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| 10:59 Uhr

Finanzen
So können Startups und mittelständischen Unternehmen Kosten sparen

Kreativität, Durchhaltevermögen und eine große Menge Herzblut - daran mangelt es sowohl Startups als auch mittelständischen Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Unternehmensziele in den meisten Fällen nicht.

Doch so stark der Unternehmensgeist ausgeprägt sein mag - was die Finanzen angeht, ist der Spielraum bei kleineren Firmen oft stark begrenzt. Eine Mitschuld daran tragen in vielen Fällen Unternehmensposten, die mehr Geld verschlingen als nötig. Wir zeigen, wo die größten Kostenfallen lauern und wie junge sowie kleinere Unternehmen diese umgehen.

Keine Angst vor Outsourcing

Dinge, die einem persönlich am Herzen liegen, an Dritte abgeben - das macht vermutlich niemand gerne. Gerade Gründer oder mittelständische Geschäftsführer, die häufig alle Fäden in der Hand halten, tuen sich mit dieser Entscheidung oft schwer. Dabei kann man gerade mittels Outsourcing unnötige Kosten sparen. Ein Paradebeispiel: Der Steuerberater. Die Inanspruchnahme seiner Dienste spart Unternehmern bei der Buchhaltung Zeit und Geld. Schließlich muss er nicht festangestellt werden und sieht mit Blick auf die Finanzen, wo es bei der Steuererklärung möglicherweise noch ein paar Euros zu holen gibt. Doch nicht nur bei Finanzangelegenheiten, auch im Logistikbereich lohnt es sich, über Auslagerungsmöglichkeiten nachzudenken. Schließlich ist gerade Lagerfläche ein teures Gut. Eine lohnende Investition ist dagegen die Container-Miete sowie Lagerung bei einem spezialisierten Dienstleister. Eine sichere Option, um Mietkosten möglichst gering zu halten.

Neu ist nicht immer besser

Dieser Grundsatz trifft speziell auf die Inneneinrichtung zu. Gerade wer mit einem knappen Budget auskommen muss, sollte um Möbelhäuser aller Art am besten einen weiten Bogen machen. Hochwertige und guterhaltene Schreibtische, Bürostühle sowie Regale kann man nämlich guten Gewissens gebraucht kaufen. Flohmärkte, Lagerverkäufe oder Online-Plattformen sind wahre Fundgruben für Secondhand-Möbel, die so noch mal eine zweite Chance bekommen. Das schont nicht nur das eigene Portemonnaie, sondern zusätzlich die Umwelt. Selbstverständlich können sich Hobby-Handwerker mit Anleitungen aus dem Internet Büromöbel auch ganz einfach selber zimmern. Wenn dann noch die Kollegen mithelfen, macht Kostensparen gleich noch mehr Spaß.

Hardware leasen anstatt kaufen

Während es bei Möbeln also Sinn macht, den Rotstift anzusetzen, sollten Jung- und mittelständische Unternehmer bei der technischen Ausstattung keine Kompromisse machen. Drucker, Telefone sowie PCs, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen, ziehen gerne mal hohe Reparaturrechnungen nach sich. Doch gerade Startups spielt bei der technischen Ausstattung ein neuer Trend in die Hände: Hardware-Leasing. Mittlerweile gibt es einige spezialisierte Dienstleister, die Elektrogeräte gegen eine monatliche Gebühr zur Verfügung stellen. Das bringt neben der Kostenersparnis noch zwei weitere Vorteile mit sich:

1. Man kann die Geräte zunächst ausgiebig testen. Ist man völlig begeistert besteht zusätzlich eine Kaufoption.

2. Bei technischen Problemen ist der IT-Support in den meisten Fällen in der Leasinggebühr inbegriffen.

Gerade für Startups, die oft knapp bei Kasse sind, kann sich diese Form der Kosteneinsparung besonders auszahlen.

Auf Aushilfskräfte setzen

Sowohl für Jungunternehmer als auch für mittelständische Betriebe ist die Personalfrage ein leidiges Thema. Schließlich zählen Mitarbeitergehälter mit Blick auf die Bilanzen zu einem der größten Kostenverursachern. Wer dennoch auf neue Mitarbeiter angewiesen ist, gleichzeitig aber nicht das verfügbare Budget sprengen will, kann es mit studentischen Hilfskräften oder Minijobbern versuchen. Sie können im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zumindest kleinere Aufgabenbereiche selbstständig übernehmen, ohne, dass dadurch hohe Personalkosten anfallen. Noch auf der Suche nach motivierten Mitarbeitern? Dann lässt sich bei der Personalsuche ebenfalls Geld sparen. Die Veröffentlichung von Stellenanzeigen in den sozialen Netzwerken oder auf dem Jobportal der Bundesagentur für Arbeit ist weitestgehend kostenlos. Ansonsten kann es sich bei der Mitarbeiterbeschaffung lohnen, alternative Anlaufstellen zu kontaktieren.

Mietest du noch oder teilst du schon?

Strom, Wasser und Heizung - vor allem die Miete für Büroräume oder -gebäude lässt die monatlichen Firmenkosten schnell in die Höhe schießen. Dabei gibt es für Jungunternehmen ein paar einfache Tricks, mit denen man die Mietausgaben einigermaßen bremsen kann. Eine wichtige Frage lautet diesbezüglich: Muss es unbedingt das neue Szeneviertel sein oder reichen Räumlichkeiten am Stadtrand nicht aus? Schließlich richtet sich die Miete vor allen Dingen nach der Lage eines Objekts. Ist die Verkehrsanbindung gut, macht man in der Anfangsphase mit dezentral gelagerten Arbeitsräumen nichts verkehrt und hält dadurch gleichzeitig die laufenden Fixkosten flach. Zudem werden besonders bei Startups sogenannte "Co-Working Spaces" immer beliebter. Bedeutet: Mehrere Gründer teilen sich Büroflächen und damit gleichzeitig die dazugehörige Miete. Angenehmer Nebeneffekt: Man trifft auf viele Gleichgesinnte, wodurch sich in manchen Fällen sogar spannende Kooperationen entwickeln können.

Alternative Einsparmöglichkeiten als Wettbewerbsvorteil

Sowohl Startups als auch kleinere Unternehmen müssen bei bzw. nach dem Schritt in die Selbstständigkeit keine Angst vor hohen Betriebskosten haben. Was Posten wie Personal, Miete oder technische Ausstattung angeht, lohnt sich in vielen Fällen ein Blick über den Tellerrand - schließlich gibt es häufig eine kostensparende Alternative. Firmen und Jungunternehmen, die gerne etwas Neues ausprobieren und kreativ tätig sind, haben schon alleine dadurch einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.