| 13:28 Uhr

Analyse
Die wichtigsten Studien zur E-Zigarette im Überblick

Immer mehr Deutsche steigen von Rauchen auf Dampfen um. Manche tun es aus gesundheitlichen Gründen, andere, um eine Ersatzbefriedigung für die Zigarette zu finden. Bei der Frage, ob das überhaupt sinnvoll ist, herrscht Unklarheit. Von PR

Viele sind froh, eine gesündere Alternative zum Rauchen gefunden zu haben, andere wiederum sind der Meinung, dass E-Zigaretten nicht besser sind als normale Glimmstängel. Doch was stimmt nun wirklich? Zahlreiche Studien haben versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

E-Zigaretten produzieren hohen Aldehyd-Gehalt nur bei Überhitzung

Diese Studie wurde im Jahr 2015 von Dr. Konstantinos E. Farsalinos und seinem Team veröffentlicht. Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Frage, wie hoch die Aldehydbelastung für Dampfer tatsächlich ist, beziehungsweise ob diese überhaupt relevant ist. Schließlich hat eine Überhitzung des Zerstäubers ohnehin einen unangenehmen, verschmorten Geschmack sowie Hustenreiz zur Folge, welchen Dampfer gerne vermeiden. Daher wollten die Wissenschaftler um Farsalinos herausfinden, wie hoch die Aldehyd-Emissionen unter normalen Bedingungen ist als auch während einer Überhitzung.

Nach ihren Experimenten mit sieben erfahrenen Dampfern kamen Farsalinos et al. zu dem Schluss, dass hohe Aldehyd-Werte nur dann produziert wird, wenn der Zerstäuber sich zu stark aufheizt und nicht genug Flüssigkeit zum Verdampfen vorhanden ist. Unter normalen Dampf-Bedingungen sind die Aldehyd-Emissionen minimal, sogar in den neuesten E-Zigaretten.

Systematische Analyse der chemischen Substanzen in E-Zigaretten in Hinblick auf gesundheitliche Auswirkungen

Diese im Januar 2014 von Igor Burstyn veröffentlichte Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob E-Zigaretten sowohl für Dampfer als auch für Passiv-Dampfer tatsächlich als sicherere Alternative zu Tabakprodukten gesehen werden kann. Dabei stützte sich Burstyn auf zahlreiche Quellen der Literatur, wodurch er auf ein breites Repertoire von über 9.000 Observationen mit hoch variablen Qualitätsansprüchen zurückgreifen konnte.

Die Ergebnisse seiner Studie besagen folgendes: Es gibt keinen Beweis für ein potenzielles Gesundheitsrisiko durch Schadstoffe des Spray-Gemischs in E-Zigaretten, der wirklich Aufmerksamkeit erregen könnte. Auch für Passiv-Dampfer besteht keine relevante Gefahr durch Schadstoffe.

Wie sicher sind E-Zigaretten als Ersatz für normale Tabak-Produkte?

Mit dieser Frage beschäftigten sich Konstantinos E. Farsalinos und Riccardo Polosa in ihrer im April 2014 veröffentlichten Publikation. Basierend auf 114 von 451 gefundenen Studien zu diesem Thema versuchten die Wissenschaftler, die Effekte des Gebrauchs von E-Zigaretten beziehungsweise Tabakrauch zu identifizieren.

Vorhandenes Beweismaterial bestätigt, dass das Dampfen von E-Zigaretten eine deutlich weniger gefährliche Alternative zum Tabakrauchen ist. Da in E-Zigaretten kein Tabak und keine Verbrennungsrückstände enthalten sind, sind normale Dampfer den typischen Schadstoffen einer normalen Zigarette nicht ausgesetzt, welche am stärksten mit gesundheitlichen Risiken assoziiert werden.

Zwar wurden auch manche giftigen Chemikalien in den Flüssigkeiten von E-Zigaretten gefunden, aber die Konzentration ist im Vergleich zu Tabakrauch deutlich geringer. Sie ist eher vergleichbar mit den Mengen, welche in pharmazeutischen Nikotinprodukten gefunden werden.

Können E-Zigaretten gegen rauchbedingtes Asthma helfen?

Viele Raucher sowie intensive Passiv-Raucher leiden unter Asthma, dieser Fakt ist nicht zu ignorieren. Doch wie sieht die Sachlage aus, wenn diese Raucher zur E-Zigarette wechseln? Dieser Frage haben sich Riccardo Polosa, Jaymin Marjaria, Pasquale Caponnetto, Massimo Caruso, Simona Strano, Eliana Battaglia und Cristina Russo in ihrer Studie angenommen.

In dieser Studie fanden die Wissenschaftler um Riccardo Polosa heraus, dass E-Zigaretten Rauchern mit Asthma dabei helfen können, ihren Zigarettenkonsum zu reduzieren oder ganz zu eliminieren. Auf diese Weise wiederum wurden zigarettenbedingte Asthma-Symptome reduziert. Diese positiven Ergebnisse geben berechtigte Gründe zur Annahme, dass E-Zigaretten rauchenden Asthma-Patienten helfen können, mit dem Rauchen aufzuhören. Diese Beobachtungen müssen allerdings noch in größer angelegten Studien verifiziert werden.

Die Auswirkungen von Dampfen und Rauchen auf die Qualität der Raumluft

Schon im Jahr 2012 beschäftigte sich eine der ersten Studien mit den verschiedenen Luftqualitäten in Räumen, in denen geraucht bzw. gedampft wurde. Diese Studie von McAuley, Hopke, Zhao und Babaian zeigt auf: Schon vor fünf Jahren konnte festgestellt werden, dass der Dampf von E-Zigaretten deutlich weniger schädliche Spuren im Raum hinterlässt.

Dadurch stellen E-Zigaretten kein Risiko für die Gesundheit der Menschen dar, die sich im betreffenden Raum aufhalten. Hingegen ist es äußerst ungesund, Tabakrauch ausgesetzt zu sein. Nun ist es an der Zeit, weitere Studien in diesem Bereich durchzuführen. Nur so kann ein tatsächlicher Beweis dafür gefunden werden, dass der Dampf von E-Zigaretten den Menschen in der näheren Umgebung keinen Schaden zufügt.

Die Auswirkungen des Geschmacks auf das Interesse an E-Zigaretten

Dampfer wissen, dass die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Flüssigkeiten eine zentrale Rolle beim Genuss der E-Zigarette spielen. Kritiker äußern oft Bedenken, dass die Beschreibungen von süßen Geschmacksrichtungen nicht-rauchende Jungendliche zum Dampfen von E-Zigaretten verführen können.

Der Frage, wie relevant diese Befürchtung ist, widmet sich die Studie von Saul Shiffman, Mark A. Sembower, Janine L. Pillitteri, Karen K. Gerlach und Joseph G. Gitchell. Es wurde untersucht, wie anfällig nicht-rauchende Jugendliche und erwachsene Raucher für die Beschreibungen der E-Zigaretten-Geschmäcker sind. Dabei konnte festgestellt werden, dass jugendliche Nichtraucher weniger Interesse an den verschiedenen Geschmacksrichtungen hatten als rauchende Erwachsene. Generell war das Interesse in beiden Gruppen sehr niedrig.

Können E-Zigaretten den Schaden von Tabakprodukten umkehren?

Dieser Frage geht Riccardo Polosa in seiner neuesten Studie nach, welche im März 2015 publiziert wurde. Polosa untersucht, inwiefern der Wechsel von herkömmlichen Zigaretten zu E-Zigaretten jenen Lungenproblemen entgegenwirken kann, die durch das Rauchen verursacht wurden. Dabei fand Polosa Beweise dafür, dass 65,4 Prozent der Menschen mit Asthma und 75,7 Prozent der Patienten mit Raucherlunge sich durch die Umstellung auf E-Zigaretten besser fühlten. Über 18 Prozent waren im Anschluss zudem nicht mehr auf Medikamente angewiesen.

Weitere aktuelle Beiträge zur Rechtslage und zu Studien rund um die E-Zigarette findet man im Blog vom E-Zigaretten Shop iSmoker.

Ist Dampfen tatsächlich weniger gefährlich als Rauchen oder ist das nur ein moderner Mythos?

Wenn man nach aktuellen Studien zu diesem Thema geht, ist tatsächlich ersteres der Fall. Einige Wissenschaftler haben die jeweiligen Auswirkungen von Dampfen und Rauchen auf jene Menschen getestet, die damit konfrontiert sind. In der Forschung wurde festgestellt, dass E-Zigaretten zwar auch nicht absolut ungefährlich, aber immer noch deutlich sicherer als herkömmliche Tabakprodukte sind.