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| 10:56 Uhr

Zahnzusatzversicherung: Fakten, Vor- und Nachteile, Empfehlung

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Die Zahnarztrechnung wird im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nur teilweise übernommen, den Restbetrag muss der Patient aus eigener Tasche zahlen. Wer eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, mindert den Eigenanteil, denn die Zusatzversicherung springt entsprechend des gewählten Tarifs ein.

Abgesichert werden beispielsweise Wunschmaterialien für Füllungen (Keramik statt Amalgam), oder präferierte Behandlungen (Implantat statt Brücke).

Vor dem Abschluss
Der wichtigste Fakt zuerst: Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich nur, wenn man in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert ist. Privatpatienten besitzen als Versicherungsnehmer bereits einen umfassenderen Schutz, beziehungsweise handeln die gewünschten Zahnarztleistungen mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung aus.
Versicherungsnehmer in der gesetzlichen Krankenkasse sollten vor dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung mit ihrem Dentist sprechen und im Rahmen des nächsten Kontrolltermins den aktuellen Status abklären. Nur wenn man den Gesundheitszustand von Zähnen, Kiefer und Zahnfleisch kennt, kann sinnvoll geprüft werden, welcher Tarif einer Zahnzusatzversicherung infrage kommt.
Bedacht werden muss auch: Es gibt Vorlaufzeiten, die festlegen, ab wann die erste Behandlung von der Versicherung übernommen wird. Wer die Zahnzusatzversicherungen abschließen möchte, da ein Eingriff in naher Zukunft geplant ist, profitiert oft noch nicht von der Versicherung.

Vor- und Nachteile auf den Punkt
Ein Nachteil der Zahnzusatzversicherung ist der Zeitaufwand, den Patienten vor dem Versicherungsabschluss in die Recherche stecken, beziehungsweise stecken sollten. Den passenden Tarif findet man nur, wenn man sich mit dem eigenen Bedarf und den Leistungstarifen beschäftigt. Dieser Aufwand rentiert sich jedoch schnell. Man sollte sich daher besser früher als später mit der Thematik auseinandersetzen. Da erfahrungsgemäß der Handlungsbedarf beim Dentist mit dem Lebensalter steigt, ist es wichtig, die Zahnzusatzversicherung in jungen Jahren abzuschließen. Je später man sich für den Schritt entscheidet, desto höher fallen im Regelfall die Kosten aus. Für diese Fälle gibt es dann auch entsprechende Versicherungstarife.
Wer sich die Zeit für einen umfassenden Vergleich der Anbieter nimmt, erhält durch eine Zahnzusatzversicherung die ideale Versorgung der Zahn- und Mundgesundheit zu guten Konditionen. Dabei sinken auf der einen Seite die privaten Dentist kosten, auf der anderen Seite steigt die Qualität der Betreuung. Wird beispielsweise eine Füllung notwendig, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse Amalgam, obwohl diese Füllungen umstritten sind. Unbedenklicher und optisch ansprechender ist Keramik, doch dieses vergleichsweise teure Material gilt es privat zu bezahlen. Auch übernehmen viele Versicherungen die Kosten für prophylaktische Untersuchungen . Wer hier eine Zahnzusatzversicherung besitzt, spart mit jeder notwendigen Behandlung bares Geld.

Fazit
Anhaltende Zahngesundheit kann teuer werden. Selbst bei intensiver Pflege und halbjährigem Gang zum Kontrolltermin steigt mit dem Lebensalter der Bedarf an Behandlungen. Die Regelversorgung durch die Krankenkasse fällt recht bescheiden aus, weshalb eine private Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist.