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| 14:32 Uhr

Nicht jeder Trend ist gesundheitlich unbedenklich
Gefährliche Modetrends

FOTO: Flickr Cross-legged. Ralf Steinberger CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Formende Unterwäsche, spitze Schuhe, Skinny Jeans - was praktisch, schick oder modisch ist, ist gesundheitlich nicht immer unbedenklich. Einige Trends können durchaus Fehlstellungen, Infektionen und sogar Unfruchtbarkeit auslösen. Welche gehören dazu? Und welche Alternativen gibt es?

Fehlstellungen durch die falschen Schuhe

Dass High Heels mit zentimeterhohen Absätzen den Füßen schaden, ist bekannt. Trägerinnen von High Heels benötigen neben einem guten Gleichgewichtssinn und einer starken Gesamtmuskulatur auch sehr bewegliche Zehen- und Sprunggelenke, um beim Laufen nicht umzuknicken und sich dadurch Verstauchungen oder sogar Frakturen zuzuziehen. Ein hoher Schuh verhindert außerdem, dass man beim Gehen mit dem Fuß korrekt abrollt. Das kann bei sehr häufigem Tragen dazu führen, dass sich die Wadenmuskulatur verkürzt oder die Sprung- und Zehengelenke gereizt werden. Darum sollten Schuhe mit Hacken nur selten zum Einsatz kommen. Doch auch flache Schuhe können den Füßen schaden. Zu eng sitzende oder nach vorn sehr spitz zulaufende Schuhe begünstigen Fußfehlstellungen wie Hallux valgus. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, dass die Füße im Schuh ausreichend Spielraum haben. Moderne Gesundheitsschuhe von Anbietern wie Avena erfüllen modische Ansprüche und liegen dank dehnbarer Materialien perfekt am Fuß. In diesem Jahr liegen Mules schwer im Trend. Doch gesund sind die Schuhe zum Hineinschlüpfen keineswegs. Selbst die vermeintlichen Gesundheitsschuhe von Birkenstock mit Fußbett können den Füßen Schaden zufügen. Denn für ausreichend Halt im Schuh muss sich der Fuß festkrampfen, wodurch er nicht mehr normal abrollen kann. Sehnenreizungen oder Verspannungen sind die Folge. Wer keine langen Wege zurücklegen muss, kann allerdings beruhigt in die Schlappen schlüpfen. Auf langen Strecken sollte man aber lieber zu festem Schuhwerk greifen.

Unfruchtbarkeit und Atmungsschwierigkeiten durch Skinny Jeans

Vorsicht ist auch bei den eng geschnittenen Skinny Jeans angesagt. Kneift die Hose beim Tragen, schnürt ein oder beeinträchtigt sogar die Atmung, sollte man zu einer Nummer größer greifen. Bei Männern können zu enge Hosen sogar zu Unfruchtbarkeit führen. Haben die Hoden nicht ausreichend Platz, kann es zu Wärmestau in der Hose kommen, was die Spermienproduktion verzögert.

Infektionen und Irritationen durch falsche Unterwäsche

Beim Kauf von Dessous spielt nicht nur die Ästhetik eine wichtige Rolle, denn die falsche Unterwäsche kann gesundheitliche Schäden verursachen. Bei Dessous aus Seide, Satin oder Spitze sollte der untere Bereich aus luftdurchlässiger Baumwolle bestehen. Denn Unterhosen aus reiner Kunstfaser begünstigen das Bakterienwachstum aufgrund der sich stauenden Hitze und Feuchtigkeit auf engem Raum. In der Folge kann es zu Infektionen kommen. Zu enge Unterwäsche kann zu Irritationen im Intimbereich führen und sollte daher aussortiert werden. Zwar kann Shapewear, die kleine Pölsterchen in straffe Kurven verwandelt, zu besonderen Anlässen durchaus zum Einsatz kommen. Doch für den Alltag ist die formende Wäsche keine Lösung. Schließlich drückt sie nicht nur kleine Fettpölsterchen weg, sondern presst auch Organe und Haut zusammen. Auf Dauer kann das zu Bauchschmerzen oder sogar Inkontinenz, Infektionen oder Blutgerinnseln führen.

Augenschäden durch getönte Sonnenbrillen

Jede Saison ein neues Trendmodell? Kein Problem angesichts der niedrigen Preise von oft unter zehn Euro. Doch Vorsicht! Günstige Sonnenbrillen bieten oft keinen hinreichenden UV-Schutz und verfügen bloß über getönte Gläser. Häufig sind sie sogar noch schädlicher für die Augen, als wenn man keine Sonnenbrille tragen würde. Das Problem: Sobald die Sonne blendet, kneifen wir automatisch die Augen zusammen. Die Pupillen verengen sich, sodass weniger schädliche Strahlung auf die Netzhaut trifft. Doch durch getönte Gläser wird dieser natürliche Schutzmechanismus außer Kraft gesetzt. Die Folge: Die Pupillen weiten sich, und es treffen sogar mehr schädliche Strahlen aufs Auge. Also Augen auf beim Sonnenbrillenkauf und lieber in ein etwas teureres Modell mit zuverlässigem UV-Schutz investieren.

Bildrechte: Flickr Cross-legged. Ralf Steinberger CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten