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| 11:29 Uhr

Zahnarztangst: Was können Betroffene tun?

Keiner geht wirklich gern zum Zahnarzt. Aber eine ausgewachsene Zahnarztangst geht jedoch weit über ein ungutes Gefühl beim Zahnarztbesuch hinaus. Die Angaben, wie viele Menschen von einer Zahnarztangst betroffen sind, schwanken. In manchen Studien wird von 15 Prozent der Bevölkerung gesprochen, in anderen gar von 20. Fakt ist, dass eine ausgeprägte Dentalphobie weitreichende Folgen für den Betroffenen nach sich ziehen kann.

Eine Zahnbehandlung scheint unmöglich
Menschen mit einer ausgeprägten Dentalphobie scheint es unmöglich, sich überhaupt einer Zahnbehandlung auszusetzen. Sie entwickeln beim Zahnarzt körperliche Symptome bis hin zu Panikattacken. Sie haben Schweißausbrüche, zittern und entwickeln Todesangst. Manche Menschen, die das einmal erlebt haben, meiden fortan den Zahnarztbesuch. Wohin das führt, ist absehbar. Der Zustand der Zähne gerät immer mehr in Mitleidenschaft bis hin zum Zahnverlust. Das wiederum zieht weitere Folgen nach sich. Menschen mit entstellten Zähnen schämen sich und isolieren sich von der Gesellschaft. Die Ausübung eines Berufs oder die gesellschaftliche Teilhabe wird nahezu unmöglich. Helfen kann hier nur eine Therapie und die Nutzung alternative Behandlungsmethoden, um die Langzeitfolgen einer Dentalphobie zu verhindern.

Negative Folgen einer unbehandelten Dentalphobie
- die Zahngesundheit gerät in Mitleidenschaft
- schlechter körperlicher und seelischer Allgemeinzustand
- Isolierung und Depressionen
- Folgeerkrankungen u. a. des Herz-Kreislauf-Systems

Ursachen der schwerwiegenden Angst
Ängste neigen dazu, sich zu manifestieren. Fast jeder erwachsene Mensch war beim Zahnarzt schmerzhaften Erfahrungen ausgesetzt. Die meisten können das verarbeiten und wissen, dass der nächste Zahnarztbesuch nicht zwangsläufig wieder so schlimm sein muss. Bei anderen prägen sich Situation und Schmerz so tief ein, dass sie schon im Vorfeld eines geplanten Zahnarztbesuches panische Zustände entwickeln und sich schließlich nur noch durch Vermeidung zu helfen wissen. Die Panikstörung entwickelt sich beim Betroffenen ganz unbewusst. Er empfindet sich schließlich selbst nicht mehr als normal und wagt nicht, mit dem Zahnarzt darüber zu sprechen. Eine Dentalphobie kann durchaus schon bei Kindern aufkeimen. Deshalb sollten Eltern darauf achten einen Zahnarzt zu wählen, der für dieses Thema sensibilisiert ist. Auch die Pflege und regelmäßige Kontrolle der Milchzähne ist wichtig. Manche Zahnärzte haben sich auf die Behandlung von Kindern spezialisiert.

Eine psychotherapeutische Behandlung ist notwendig
Wer bei sich selbst erste Symptome einer Zahnarztangst beobachtet, sollte das Problem offensiv angehen. Dazu gehört eine klare Schilderung der Ängste beim Zahnarzt. Wenn der Zahnarzt das Problem abtut empfiehlt es sich, einen anderen Zahnarzt aufzusuchen. Durch eine Recherche im Netz findet man Praxen, die die Angst von Patienten sehr ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen alles weiteres Vorgehen bei Zahnbehandlungen besprechen. Bei einer ausgeprägten Dentalphobie ist eine Psychotherapie unerlässlich . Es wurde festgestellt, dass etwa die Hälfte der Betroffenen an weiteren psychischen Störungen leidet. Dentalphobie ist eine anerkannte Angststörung, die in jedem Fall eine therapeutische Behandlung rechtfertigt.

Alternative Behandlungsmethoden
Für die Zahnbehandlung gibt es spezielle, sehr sanfte Methoden . Manche Zahnärzte bieten Angstpatienten eine leichte Sedierung an, die den Patienten während der Behandlung in einen Dämmerschlaf versetzten. Auch eine Hypnose kann bei mittelschweren Ängsten helfen. Bei einer ausgeprägten Dentalphobie sind das aber nur begleitende Hilfestellungen parallel zu einer Psychotherapie. Ein Abbruch der Behandlung sollte jederzeit möglich sein, damit der Patient ein Kontrollgefühl behält. Spezielle Fragebögen helfen, den Schweregrad einer Zahnarztangst zu erkennen.