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Gerade zu Weihnachten
Bei Herzschwäche auf die Ernährung achten

Die Weihnachtszeit steht für Besinnlichkeit im Kreise der Familie – und für gute und ausgiebige Festtagsspeisen. Auf den Teller kommen traditionsgemäß deftige und oftmals salzige Gerichte. Für Menschen mit einer Herzschwäche nicht die optimale Ernährung. Von PR

Sie sollten in der festlichen Zeit besonders darauf achten, was sie zu sich nehmen. Warum das so ist und worauf Betroffene achten müssen, erklären wir hier.

Chronische Herzschwäche: Zwei Millionen Deutsche betroffen

In Deutschland sind fast zwei Millionen Menschen an chronischer Herzinsuffizienz erkrankt. Sie ist die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte. Bei einer Herzinsuffizienz kommt es durch eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens zu einem Rückstau von Blut in die Lunge und in die Venen. Die Symptome der Krankheit sind Atemnot, vor allem im Liegen, sowie Schwellungen an den Beinen und Fußgelenken, die als Ödeme bekannt sind. Diese Einlagerungen von Wasser können zu einer massiven Gewichtszunahme führen. Als häufigste Ursachen der Herzinsuffizienz sind die koronare Herzkrankheit und Bluthochdruck bekannt.

Bislang wurde Herzschwäche mit einer Kombination aus blutdrucksenden Mitteln und ACE-Hemmern behandelt. Verhältnismäßig neue Medikamente sind die Wirkstoffe Sacubitril und Valsartan: Sie kommen dann zum Einsatz, wenn ACE-Hemmer einem Patienten nicht ausreichen helfen. Sacubitril und Valsartan verringern die Anzahl der Klinikaufenthalte um 21 Prozent, verglichen mit konventionellen Therapien.

Worauf Betroffene beim Essen achten sollten

Wer unter einer Herzschwäche leidet, sollte sich bei den klassischen Weihnachtsmenüs etwas zurückhalten. Fleisch sollte nur einmal pro Woche verzehrt werden – auch an Weihnachten. Der Grund: Tierische Fette enthalten viele gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel ansteigen lassen. Ein hoher Cholesterinspiegel aber kann eine Herzschwäche verschlimmern. Die gesunde Alternative zu Fleisch ist Fisch mit seinem hohen Gehalt an den „guten“, ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.

Genug Flüssigkeit trinken – aber nicht zu viel

Es ist für alle Menschen wichtig, genügend Wasser zu sich zu nehmen. Wer allerdings unter chronischer Herzschwäche leidet, muss aufpassen: Zu viel Flüssigkeit kann Wassereinlagerungen im Körper provozieren, eines der größten Probleme von Herzinsuffizienz-Patienten. Um das zu vermeiden, sollten Betroffene nicht mehr als anderthalb- bis zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Das beinhaltet alle Flüssigkeiten, die man zu sich nimmt, und nicht nur Getränke.

Salz vom Speiseplan streichen

Wer an chronischer Herzinsuffizienz erkrankt ist, sollte auch mit Salz sparsam umgehen. Salz bindet das Wasser im Körper und kann so die Herzschwäche verschlimmern. Fertiggerichte enthalten besonders viel Salz, sie gilt es zu meiden. Herzschwäche-Patienten sollten möglichst naturbelassene Lebensmittel essen und nicht nachsalzen. Alternativ zu Salz können frische Kräuter das Essen würziger gestalten.