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| 10:43 Uhr

Krankenversicherungen im Vergleich
Gesetzliche und private Krankenversicherung: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Gesetzliche und private Krankenkassen basieren in Deutschland auf zwei Systemen, die jedoch beide mit der Krankenversicherung verbunden sind. Doch die Unterschiede zwischen einer gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sind groß. Kosten und Leistungen weichen deutlich voneinander ab.

Die meisten Deutschen gehören einer gesetzlichen Krankenversicherung an

Ein Großteil aller Deutschen ist gesetzlich krankenversichert. Bestimmte Voraussetzungen sind für die Inanspruchnahme der privaten Krankenversicherung erforderlich. Die Unterschiede zwischen beiden Versicherungsformen beziehen sich auf Leistungen, die Beitragshöhe oder Zugangsbedingungen. Somit beginnen die Differenzen bereits beim Grundprinzip. Da die gesetzliche Variante - die GKV – auf dem Solidarprinzip beruht, ist diese Versicherung für jedermann offen. Die Beitragshöhe orientiert sich an der Höhe der Einkünfte. Dementsprechend entrichtet jedes Mitglied einen prozentualen Betrag, das vom Einkommen abhängt. Diese Beiträge werden hälftig durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer übernommen. Außerdem steht es den Versicherungsunternehmen frei, Zusatzbeiträge zu berechnen.

Beiträge für die private Krankenversicherung werden unabhängig vom Einkommen berechnet

Auf Beiträge für die private Krankenversicherung – die PKV – wirkt sich das Einkommen nicht aus. Das Versicherungsrisiko ist der ausschlaggebende Faktor für die Beiträge. Dieses Versicherungsrisiko setzt sich aus Vorerkrankungen, dem Alter und Geschlecht der Versicherungsnehmer zusammen. Häufig sind Studenten, Beamte und Selbständige zur Mitgliedschaft in der PKV verpflichtet. Zusätzlich müssen die Arbeitnehmer der privaten Krankenpolice beitreten, deren Brutto-Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet. Häufig werden Mitglieder der PKV bevorzugt. Beispielsweise profitieren die Versicherungsnehmer von einer freien Arztwahl und dem Vorteil, relativ kurzfristig Termine bei einem Facharzt zu erhalten. Kosten für Medikamente tragen private Krankenversicherungen zumeist komplett. Gesetzlich Versicherte müssen häufig eine Zuzahlung für Arzneimittel leisten. Nachteilig ist bei der PKV hingegen, dass Familienmitglieder im Regelfall separate Policen benötigen – im Gegensatz zur GKV.

Die Entscheidung muss gut durchdacht sein

Anfangs ist die private Krankenversicherung insbesondere für junge Gutverdiener attraktiv. Laut dem Fachportal meine-krankenversicherung.de sind die Konditionen zu Beginn wesentlich günstiger als bei der GKV. Doch bei fortschreitendem Alter entwickeln sich private Policen häufig zur Kostenfalle. Diese Entwicklung sollte gut durchdacht sein. Im Gegenzug entwickeln sich Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung zwar ebenfalls nach oben. Doch diese Entwicklung wirkt sich insbesondere maßgeblich auf die Konditionen von Versicherten aus, deren Gehälter sich über der Jahresarbeitsentgeltgrenze bewegen. Die Entscheidung für oder gegen eine der Policen sollte deswegen gut durchdacht sein. Im Zweifelsfall ist professioneller Rat sinnvoll.