ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:11 Uhr

Prepaid-Tarife auf der Überholspur!?
Viel unterscheidet die Smartphone- und die Kreditkartenwelt

FOTO: pixabay.com / Pexels
Wer beim Namen Prepaid bereits die Nase rümpft und abwinkt, der kennt Prepaid noch im alten Gewand. Prepaid-Tarife waren lange Zeit die ungeliebten, unbequemen Tarife in der Rubrik der Handytarife.

Die Folge: Der Nerv-Faktor des Prepaid-Tarifs war extrem groß. Heute hat sich der Prepaid-Tarif in ein anderes Kleid gepackt und wird damit durchaus gesellschaftsfähig. Wie schick und praktisch Prepaid - zumindest für das Smartphone - heute sein kann, verrät dieser Beitrag.

Prepaid-Tarife für Smartphones: Ordern. Aktivieren. Nutzen.

Der Weg zum Prepaid-Handytarif ist heute wahrlich schnell beschritten. Geordert wird online, aktiviert auch. Anschließend kann telefoniert und gesurft werden, was der ausgewählte Prepaid-Tarif hergibt. Und diese sind durchaus vielseitig geworden, wie der Anbieter Lebara zeigt:

Die sogenannten World-Tarife umfassen Telefonleistungen national und international. Je nach World-Paket gibt es von 1,5 GB High-Speed-Internet bis zu 10 GB High-Speed-Internet zu 100, 200, 300 Minuten oder einer unbegrenzten Telefonie on top.

- Die meisten Komplettpakete haben gar keine Begrenzung mehr, was die nationale Telefonie innerhalb Deutschlands angeht. Nur ein Vertrag ist gedrosselt auf 200 Minuten innerhalb Deutschlands. Unterschieden wird in das Minutenkontingent ins Ausland sowie in die GB für High-Speed-Internet.

- Die internationalen Pakete des Anbieters fokussieren sich auf Freiminuten ins Ausland, die es ebenso in verschiedenen Kontingenten gibt wie das High-Speed-Internet. Eine Übersicht speziell über die Möglichkeiten mit dem Anbieter ins Ausland telefonieren zu können, sind ebenfalls online gelistet.

- Für alle jene, die ausschließlich online kommunizieren und daher kein Telefonkontingent benötigen, sondern lediglich einen Internet-Tarif gibt es diese Tarifoptionen ebenfalls - und zwar mit 1 GB, 3 GB, 5 GB und 10 GB High-Speed Internet.

Neu im Angebot hat der Anbieter ein weiteres Modell, das ebenso Schule machen könnte wie das Prepaid-Modell. Die Rede ist vom Abonnement, das aktuell nur online buchbar ist. Es ist online buchbar und verlängert sich automatisch um 30 Tage - das ist mitunter auch der größte Unterschied zum Prepaid-Modell. Komfortabler in der Nutzung wurde das Prepaid-Modell vor allem auch durch die Smartphone-Generation und die Applikation, die einmal heruntergeladen, die Möglichkeit offeriert, alle Vertragsdetails schnell und übersichtlich zur Hand zu haben.

FOTO: pixabay.com / JESHOOTScom

Prepaid-Tarife für die Kreditkarte: Wie verträgt sich das Kreditkarten- und das Prepaid-Modell?

Die Idee, eine Kreditkarte anzubieten, die dem Prepaid-Modell folgt (die also zunächst mit Guthaben aufgeladen werden muss, bevor sie verwendet werden kann), wirkt auf den ersten Blick etwas suspekt. Aus der Sicht vieler Anbieter, die eine Kreditkarte benötigen, um beispielsweise online shoppen zu können, die aber keine reguläre Kreditkarte beantragen können, weil sie die Grundvoraussetzungen nicht erfüllen, ist die Prepaid-Kreditkarte eine wahrlich geniale Erfindung. Finanztip verrät die Möglichkeiten und Grenzen von Prepaid-Kreditkarten:

Nutzer: Die Gruppe der Nutzer ist keineswegs homogen. Jeder, der eine Kreditkarte möchte und an den Grundvoraussetzungen (ein festes Einkommen, ein Plus auf dem Konto) scheitert, kann zum Nutzer einer Prepaid-Kreditkarte werden. So fallen sowohl Selbstständige mit mangelnden Sicherheiten als auch Studenten mit mangelndem, regelmäßigen Einkommen, in die Gruppe der Prepaid-Kreditkarten-Nutzer.

Nutzung: Für die Nutzergruppen, die keine Chance auf eine reguläre Kreditkarte haben, ist es der einzige Weg zu einer Kreditkarte. Voller Vorteile ist das Modell dennoch nicht, denn häufig sind die Kostenstrukturen kompliziert und die Gebühren hoch. Auch mit Einschränkungen im Zahlungsverhalten müssen die Nutzer rechnen. Das bedeutet: Bevor Nutzer sich auf die Prepaid-Kreditkarte verlassen können, müssen sie die Ausnahmen prüfen. Bei der Buchung von Hotels oder Mietwägen kann es beispielsweise zu Problemen kommen. Auch kann die Kreditkarte mit einem Limit belegt sein, dass bei wenigen hundert Euro am Tag liegt.

Kosten: Eine Prepaid-Kreditkarte kann mitunter recht teuer werden, denn: Gebühren werden an vielen Stellen erhoben. Üblich ist eine Bargeldgebühr für Geldabhebungen, eine Fremdwährungsgebühr, die anfällt, wenn in ausländischer Währung bezahlt wird, eine Bezahlgebühr, die immer anfällt, eine Aufladegebühr, die für das Einzahlen auf das Prepaid-Konto anfällt und sogar eine Inaktivitätsgebühr, wenn die Karte zu selten genutzt wird.

Fazit: Zwischen Prepaid und Prepaid liegen Welten

Vergleicht man diese zwei Prepaid-Ansätze, so zeigt sich: Zwischen Prepaid-Smartphone-Tarifen und der Prepaid-Kreditkarte liegen wahrlich Welten. Im Direktvergleich bekommt der Smartphone-Prepaid-Tarif wahre Bestnoten - vor allem was die Transparenz und Kalkulierbarkeit des Preises, die einfache Nutzung und die Nutzungsmöglichkeiten angeht.

Die Prepaid-Kreditkarte ist hingegen gezeichnet von hohen Gebühren und Einschränkungen an allen Ecken und Enden. So kann das Fazit nur lauten: In punkto Handy-Tarifen ist das Prepaid-Modell durchaus gesellschaftsfähig geworden. In punkto Kreditkarte stellt die Prepaid-Variante lediglich eine Notlösung dar.