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| 09:25 Uhr

Gesundheit
Das Leben genießen trotz Blasenschwäche

FOTO: Flickr Yoga Isle of Man Government CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Viele Menschen sind von Blasenschwäche betroffen und fühlen sich in diversen Lebensbereichen eingeschränkt. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein Teil der betroffenen Frauen deshalb sogar auf Geschlechtsverkehr verzichtet.

Die Tatsache, dass Blasenschwäche noch immer als Tabuthema in der Gesellschaft gilt, führt sogar dazu, dass sich viele Menschen trotz ihrer Beschwerden nicht ihrem Arzt anvertrauen. Dabei können gezielte Maßnahmen zu einer schnellen Besserung führen und das Leben für Betroffene wieder lebenswert machen.

Laut einer Umfrage zum Thema "Sexualität bei Blasenschwäche", die die Kölner respondi AG im Auftrag von INNOVO® durchgeführt hat, verzichtet fast jede dritte Frau auf Sex bei Beschwerden mit der Blase. Befragt wurden dazu Frauen zwischen 30 und 55 Jahren, die von Blasenschwäche betroffen sind. Fast die Hälfte der Befragten ist nicht mit ihrem Sexualleben zufrieden: Jede 5. Frau hat weniger Sex, jede 6. verzichtet ganz auf Geschlechtsverkehr und jede 7. hatte 2017 sogar gar keinen Sex. Die Zahlen sind alarmierend, denn 23 Prozent der befragten Frauen befürchten, dass ihr Partner aufgrund der Blasenschwäche die Lust am Sex verliert. 38 Prozent der Frauen mit starken Beschwerden haben sogar selbst keine Lust mehr auf den intimen Kontakt mit ihrem Partner.

Beckenboden verliert mit der Zeit Spannkraft

Nicht nur das Sexualleben leidet unter den Beschwerden bei Blasenschwäche. Betroffene berichten, im Alltag beispielsweise vermehrt darauf zu achten, sich immer in der Nähe einer Toilette aufzuhalten. Spezielle Einlagen, die man nach der Saugstärke auswählen kann, sind für viele Betroffene eine Erleichterung im Alltag, denn sie sorgen für ein trockenes Gefühl und vermindern die Entstehung unangenehmer Gerüche.

Ist der Grund für die Blasenschwäche ein schwacher Beckenboden, kann man mit gezielten Gymnastikübungen den Beschwerden entgegenwirken. Dass die Beckenbodenmuskulatur mit der Zeit schwächer wird, ist an sich ein normaler Prozess. Insbesondere Schwangerschaften und Geburten belasten die Muskulatur stark, folglich geht die Spannkraft verloren. Die genetische Disposition gleicht dies normalerweise aus, sodass man auch im fortschreitenden Alter keine Beschwerden in Form von ungewolltem Harnverlust hat.

Die Beckenbodenmuskulatur stärken

Für Menschen, die unter Blasenschwäche leiden, hat sich beispielsweise Yoga zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bewährt. Sogenannte Asanas, überwiegend ruhende Körperstellungen, sorgen dafür, dass vor allem die Tiefenmuskulatur im Beckenboden trainiert wird, damit dieser Funktionen wie das Tragen der Organe oder das Verschließen der Harnröhre ausüben kann. Asanas wie die Schulterbrücke oder der Baum aktivieren den Beckenboden und stärken so die Muskulatur.

Auch Reiten als Gesundheitssport wird immer beliebter, denn es fordert nicht nur Rumpf, Beine und Becken, sondern den gesamten Körper. Um sich auf dem Rücken des Pferdes zu halten, muss man permanent den eigenen Körper ausbalancieren und mit der Bewegung des Pferdes mitschwingen. Durch die Ausgleichsarbeit, die der Körper leisten muss, ist unter anderem die Tiefenmuskulatur die ganze Zeit angespannt und wird kontinuierlich gestärkt. Positiv bei dieser Sportart ist außerdem, dass man viel Zeit an der frischen Luft verbringt - und das tut dem gesamten menschlichen Organismus gut.

Bildrechte: Flickr Yoga Isle of Man Government CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten