| 04:41 Uhr

Gartenmythen erklärt
Welche Blütenfarbe hat der Weihnachtsstern?

Nicht das Rot, sondern die gelben, vergleichsweise unscheinbaren Tupfen in der Mitte sind die Blüten des Weihnachtssterns. Bei den roten Blättern handelt es sich lediglich um eingefärbtes Laub. Foto: Caroline Seidel/dpa-tmn
Nicht das Rot, sondern die gelben, vergleichsweise unscheinbaren Tupfen in der Mitte sind die Blüten des Weihnachtssterns. Bei den roten Blättern handelt es sich lediglich um eingefärbtes Laub. Foto: Caroline Seidel/dpa-tmn FOTO: Caroline Seidel
Bonn. Es gibt rote Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) ebenso wie weiße, beige, apricot- und rosafarbene Exemplare. Und doch: Weihnachtssterne blühen nicht rot, nicht weiß, nicht rosa, sondern immer nur gelb. dpa

Bei den auffälligen farbigen Pflanzenteilen handelt es sich nur um eingefärbte Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sind winzig und liegen inmitten der Blätter, erläutert die Pflanzeninitiative Stars for Europe in Bonn.

An den Blüten lässt sich beim Einkauf beurteilen, wie lange die Pflanze noch ihre Farbe tragen wird: Am besten trägt sie noch Knospen, die gelb-grün sind. Sind die Staubblätter hingegen deutlich sichtbar, sind die nur wenige Millimeter großen Blüten bereits voll geöffnet - ein Zeichen, dass die Pflanze bald ihre prachtvollen farbigen Hochblätter verlieren wird.

Auch wenn der Weihnachtsstern in Deutschland als eine typische Winterpflanze gilt, mit der mitteleuropäischen Witterung in dieser Zeit kommt er alles andere als gut klar. Die Tropenpflanze aus Mexiko bevorzugt warme Temperaturen.

Hobbygärtner sollten die Pflanze also auf keinen Fall ins Freie oder in einen zugigen Innenbereich stellen, rät die Initiative. Unter 15 Grad sollte die Umgebungstemperatur nicht fallen. Für den Transport vom Handel nach Hause muss man den Weihnachtsstern also gut einpacken.

Auch wenn der Weihnachtsstern scheinbar nicht sofort unter der Kälte leidet: Ein paar Tage später kann er plötzlich seine Blätter abwerfen.