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Recht einfach
So prüfen Riester-Sparer die Höhe des Mindesteigenbeitrags

In den Genuss der maximalen Riester-Förderung kommt nur, wer den Mindesteigenbeitrag zahlt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild
In den Genuss der maximalen Riester-Förderung kommt nur, wer den Mindesteigenbeitrag zahlt. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild FOTO: Jens Büttner
Berlin. Riester-Sparer bekommen eine staatliche Förderung. Die Grundzulage beträgt für dieses Jahr 154 Euro. Ab 2018 erhöht sie sich auf 175 Euro, erklärt der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) in Berlin. dpa

Außerdem gibt es für jedes Kind, für das noch Kindergeldanspruch besteht, eine Kinderzulage. Deren Höhe hängt vom Alter des Kindes ab. Für Kinder, die nach dem 31.12.2007 geboren wurden, beträgt die Zulage 300 Euro. Für Kinder, die davor geboren wurden, sind es 185 Euro pro Jahr. Dieses Geld fließt allerdings nicht automatisch - es muss beantragt werden.

Wichtig dabei: „Die Zulage wird gekürzt, wenn der Mindesteigenbetrag vom Zulagenberechtigten nicht in voller Höhe geleistet wird“, erklärt BVL-Geschäftsführer Erich Nöll. Der Mindesteigenbetrag beträgt vier Prozent der sozialversicherungspflichtigen Einnahmen oder bestimmter steuerfreier Einkünfte des Vorjahres, mindestens aber 60 Euro pro Jahr. „Vor dem Jahreswechsel sollte unbedingt geprüft werden, ob der Mindesteigenbeitrag erbracht wurde, damit nicht ein Teil der Zulagen verschenkt wird“, rät Nöll.

Ein Beispiel: Eine Mutter von zwei vor 2008 geborenen Kindern bezog im Jahr 2016 einen sozialversicherungspflichtigen Bruttolohn in Höhe von 30 000 Euro. Vier Prozent davon müssen in den Vertrag eingezahlt werden, also 1200 Euro. Die Zulagen werden aber auf diesen Betrag angerechnet: 154 Euro Grund- und zweimal 185 Euro Kinderzulage, insgesamt also 524 Euro. Wird diese Summe nun von den 1200 Euro abgezogen, bleiben 676 Euro übrig, die die Sparerin in ihren Vertrag einzahlen muss. Andernfalls werden ihre Zulagen gekürzt.