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| 11:26 Uhr

So kommt der Herbstgarten ins Haus
Schätze fürs Zuhause

So kommt der Herbstgarten ins Haus FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Guben . Herbstzeit ist Dekozeit. Steffi Wellkisch betreibt einen Blumenladen in Guben und hat viele Tipps. Von Daniel Schauff

Im Frühling blüht’s, im Herbst, da welkt’s? Mitnichten. Ein Besuch in Steffi Wellkischs Blumenladen im Gubener Ortsteil Groß Breesen bringt eine Erkenntnis: Der Herbstgarten birgt viele Schätze, die sich auch innerhalb der heimischen vier Wände richtig gut machen.

Die Hortensie ist schon im Garten eine Pracht. Ist sie gut abgehärtet, schafft sie es auch, die Wohnung aufzuhübschen. Bis in den September hinein blüht die Hortensie, nutzt man sie in einem Herbstgesteck, trocknet sie ganz von allein, sagt Steffi Wellkisch. Ihren Laden auf der Groß Breesener Straße schmückt eine getrocknete Hortensie und beweist: Ja, hässlich ist anders.

Der Sonnenhut blüht im Garten farbenfroh. Verliert er seine Blätter, kann er immer noch begeistern – als Deko im Gesteck für den Wohnzimmertisch. Die Blütenköpfe, nach der Blühzeit der Heilpflanze noch ein beliebtes Bienen-Ausflugsziel, lassen sich ebenfalls prima trocknen, sagt Steffi Wellkisch.

 Steffi Wellkisch setzt auf Farben und Herbstblumen für die Deko zu Hause.
Steffi Wellkisch setzt auf Farben und Herbstblumen für die Deko zu Hause. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau

Die Heide macht sich prima als Kranz, wissen die Mitarbeiter im Blumenladen im Norden von Guben. Die Blüten werden zur Herbstzeit geschnitten und versetzt mit Blumendraht auf einen Kranzrohling gebunden. Was bei Profis in Nullkommanix passiert ist, dauert beim Laien dann doch etwas länger. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen – und hält die gesamte Herbstzeit durch, sofern man nicht vergisst, hin und wieder die Sprühflasche anzusetzen.

 Klassiker Hortensie – sie trocknet zu Hause von ganz allein und sieht nicht nur frisch im Gesteck richtig gut aus.
Klassiker Hortensie – sie trocknet zu Hause von ganz allein und sieht nicht nur frisch im Gesteck richtig gut aus. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau

Herbstliche Gestecke entstehen bei Steffi Wellkisch innerhalb weniger Minuten. Das zeigt einerseits: Da ist ein echter Profi am Werk, Das zeigt aber auch: Ganz so aufwendig kann’s auch mit den eigenen zwei Händen nicht sein. Echinacea, Zinnien, Alium, Kamille, Fette Henne, Strandflieder, Hortensien, Gräser und Heuchera nutzt die Dekoexpertin für ihre Schmuckstücke. Gesteckt wird in alles, was an den Herbst erinnert: Blumentöpfe in Kürbisform, Igel-förmige Behälter aus Zweigen, einfache Schalen und Töpfe.  Wenn der Blumensteckschaum ordentlich feucht ist, halten die Gestecke locker drei Tage lang bei voller Pracht, sagt Steffi Wellkisch. Ihr Tipp: Mit Haarspray lassen sich Blumen versiegeln und abhärten.

Von Tannenzapfen als Dekoelemente rät Steffi Wellkisch im Herbst übrigens noch ab. Das sei eher zur Winterzeit rund um Weihnachten angebracht. Lieber, sagt sie, nutze sie Hagebuttenblüten. Die stünden vielerorts am Wegesrand. „Nur aus dem Stadtpark sollte man sie nicht nehmen“, sagt sie. Da hat sich schließlich jemand Mühe und Kosten gemacht, um den Spaziergängern im Herbst eine Freude für die Augen zu bereiten.

So kommt der Herbstgarten ins Haus FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau