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| 14:50 Uhr

Kreditkarten
Wie sinnvoll sind Prepaid-Kreditkarten?

FOTO: Pixabay / ESHOOTScom
Kreditkarten machen das bargeldlose Bezahlen noch einfacher. Mittlerweile lassen sie sich in nahezu jedem Geschäft einsetzen, sowohl im Netz als auch im Handel.

Für den Verbraucher hat diese Bezahlmethode viele Vorteile, denn er kann abhängig von seinem Limit mehr Geld ausgeben als ihm auf seinem Girokonto zur Verfügung steht. Dieser Vorteil bringt allerdings auch ein hohes Risiko mit sich, denn immer häufiger geraten Verbraucher bei einem zu hohen Kreditrahmen in die Schuldenfalle. Abhilfe schaffen Prepaid-Kreditkarten, mit denen sich eine Überschuldung komplett vermeiden lässt. Wie diese funktioniert und für wen sie wirklich sinnvoll, zeigt dieser Artikel.

Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?

Klassische Kreditkarten haben einen festen Kreditrahmen, innerhalb dem Verbraucher Geld ausgeben kann. Dieses Limit ist in der Regel vom Einkommen abhängig, kann dieses allerdings auch übersteigen. Diese Tatsache und auch die Option, mehr Geld ausgeben zu können, als auf dem Konto vorhanden ist, führt nicht selten zu einer Überschuldung.

Prepaid-Kreditkarten hingegen müssen mit einem Guthaben aufgeladen werden. Der Verbraucher kann daher nur so viel Geld ausgeben, wie auf die Kreditkarte vorhanden ist. Es sind also keine Zahlungen möglich, für die er eigentlich kein Geld zur Verfügung hat. So behält der Benutzer die volle Kontrolle über seine Kosten und kann trotzdem von den Vorteilen des Bezahlungsmittels profitieren. Das ZKA Finanzportal hat Prepaid Kreditkarten getestet und einen Vergleich mit klassischen Kreditkarten hergestellt. Dabei zeigte sich, dass die Prepaid-Variante aufgrund der Jahresgebühr meist etwas teurer ist und weniger Bonusprogramme zur Verfügung stehen. Oftmals ist auch die bei vielen klassischen Karten inbegriffene Reiserücktrittsversicherung nicht vorhanden. Allerdings eignet sich auch die aufladbare Version für den weltweiten Einsatz.

Eine Kreditkarte ohne SCHUFA?

FOTO: Pixabay / TheDigitalWay

Der wohl größte Vorteil der aufladbaren Kreditkarte liegt darin, dass der Herausgeber keine SCHUFA-Abfrage stellt. In der Regel erhalten eine klassische Kreditkarte nur Verbraucher, die keinen negativen Eintrag vorzuweisen haben. Da es sich bei der Prepaid-Variante nicht um einen Kredit im eigentlichen Sinne handelt, muss auch die Bonität des Antragstellers nicht geprüft werden. Denn wenn dieser kein Einkommen hat, kann er auch seine Karte nicht aufladen. Er stellt damit für das Bankinstitut kein hohes Risiko dar.

Allerdings wird, abhängig vom Unternehmen, das Kreditbüro über die Ausstellung der Karte informiert. Da diese jedoch keinen Einfluss auf die Bonität hat, bleibt das Scoring von der Prepaid-Kreditkarte unberührt. Bei regulären Krediten wird in der Regel bereits die Anfrage für ein Darlehen gewertet.

Für wen eignet sich die Prepaid-Kreditkarte?

FOTO: Pixabay / flyerwerk

Aufgrund des Verzichts auf eine SCHUFA-Abfrage kommt die Prepaid-Variante für Personen infrage, die keine klassische Karte erhalten. In erster Linie eignet sie sich jedoch für jeden, der bewusst mit seinem Geld umgehen möchte.

Ein weiterer Aspekt für die aufladbare Kreditkarte ist die Tatsache, dass kein hohes Einkommen vorhanden sein muss. Nicht selten lehnen Banken Kreditanträge ab, weil der Antragsteller zu niedrige Einnahmen hat. Aus diesem Grund profitieren auch Arbeitslose, Minijobber und Studenten von dieser Option. Außerdem ist unter Umständen ein höheres Budget nötig, als der Kreditrahmen in Bezug auf das Einkommen zulässt. Beispielsweise bei einem längeren Auslandsaufenthalt.

Auch beantragen Eltern häufig eine Kreditkarte für ihre Kinder. Prepaid-Karten dürfen auch von Jugendlichen genutzt werden und ermöglichen so nicht nur einen sicheren, sondern auch einen bewussten Umgang mit Geld. Sinn macht dies vor allem dann, wenn es sich um allein reisende Kinder handelt. So muss der Nachwuchs nicht die Reisekasse in bar mit sich führen, was ein deutlich niedrigeres Risiko darstellt. Sollten die Kinder nicht mit dem Guthaben auskommen oder gibt es Schwierigkeiten im Ausland, können Eltern einfach Geld auf die Karte einzahlen.

Wofür eignet sich eine aufladbare Kreditkarte nicht?

Grundsätzlich lässt sich die Prepaid-Karte ähnlich wie ein Girokonto verwenden. Allerdings sollten Verbraucher davon absehen, regelmäßig wiederkehrende Zahlungen von der Karte abbuchen zu lassen. Beispielsweise Abonnements oder Nebenkosten. Auch ist das Abheben von Bargeld mit Zusatzkosten verbunden, weshalb sich die Karte in der Regel nur für Zahlungen von Einkäufen eignet. Gerade beim Einsatz im Urlaub ist Vorsicht geboten, denn nicht selten verlangen die Anbieter, wie auch bei einer klassischen Kreditkarte, zusätzliche Gebühren beim Auslandseinsatz.