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| 11:06 Uhr

Versicherung
Versicherungsschutz für Berufsanfänger: Welche Policen lohnen sich für junge Menschen?

FOTO: Flickr Euro Kārlis Dambrāns CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Wer gerade 25 Jahre alt geworden oder mit dem Studium oder der Ausbildung fertig ist, fällt in der Regel aus der Familienversicherung der Eltern heraus und muss sich selbst um seinen Versicherungsschutz kümmern.

Welche Policen lohnen sich in dieser Lebenssituation wirklich? Und was gibt es bei der Altersvorsorge zu beachten? Unser Ratgeber gibt Antworten und stellt weiterführende Informationsquellen im Netz vor.

Haftpflichtversicherung: Unerlässlich in jeder Lebenslage

Eine Versicherung wird fast ausnahmslos von allen Experten empfohlen: die private Haftpflichtversicherung. Ein ausführlicher Ratgeber der Nassauischen Sparkasse erklärt die Haftpflichtversicherung sogar zur wichtigsten privaten Versicherung überhaupt. Der Grund: Während andere elementare Versicherungen, die die Existenz absichern, gesetzlich vorgeschrieben sind - so etwa die Rentenversicherung oder die Krankenversicherung - muss man unbeabsichtigte Schäden, die man anderen Personen oder deren Gegenständen zufügt, selbst versichern. Hier kommt die private Haftpflichtversicherung ins Spiel: Sie greift beispielsweise bei Schadenersatzforderungen, die für unversicherte Personen schnell den finanziellen Ruin bedeuten könnten. Auch Detlef Lülsdorf, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Versicherungsberater, rät in einem Artikel auf bento.de ausdrücklich zu einer solchen Police: "Zu einer Haftpflichtversicherung würde ich eindeutig raten. Sie ist nicht besonders teuer, kostet meistens 40 bis 50 Euro im Jahr - und dafür werden Schäden abgedeckt, die über mehr als zehn Millionen Euro gehen".

Berufsunfähigkeitsversicherung: Ist sie wirklich für jeden sinnvoll?

Eine Versicherung, die manche als sinnvoll, andere als unnötig erachten, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit einer entsprechenden Police sichert man sich gegen Verdienstausfall durch langandauernde Krankheit oder irreversible gesundheitliche Schäden ab. Je höher der Anteil, den man von seinem monatlichen Netto-Einkommen versichern möchte, desto höher auch die Beiträge. Weitere Faktoren, die die Versicherung verteuern können, sind beispielsweise Vorerkrankungen oder ein risikoreicher Beruf. Kurz gesagt: Die Versicherung ist mitunter alles andere als günstig - aber trotzdem in vielen Fällen sehr wichtig. Ob man sie für sich als sinnvoll erachtet, hängt von der individuellen Lebenssituation und den Ansprüchen an den Lebensstandard ab. Wer sich bereits sicher ist, dass er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte dies so früh und so gesund wie möglich tun - denn dann erhält man sie erheblich günstiger als in späteren Jahren, wenn möglicherweise bereits Erkrankungen vorliegen. Detaillierte Informationen zu dieser Versicherung hat finanzen.de zusammengestellt.

Hausrat als junger Mensch versichern: Wie sinnvoll ist das?

Viele Versicherungsunternehmen bieten die Haftpflichtversicherung auch im Paket mit einer Hausratversicherung an. Letztere versichert das eigene Hab und Gut - zum Beispiel gegen Diebstahl. Richtig sinnvoll ist das nur, wenn der Besitz einiges an Wert hat. Wer beispielsweise in einem kleinen WG-Zimmer mit wenigen, günstig gekauften Möbelstücken wie Bett, Schreibtisch und Kleiderschrank unterkommt, hat nicht viel zu versichern. Anders, wer bereits einen ganzen Haushalt besitzt und schon komplett eingerichtet ist. Auch bei dieser Versicherungsform gilt es demnach, die individuelle Lebenssituation zu betrachten. Gerade für Sammler teurer Gegenstände oder Besitzer kostspieliger Technik, Uhren oder Schmuck lohnt sich die Hausratversicherung auch schon in jungen Jahren.

Private Rentenversicherung: Was gibt es zu beachten?

Laut Finanztip waren private Rentenversicherungen lange Zeit ein Grundpfeiler der Altersvorsorge. Doch aufgrund der niedrigen Verzinsung versprechen derzeit lediglich die geförderten Riester- oder Rürup-Renten sowie eine betriebliche Altersvorsorge noch lohnende Renditen. Bei vielen anderen Produkten können zumindest derzeit kaum noch nennenswerte Beitragsrenditen garantiert werden - einige waren zuletzt sogar negativ. Daher sollte man sich vor Abschluss einer Rentenversicherung gut einlesen und die Produkte genau vergleichen. Als Alternative schlägt Finanztip Aktien-Indexfonds (ETFs) vor, die sehr flexibel sind. Mehr zu dem Thema gibt es in diesem Artikel. Eine Vorsorge in der ein oder anderen Form ist jedenfalls trotz der derzeit geringen Zinsen notwendig: Denn wer jetzt in den Beruf einsteigt, wird aller Voraussicht nach nur eine kleine gesetzliche Rente erhalten und somit auf die private Zusatzvorsorge angewiesen sein. Je früher man sich informiert und mit der Vorsorge beginnt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man auch im Alter einen hohen Lebensstandard halten kann.

Bildrechte: Flickr Euro Kārlis Dambrāns CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten