ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:54 Uhr

Erkältungszeit
Krank sein muss nicht sein – eine Grippeimpfung kann helfen

Wenn Kälte das Immunsystem schwächt, haben Viren meist leichtes Spiel. Schnupfen, Husten und Fieber sind häufige Begleiterscheinungen der kalten Wintermonate. Um möglichst gut gegen die besonders anstrengende „echte“ Grippe gewappnet zu sein, kann eine Grippeimpfung sinnvoll sein. Für einige Risikogruppen wird eine solche Impfung besonders empfohlen.

Grippe oder doch nur ein grippaler Infekt?

Während es sich bei den meisten Erkältungen im Winter um relativ unkomplizierte grippale Infekte handelt, ist die Grippe eine schwere Infektionskrankheit. Da sie von den Influenza-Viren verursacht wird, wird die Grippe auch Influenza genannt. Ein bis zwei Tage nach der Infektion kommt es dabei zu einem plötzlichen, schweren Krankheitsbild mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit, trockenem Husten, Hals-, Muskel- und Kopfschmerzen. Die Grippe hält sich oft über Wochen hartnäckig und ist besonders für chronisch erkrankte und geschwächte Menschen sehr gefährlich. Diese Risikogruppen sollten unbedingt einer Ansteckung mit der Grippe vorbeugen.

Im Vergleich dazu sind Verlauf und Symptome eines grippalen Infekts fast harmlos. Die Erkältung setzt viel langsamer ein und heilt in der Regel innerhalb einer Woche wieder aus. Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen und leichtes Fieber sind Merkmale eines grippalen Infekts. Und auch Husten, Schnupfen und Heiserkeit gehören zu den typischen Symptomen eines grippalen Infekts. Lesen Sie hier mehr dazu, was bei Atemwegserkrankungen helfen kann.

Wie kann man der Grippe vorbeugen?

Da sich die Influenza-Viren per Tröpfcheninfektion verbreiten, ist zum Vorbeugen eine gründliche Hygiene wichtig. Durch Husten, Niesen, Küssen und Händeschütteln werden die meisten Viren übertragen. Große Menschenansammlungen und öffentliche Verkehrsmittel sollten möglichst gemieden werden. Wer aus bereits benutzten Gläsern und Flaschen trinkt, riskiert ebenfalls eine Ansteckung mit den Influenza Viren. Auch regelmäßiges Händewaschen hilft dabei, einer Infektion mit der Grippe vorzubeugen.

Eine Grippeimpfung ist die beste Maßnahme, um der Grippe vorzubeugen. Dabei injiziert der Hausarzt drei oder vier Influenza-Impfstämme. Der Körper reagiert auf die Impfung mit der Bildung von Antikörpern und ist so gegen die spätere Infektion gestärkt. Da die Influenza Viren ständig ihre Oberfläche verändern, ist der Schutz bereits nach einer Saison nicht mehr aktiv. Darum muss die Grippeimpfung jährlich mit dem aktuellen Impfstoff injiziert werden.

Auch wenn die Impfung in der Regel gut verträglich ist, sind mögliche Nebenwirkungen nicht ganz auszuschließen. Neben Lokalreaktionen (zum Beispiel Schwellung an der Impfstelle) entwickeln manche Menschen leichte Erkältungssymptome wie Kopf- Muskel oder Gliederschmerzen, die aber meist nach ein bis zwei Tagen wieder verschwinden.

Wie effektiv ist eine Grippeimpfung?

Eine Grippeimpfung ist leider kein hundertprozentiger Schutz gegen die Infektion mit Influenza Viren. Wenn die Infektion in den 10-14 Tagen nach der Impfung stattgefunden hat, ist der Schutz noch nicht aktiv und es kommt zu einem Ausbruch der Grippe. Auch die ständige Mutation der Viren stellt ein Problem für die Wirksamkeit der Grippeimpfung dar. Weil eine genaue Vorhersage der aktuellen Viren unmöglich ist, kann es sein, dass die Virenstämme der aktuellen Saison nicht mit denen in der Grippeimpfung übereinstimmen.

Trotzdem verringert die Grippeimpfung das Risiko einer Erkrankung enorm. Junge Erwachsene haben so eine Schutzwirkung von 80%, während ältere Menschen das Risiko einer Ansteckung immer noch halbieren können. Da der Impfstoff circa zwei Wochen braucht, um einen wirksamen Schutz aufzubauen, sollte am besten vor der Grippewelle geimpft werden. Die beste Zeit für die Grippeimpfung ist dabei im Oktober oder November.

Für wen eignet sich die Grippeimpfung?

Ein starkes und gesundes Immunsystem wird viel besser mit eindringenden Viren fertig als ein geschwächter Körper. Obwohl die Grippeimpfung für alle Menschen sinnvoll sein kann, gibt es spezielle Risikogruppen, die dringend mit einer Impfung der Grippe vorbeugen sollten. Dazu gehören Menschen über 60 Jahre, Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen, Pflegepersonal, schwangere Frauen und Personen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Immundefiziten. Ein Gespräch mit dem Hausarzt kann klären, wie wichtig die Grippeimpfung für den jeweiligen Patienten ist.