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| 16:50 Uhr

Verträge richtig kündigen – so einfach und doch so schwer

Wer einen unliebsamen Vertrag hat – entweder ein Zeitungsabo, das man nicht mehr braucht oder der alte Handyvertrag, der zu teuer geworden ist – steht gezwungenermaßen vor dem Problem der Kündigung. In der Theorie ist so eine Kündigung recht einfach: Schreiben aufsetzen und an das entsprechende Unternehmen schicken. In der Praxis stellt sich eine solche Kündigung aber oftmals aber schwieriger dar, als zunächst gedacht.

Fristen, Adressen, AGBs
Zum einen gibt es von Vertrag zu Vertrag unterschiedliche Fristen zu beachten - manche Unternehmen erlauben die Kündigung bis 14 Tage vor Ablauf des Vertrages, andere wiederum möchten die Kündigung bereits bis zu acht Wochen vorher haben. Das ist besonders bitter, wenn sich der Vertrag anschließend um einen langen Zeitraum verlängert. Handyverträge laufen in der Regel ein ganzes Jahr lang weiter, wenn man nicht rechtzeitig kündigt.
Außerdem muss die Kündigung an die richtige Adresse gerichtet werden - zwar reicht rein rechtlich ein Schreiben an den Hauptsitz des Unternehmens aus, oftmals haben Unternehmen aber auch spezielle Adressen für die Kündigung, um eine schnellere Abarbeitung zu gewährleisten.
Wer auf Nummer sicher gehen will, schaut sowohl für die Fristen als auch die richtige Adresse in die AGBs seines Vertrages.

Verträge auch online kündbar
Das Problem mit den AGBs: Zum einen hat man diese oftmals nicht zur Hand - speziell wenn man den Vertrag schon vor längerer Zeit geschlossen hat. Zum anderen sind die AGBs bei vielen Unternehmen mittlerweile dermaßen umfangreich, dass man eine gewisse Zeit braucht, um die richtigen Informationen zu finden. Auch die Internetseite des betreffenden Unternehmens hilft oft nicht weiter, Adressen und Fristen sind hier - wenn überhaupt vorhanden - in der Regel gut versteckt.
Dieses Problem machen sich aber mittlerweile einige Firmen zu Nutze: Onlineplattformen wie sepastop.eu bieten Ihren Kunden die Möglichkeit, Verträge einfach online zu kündigen. Sepastop beschäftigt dazu mittlerweile sechs Mitarbeiter, die nach eigenen Angaben bereits über 100.000 Kündigungen für Ihre Kunden geschrieben haben.
Das Prinzip ist einfach: Der Kunde trägt seine Vertragsdaten ein, sepastop druckt für Ihn das Schreiben und versendet es per Einschreiben. Der Kunde erhält eine Quittung über den Vorgang, die auch vor Gericht bestand hat.
Geschäftsführer Nathan De Hert sagt über sein Geschäftsmodel: "Viele Unternehmen machen es ihren Kunden oft unnötig schwer, Verträge zu kündigen. Indem wir unser Wissen zur Verfügung stellen, helfen wir Konsumenten dabei, ihr gutes Recht durchzusetzen. Inzwischen haben wir sechs Mitarbeiter und bearbeiten Hunderte Kündigungen pro Tag."

Dass der Bedarf an einer solchen Dienstleistung groß ist, zeigt sich auch am schnellen Wachstum von sepastop. 2015 zunächst in Belgien gegründet, konnte das Unternehmen aufgrund der großen Nachfrage schnell expandieren und ist mittlerweile in vier Ländern verfügbar. De Hert berichtet außerdem davon, dass das Unternehmen weiter auf Expansionskurs ist und eine Einführung für weitere Länder geplant ist. Das Geschäftsmodel "mündiger Verbraucher" scheint also Zukunft zu haben.