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So verändert sich der Körper in der Schwangerschaft

Ein Großteil aller Frauen empfindet eine Schwangerschaft als spannendes und einschneidendes Erlebnis. Der Körper scheint sich täglich, ja beinahe stündlich zu verändern. Wahrnehmungen nehmen völlig neue Ausmaße an – beispielsweise in Bezug auf den Geruch oder Geschmack.

Bei einigen Frauen ändert sich auch der eigene Körpergeruch, der plötzlich süßer, ja beinahe fruchtiger wirkt. Doch nicht nur die Sinne sind von dem Wandel betroffen.

Eine weichere Haut durch die Bildung von Östrogen

Der wichtigste Auslöser für die physischen Veränderungen ist das Östrogen . Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Haut oder Gelenke elastischer und weicher werden. Ein positiver Nebeneffekt ist bei vielen Frauen das verfeinerte Hautbild. Im Gegenzug wird die Haut sensibler. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen in der Schwangerschaft sowie der Stillzeit darauf achten, Kosmetika für sensible Haut zu verwenden. Hierbei helfen milde Erzeugnisse auf natürlicher Basis, die keinerlei Alkohol enthalten. Aggressive Behandlungsansätze wie Fruchtsäurepeelings sollten in den neun Monaten sowie der Stillzeit unbedingt unterlassen werden. Das gleiche gilt für eine Bekämpfung von Pigmentflecken, die in einer Schwangerschaft besonders häufig entstehen. Eine präventive Maßnahme zur Pflege der Haut sind Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Wer zu "drastischeren Maßnahmen" greifen möchte, kann die Sommersprossen mit Make-Up überdecken.

Besenreiser: ein leidiges Thema

Anwendungen mit Make-Up sind ebenfalls bei aufkommenden Besenreisern behilflich. Diese bläulichen oder rötlichen kleinen Adernäste entstehen etwa bei der Hälfte aller schwangeren Frauen. Häufige Spaziergänge, Kneipp-Anwendungen oder Hochlagerungen der Füße wirken der Bildung der Besenreiser entgegen. Ein Allheilmittel gibt es jedoch nicht. Einige Hersteller preisen zwar Salben oder Tropfen im Kampf gegen die Besenreiser an. Allerdings zeigt die Praxis auf, dass deren Wirkungskraft sehr begrenzt ist.

Eine mögliche Methode sind Verödungen. Diese Behandlung nehmen Hautärzte vor. Schwangerschaftsstreifen sind eine weitere körperliche Veränderung, vor der sich viele Frauen fürchten. Während der Schwangerschaft weitet sich die Haut, um sich danach wieder zusammen zu ziehen: dieser Effekt lässt sich nicht vermeiden. Als Folge entstehen auf dem Bauch oder an den Oberschenkeln die kleinen Narben durch das gerissene Gewebe. Diese Streifen setzen Betroffene einem hohen Leidensdruck aus. Haben sich die Schwangerschaftsstreifen einmal gebildet, kann dieser Prozess nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber mit einer gesunden Ernährung, regelmäßigen Wechselduschen sowie sportlichen Aktivitäten wie Schwimmen wird der Bildung der Schwangerschaftsstreifen vorgebeugt . Werden zusätzlich natürliche Öle ohne Parabene und Konservierungsstoffe verwendet, ist eine wichtige Grundlage geschaffen.

Die genetische Veranlagung austricksen

Auch wenn diese Erkenntnis nicht alle Schwangeren erfreuen wird: doch die genetische Veranlagung spielt bei dem Ausmaß der Veränderungen des Körpers eine große Rolle. Leiden Frauen an einem schlechten Bindegewebe, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Bildung von Dehnungsstreifen deutlich erhöht. Wer den Bauch regelmäßig eincremt, kann das Bindegewebe trotz der Veranlagung ein wenig austricksen. Aber gänzlich lässt sich die Bildung der Streifen vermutlich nicht vermeiden. Spätestens ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel nimmt der Bauch sichtlich an Größe zu. Dennoch gilt dieser Zeitraum für die meisten Frauen als schönste Zeit der Schwangerschaft. Der Bauch ist noch nicht so groß, dass es beschwerlich ist, den Alltag zu bestreiten. Wer zudem die richtige Mode trägt und keine Bekleidung mit eng sitzenden Verschlüssen oder Bändern verwendet, wirkt der Bildung von Wasser im Körper entgegen. Die Spuren des großen Bauches und der wachsenden Oberweite sind auch noch nach der Geburt des Kindes deutlich sichtbar. Diesen Aspekt betrachten viele Frauen skeptisch.

Dem positiven Körpergefühl auf die Sprünge helfen.

Wer dem Körper nach der Geburt des Kindes genügend Zeit lässt, auf eine gesunde Ernährung achtet und Sport treibt, kann sich wieder in Form bringen. Doch häufig gelangt man selbst mit ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Sporttrainings nicht wieder in die ursprüngliche Form zurück. Für viele Frauen kann dies sehr belastend sein und so unterzieht sich ein Teil der Mütter einem sogenannten Mommy Makeover , um das ursprüngliche Körpergefühl zurück zu erlangen. Deshalb bietet die plastische Chirurgie mit Vertretern wie der Aesthetic Clinic Dr. Mariam Omar die Möglichkeit, den After-Baby-Body wieder teilweise in den Körper vor der Schwangerschaft umzuformen. Maßnahmen wie diese sollten junge Mütter stets gut durchdenken, doch die plastische Chirurgie bietet sinnvolle Wege, um sich in der eigenen Haut wieder wohl zu fühlen.