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| 14:00 Uhr

Finanzen
Vermögensanlage: Auf professionelle Beratung setzen

FOTO: Alterfalter - stock.adobe.com / Harald Richter
Ein landläufig verbreiteter Grundsatz lautet, dass Geld arbeiten müsse. Wer es zu einem ansehnlichen Vermögen gebracht hat, darf und soll sich demzufolge nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn man weiß ja nie, ob man durch gewisse Umstände am Ende nicht doch noch alles verliert. Durchaus ist hier etwas Wahres dran, allein fragt sich, wie man das Geld zum Arbeiten bringt, sodass es sich vermehrt.

Heutzutage existieren verschiedene und zum Teil sehr komplexe Möglichkeiten der Vermögensanalage. In den meisten Fällen - sprich dann, wenn man nicht gerade eigens ein Experte auf dem Gebiet ist - ist deshalb eine professionelle Vermögensberatung unumgänglich. Schließlich geht es für die meisten nicht nur um bloße Mehrung ihres Kapitals, sondern vor allem auch um finanzielle Absicherung fürs Alter und vielleicht auch darum, seinen Kindern und Enkelkindern einen kleinen Nachlass hinterlassen zu können. Gleichwohl ist zu bedenken, dass unabhängig davon, ob man beraten wird oder nicht, jede Vermögensanlage respektive -investition ein gewisses Maß an Risiko und Ungewissheit in sich birgt; die Qualität einer Vermögensberatung bestimmt sich insofern unter anderem vor allem daran, ob diese Tatsache offen angesprochen und wie mit dieser sodann umgegangen wird.

Möglichkeiten des Vermögensinvestments

Wir alle kennen die Börsennachrichten aus dem Fernsehen, die im Zusammenhang mit bedeutenden weltpolitischen Ereignissen tagtäglich die immer gleiche Frage stellen: "Wie reagieren die Börsen darauf?". Man weiß allerdings, dass der Aktienmarkt mitnichten nur aus Akteuren besteht, die bloß kurzfristigen Erträgen hinterherjagen und bei kleinsten Kursschwankungen bereits den Notstecker ziehen. Tatsächlich sind viele Akteure eben auch an langfristigen Investments interessiert; sie reagieren nicht einfach nur auf bestimmte Reize, sondern geben ihren Investitionsobjekten vor allem einen Vertrauensvorschuss, welchen aufzukündigen, durch einige provokante Schlagzeilen wohl kaum gelingen wird.

Gleichwohl muss man zugeben, dass das Aktiengeschäft wohl die volatilste Form des Vermögensinvestments ist. Die Kernoperation ist hier kaufen/verkaufen; langfristige Bindungen sind eher ungewöhnlich. Demgegenüber ist eine Vermögensanlage langfristig ausgelegt. Sie ist nicht in Wertpapieren verbrieft, sondern besteht in Anteilen an Unternehmen, Treuhandvermögen oder an Genussrechten und Namensschuldverschreibungen. Des Weiteren sind Vermögensanlagen im Gegensatz zu Wertpapieren nicht fungibel, das heißt sie lassen sich nicht auf einem Zweitmarkt handeln und auch nur schwerlich vor Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen. Profit wird hier im Kern durch Gewinnbeteiligungen seitens des Emittenten erzielt; nicht durch möglichst ausgeklügelte An- und Verkaufsstrategien. Dennoch: Eine langfristige Ausrichtung des Investments bedeutet freilich nicht, dass das Risiko damit ebenfalls möglichst klein ausfällt; im Gegenteil ist das Risiko bei Vermögensanlagen gerade aufgrund der langfristigen Bindung größer. Hier sollte also sorgfältig ausgewählt werden.

Risiken der Vermögensanlage

Wie schon erwähnt, ist jedes Investment prinzipiell risikobehaftet. Bei Vermögensanlagen ist dies umso mehr der Fall, da man von der Gewinnbeteiligung des jeweiligen Emittenten abhängig ist und beispielsweise im Falle einer negativen Entwicklung des Unternehmens, an dem man sich beteiligt hatte, entweder kaum oder keine Ausschüttung bekommt oder im »worst case« gar noch draufzahlen muss (etwa dann, wenn die Anlage kreditfinanziert war). Hinzu kommt noch, dass Emittenten von Vermögensanlagen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht kontrolliert werden; es gibt lediglich eine »Prospektpflicht«, wobei die Prospekte allerdings nicht inhaltlich, sondern nur formell geprüft werden. Im Endeffekt ist es für den Investment-Laien unausweichlich, bei der Vermögensanlage auf eine professionelle Beratung zu setzten, um eine auf wissenschaftlicher Analyse basierende, individuelle Anlagestrategie auszuarbeiten. Dabei bezieht sich die »Wissenschaftlichkeit« wohlgemerkt nur auf die Risikoanalyse und soll insofern auf keinen Fall fälschlicherweise als eine Art Erfolgsgarantie verstanden werden. Wer mit letzterer wirbt, macht sich per se verdächtig.