Von Rita Seyfert

Ein schöner Herbststrauß sorgt in den heimischen vier Wänden für gute Laune. Die Hoyerswerdaer Floristin Susann Pasora (44) erklärt, welche Blumen zum goldenen Herbst passen und wie der Strauß gepflegt wird.

Die richtigen Herbstblumen: „Sonnenblumen sind im Herbst die Hauptblüten der Wahl“, sagt Susann Pasora. Die schönen, gelb leuchtenden Blütenblätter, aber auch die Größe des Korbblütlers machen was her. Mindestens zwei, im Halbschatten sogar drei Wochen sind Sonnenblumen haltbar.

Mit ihren vielen kleinen gelben Blüten lassen sich die ebenfalls lang haltbaren Santini-Chrysanthemen dazu perfekt kombinieren. Auch Astern in Weiß, Rosa, Lila und Apricot passen perfekt in jeden Herbststrauß. Ein Hingucker mit seinen roten Fruchtständen ist Johanniskraut. Ebenfalls beliebt sind Schneeball oder Goldrute.

„Alle diese Blumen sind miteinander kombinierbar und lange haltbar“, sagt Floristin Susann Pasora. Neben diesen typischen Herbstblumen verwendet sie auch gern die ganzjährige Blüte der Gerbera. „Ob Weiß, Rosa, Pink, Lachs, Orange oder Gelb, die gibt es in allen Farben“, zählt sie auf. Dahlien sind zwar eher Sommerblumen, blühen aber bis in den Spätherbst und setzen dank ihres Farbspiels ebenfalls lebendige Akzente. Nachteil, sie blühen nur eine Woche.

Getreide ist typisch als Beiwerk. Wenn Gerste, Roggen, Weizen und Hafer bereits getrocknet sind, müssen sie nicht im Wasser stehen. Mit einem Draht gebündelt, lässt es sich dekorativ in den Strauß stecken. Für die grüne Blattmanschette eignen sich Lederfarn und Salal. Auch Mispel, ein roter Laubzweig, verleiht dem Strauß einen schönen Abschluss.

Der Anschnitt: „Am besten schräg und mit einem glatten Messer“, erklärt Expertin Susann Pasora. Tabu ist der Anschnitt mit der Schere. Dabei werden die Kapillaren, also Leitungsbahnen, zerquetscht. Dadurch werden die Blumen nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt.

Der Transport: Wenn ein Strauß mindestens zehn Minuten unterwegs ist, sollten die Stiele vorher angeschnitten werden. Alternativ lassen sich die Stengel auch mit Fresh­bags, also speziellen Tüchern, feucht halten.

Der Standort: „Wie ihr Name schon andeutet, drehen Sonnenblumen ihre Blüten immer zum Licht“, sagt die Floristin Pasora. Das heißt aber nicht, dass man sie deswegen immer in die pralle Sonne stellen sollte. Ganz im Gegenteil: „Optimal ist ein Platz im Halbschatten“, sagt Floristin Pasora. „Je schattiger und kühler die Blumen stehen, umso länger halten sie sich.“ Auch Zugluft sollte eher vermieden werden.

Ein Dekotipp: In einem urigen Tonkrug kommt ein üppiger Herbststrauß am besten zur Geltung.

Bildergalerie Sonnenblumen künden vom Herbst schlechthin.