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| 19:09 Uhr

Mediziner sollen entlastet werden
Arztassistenten nun auch für Sachsen

Arzassistenten sollen vor allem Hausärzte unterstützen.
Arzassistenten sollen vor allem Hausärzte unterstützen. FOTO: dpa / Bernd Weissbrod/dpa
Plauen. Beruf wird in Plauen ausgebildet. Ärzte sollen von Dokumentation entlastet werden.

Sachsen will als bisher einziges ostdeutsches Bundesland jetzt Arztassistenten in einem Studiengang ausbilden. Der trägt den Titel Physician Assistant und beginnt im kommenden Wintersemester an der Berufsakademie Plauen. Nach einer dreijährigen Modellphase hat das Wissenschaftsministerium die Einführung des Studienganges endgültig genehmigt.

Die Absolventen sollen Ärzte in Kliniken und Praxen entlasten und sich um ärztliche Routineaufgaben und Dokumentationen kümmern. „Sie werden helfen, die Gesundheitsversorgung auch in ländlichen Regionen zu sichern“, sagt Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD).

In der Modellphase hatten sich 36 Frauen und Männer ausbilden lassen. Der Studiengang setzt eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Vermittelt wird eine akademische Ausbildung auf dem Niveau zwischen den Qualifikationen eines Arztes und Pflegepersonal. Der Arztassistent übernimmt einfache medizinische Tätigkeiten sowie Verwaltungsaufgaben. Immer wieder beklagen Ärzte den hohen Aufwand für Administration und Dokumentation, wozu unter anderem das Erstellen von Arztbriefen und Berichten sowie Anträge und Anfragen zählen. Dafür gehe täglich bis zu ein Viertel der Arbeitszeit drauf.

Mit dem neuen Beruf reagiere die Wissenschaftspolitik auf den Bedarf im Gesundheitswesen. „Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich zu einem Wachstumsbereich, für den die Berufsakademie Sachsen durch die enge Verzahnung von Studium und Praxis wichtige Beschäftigte ausbildet“, erklärt die Ministerin weiter. (kw)