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| 11:29 Uhr

Gesundheit
Ärzte untersuchen alternative Ansätze zur Behandlung der Peyronie

FOTO: shutterstock.com / Stokkete
Peyronie wird gerne als "verschwiegene Erkrankung" bezeichnet. Das Wissen um die Induratio Penis Plastica (IPP) oder erworbene Penisverkrümmung wurde in der letzten Dekade nur wenig untersucht.

Daher ist es positiv zu bewerten, dass eine kontrollierte klinische Studie im international renommierten britischen Fachjournal "British Journal of Urology" (BJU International) eine erfolgreiche nicht-operative Therapiemöglichkeit mit dem Medizinprodukt PeniMaster Pro aufzeigt.

Ärzte suchen nach Alternativen zur konventionellen Behandlung

Im Gegensatz zu anderen Krankheiten existieren bislang keine präventiven Ansätze für die frühzeitige Behandlung der Peyronie. Da in der Regel auch kein Leidensdruck bei den Betroffenen - etwa Schmerzen - auftritt, findet die Diagnose meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium statt. Eine medikamentöse Behandlung zeigt bei einer in dieser Phase bereits entstandenen Vernarbung und Verkalkung leider nur eine eingeschränkte Wirkung. Aus diesem Grund untersuchen Ärzte und Wissenschaftler intensiv nach alternativen Behandlungsmethoden, die einen operativen Eingriff ersetzen oder zumindest optimale Voraussetzungen für diesen schaffen können.

Es gibt zahlreiche Gründe, eine Operation nur in extremen Fällen und bei akuten Beschwerden in Erwägung zu ziehen. Bei einem entsprechenden Eingriff werden die Verhärtungen chirurgisch entfernt, so dass selbst bei einer mikroinvasiven Behandlung Narben entstehen können, die ihrerseits die Ästhetik stören. Darüber hinaus ist eine Operation nicht zuletzt mit einigen größeren Risiken verbunden - neben auftretenden Infekten kann es durch das entfernte Gewebe zu einer Penisverkürzung kommen. In einigen Ausnahmen sind darüber hinaus Nervenstränge und Blutgefäße betroffen, so dass es auch nach der Abheilung noch zu Empfindungs- und Erektionsstörungen kommen kann.

Breit angelegte Untersuchung der Penile Traction Therapy

Bereits im Jahr 2012 erschien eine von der Urologie der Rush University Chicago veröffentlichte Untersuchung über den Einfluss der Penile Traction Therapy (PTT) auf die Peyronie. Bei dieser wird der Penis mechanisch durch den Einsatz eines Expander Systems täglich über einen längeren Zeitraum gestreckt. Diesen Ansatz verwendete ein internationales Team von Ärzten aus Europa, den USA und Asien, um eine neue klinische Studie mit dem PeniMaster Pro durchzuführen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie 2018 in Großbritannien.

An der Studie nahmen insgesamt 93 von Peyronie betroffene Männer teil, die nach Zufall und nicht nach medizinischen Aspekten einer Behandlungsgruppe mit 47 Probanden und einer Kontrollgruppe mit 46 Teilnehmern zugeteilt wurden. Der Untersuchungszeitraum betrug drei Monate bei einer Tragezeit des PeniMaster Pro zwischen drei Stunden und sechs Stunden am Tag und musste jeden Tag protokolliert werden. Sämtliche Beteiligten wurden in regelmäßigen Intervallen medizinisch untersucht und unterschiedliche Faktoren wie Penislänge, Grad der Krümmung und Durchmesser erfasst.

Klinische Studie bestätigt Wirksamkeit des PeniMaster Pro

In ihrer Auswertung kommen die beteiligten Ärzte zu dem eindeutigen Schluss, dass sich ein direkter Zusammenhang zwischen der Dauer der Tragezeit und der Krümmung herstellen lässt. Er sank bei weniger als vier Stunden nach einer 12 Wochen langen Behandlung im Durchschnitt um 20°, bei mehr als sechs Stunden halbierte er sich sogar von 74.6° auf 36.2°. Die Autoren ziehen daraus den Schluss, dass der PeniMaster Pro Patienten als Behandlung grundsätzlich zur Verfügung stehen sollte und sich darüber hinaus als präoperative Maßnahme dazu eignet, die Menge des zu entfernenden Gewebes zu minimieren.

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