Die wichtigste Frage in der Vorweihnachtszeit ist jedoch für viele: Wo besorgen wir den Weihnachtsbaum? Die Tradition, einen schön geschmückten Nadelbaum im Haus zu haben, erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Dabei gibt es mittlerweile nicht nur elegante, sondern auch faire Lösungen für ein weihnachtliches Zuhause.

Etwa 30 Millionen Christbäume werden in Deutschland jährlich aufgestellt. Sie sind prachtvoll geschmückt mit Kugeln und Lichtern, versprühen harmonischen Glanz und eine ganz besondere Stimmung. Die Dekoration des Weihnachtsbaums erhält oft viel mehr Aufmerksamkeit als die Frage, woher der Baum eigentlich stammt.

Einfach in den nächstgelegenen Wald zu gehen und sich dort ein schönes Tännchen zu besorgen, ist nicht nur viel Arbeit, sondern obendrein verboten. Die meisten Menschen greifen beim Kauf von Weihnachtsbäumen auf regionale Händler oder Baumschulen zurück. Auch Baumärkte haben Weihnachtsbäume und entsprechendes Zubehör im Angebot. Und in diesen Bäumen steckt mitunter viel Potenzial.

Statt im Wald wild Bäume zu schlagen, verlassen sich Verbraucher in der Vorweihnachtszeit besser auf engagierte Anbieter wie toom. Der Baufachmarkt geht in verschiedenen Bereichen regelmäßig als Testsieger hervor, unter anderem 2018 in puncto Nachhaltigkeit. In der Weihnachtszeit zeigt toom besonderes Engagement: Hier erhalten Kunden fair gehandelte Weihnachtsbäume mit entsprechender Kennzeichnung der Stiftung Fair Trees. Es handelt sich dabei um Nordmanntannen, die eine interessante Geschichte haben.

Faire Arbeitsbedingungen bei der Zapfenernte

Die Nordmanntanne ist in Deutschland der beliebteste Weihnachtsbaum. In drei Vierteln der Haushalte wird am Heiligen Abend unter diesem immergrünen Gewächs mit den herrlich weichen, nicht stechenden Nadeln gesungen. Auch wenn der Baum aus regionalem Anbau stammt: Die Samen haben eine weite Reise hinter sich. Geerntet werden sie überwiegend in Ratscha, einer wirtschaftliche schwachen Region in Georgien. Seit 2007 sorgt die Fair Trees Foundation dafür, dass diese nicht ungefährliche Ernte unter fairen Bedingungen geschieht.

Von der World Fair Trade Organization (WFTO) anerkannt, steht die dänische Stiftung für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung der Zapfenpflücker. Die Bäume aus dem Fair Trees-Projekt sind durch das entsprechende Logo gekennzeichnet. Verbraucher erhalten so die Sicherheit, dass bei der Ernte der Samen größtmögliche Rücksicht auf Umwelt und Menschen genommen wird. Die georgischen Arbeiter halten bei der Zapfenernte deutsche Sicherheitsstandards ein und sind mit geeignetem Equipment ausgerüstet. Doch das ist nur ein Aspekt des Projekts. Fair Trees unterstützt mit einem Teil der Erlöse auch soziale Projekte in Georgien. So verbessert der Kauf eines Fair Trees Baumes die Lebenssituation der Zapfenpflücker und ihrer Familien.

Auf dem Weg zu nachhaltigen Weihnachtsbäumen

Der faire Handel mit Weihnachtsbaum-Samen aus Rumänien ist ein erster wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Denn der natürliche Weihnachtsbaum ist durchaus ein strittiges Objekt. Bäume wie die Nordmanntanne müssen bis zu zwölf Jahre wachsen, um dann für vier kurze Wochen kugelbehangen in einem Wohnzimmer stehen zu können. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit stellen sich viele Verbraucher schon seit langem selbst.

Die Stiftung Fair Trees fördert Nachhaltigkeit durch entsprechende Verträge mit Betrieben in Deutschland. Bei der Aufzucht der Tannen ist die Einhaltung von ökologischen Standards Pflicht, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Der Verzicht auf Pestizide spielt hier eine große Rolle. Und für jeden verkauften Baum wird eine Nordmanntanne aus fairen Samen nachgepflanzt. Somit ist langfristig gesehen der Weihnachtsbaum nicht nur ein faires Vergnügen, sondern auch ein rein biologisches.

Das Thema Nachhaltigkeit genießt bei Verbrauchern einen immer höheren Stellenwert. Je mehr Käufer über ein Thema wissen, desto bewusster werden sie sich ihrer Verantwortung — auch in Bezug auf ein banales Thema wie Weihnachtsbäume. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bietet hier im Sinne der Natur eine Fülle an Informationen. Und Verbraucher können einen weiteren Teil zur Nachhaltigkeit beitragen, indem sie ihren fair gehandelten Weihnachtsbaum nach dem Fest selbst als Energieträger verwerten oder fachgerecht entsorgen lassen. Dann gelingt guten Gewissens der Start ins neue Jahr.