Bettwäsche und Bettlaken abgezogen haben, um diese in der Waschmaschine gründlich zu reinigen. Verbliebene Spinnentierchen im Bett, machen Sie mit einem solchen Spray erst einmal den Garaus. Mit der Hilfe eines Staubsaugers sollten Sie dann Ihr gesamtes Bett und Schlafzimmer gründlich absaugen. Den Staubsaugerbeutel werfen Sie im Anschluss unmittelbar in die Tonne, damit das aufgesaugte Getier erst gar nicht wieder den Weg zurückfinden kann.

Allergikerfreundliche Bettwäsche und allergendichte Überzüge

Vom Deutschen Allergie- und Asthmabund wird empfohlen, auf Bettwäsche zurückzugreifen, die zum einen allergikerfreundlich und zum anderen allergendicht ist. Waschen Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Kopfkissen und Bettdecken in der Waschmaschine auf mindestens 60 Grad. Doch leider sind diese Mikroorganismen sehr hartnäckig und können auch einen 60 Grad Waschgang überleben, deshalb sollten Sie Ihre Bettware mindestens für eine Stunde bei heißen Temperaturen waschen.

Keinen Schaden durch Kleinstlebewesen und Co.

Sie müssen sich jetzt jedoch keine ernsthaften Gedanken oder Ängste um Ihre Gesundheit machen, denn die Kleinstlebewesen, Pilze und Bakterien richten in der Regel keinen großen Schaden an. Erst wenn das gut funktionierende Ökosystem durch Störungen aus seinem Gleichgewicht gebracht wird und es zur Mutation der Keime kommt, kann es gefährlich werden. Wenn Sie allerdings Allergiker oder aber eben Asthmatiker sind, sollten Sie auf eine minimalste Besiedlung in Ihrem Bett achten.

Finger weg von scharfen Chemikalien

Auch wenn der Griff gerade bei unliebsamen Getier zur Chemiekeule oft der erste Gedanke ist, sollten Sie diesen noch einmal überdenken, denn die verteilte Chemie tötet nicht nur den Betrieb in Ihrem Bett, sondern kann auch von Ihnen über Ihre Haut und Atemwege leicht in Ihren Körper aufgenommen werden. Es ist nachgewiesen, dass einige dieser chemischen Vernichtungsmittel die Funktion der Leber beeinträchtigen können. Des Weiteren könnten sich Dioxine in Ihrem Körper anreichern. Es gibt Dioxine, welche schon in kleinsten Mengen eine Chlorakne auslösen können, einige sind als krebserzeugend eingestuft.