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| 14:49 Uhr

Smartphone
Prepaid-Tarife bei Smartphones - besser als ihr Ruf

Ein guter Prepaid Tarif sollte verschiedene Bedingungen erfüllen.
Ein guter Prepaid Tarif sollte verschiedene Bedingungen erfüllen. FOTO: pixabay.com / PublicDomainPictures
In Zeiten, in denen normale Handyverträge als gängig und günstig gelten, wird den Prepaid-Tarifen oftmals skeptisch gegenübergestanden. In der Allgemeinheit gelten sie als teurer, unsicher und auch als umständlich.

Das entspricht aber nicht mehr der Tatsache. Sicherlich gibt es noch die alten Tarife, bei denen Nutzer das Guthabenkonto aufluden und leertelefonieren konnten, aber sonst nicht viel Auswahl hatten. Die modernen Prepaid-Tarife bieten Handybesitzern optimale Möglichkeiten und sind so fortschrittlich, dass sie auch in Verbindung mit einem Smartphone genutzt werden können. Für wen Prepaid-Tarife eine gute Idee sind und worauf Handybesitzer achten sollten, erklärt dieser Artikel.

Prepaid-Tarife - die Vor- und Nachteile

Es muss natürlich gesagt werden, dass Prepaid-Tarife nicht für jedermann geeignet sind. Wer allgemein viel telefoniert, surft und SMS versendet, der ist mit einem festen Handytarif besser beraten. Doch gibt es eine ganze Reihe an Vorteilen, die für andere Nutzertypen für einen Prepaid-Tarif sprechen. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Keine Grundgebühr - bei einem Prepaid-Tarif fällt keine Grundgebühr oder keine feste monatliche Tarifgebühr an. Wird das Smartphone den Monat über gar nicht genutzt, fallen auch keine Kosten an.
  • Keine Bindung - Prepaid-Tarife sind an keine Vertragslaufzeit gebunden. Der Nutzer entscheidet selbst, ob er sein Guthaben auflädt oder nicht.
  • Zusammenstellbar - mittlerweile lassen sich viele Prepaid-Angebote mittels Optionen auf die eigene Nutzung zurechtschneiden. Das Guthaben kann nun wahlweise in verschiedene Nutzungsbereiche unterteilt werden, oder aber, es wird für einen bestimmten Betrag eine Option gebucht. Die Optionen laufen jeweils für einen festen Zeitraum und müssen verlängert werden. Eine Bindung besteht daher nicht.
  • Freiheit - Prepaid-Tarife gibt es von vielen Anbietern. Hier ist also schon eine Freiheit gegeben. Gleichfalls können Nutzer natürlich auch immer wieder andere Prepaid-Tarife nutzen, wenn sie ihnen praktischer oder günstiger vorkommen.

Ganz ohne Nachteile kommen Prepaid-Angebote jedoch nicht aufs Smartphone:

  • Höhere Kosten - die Kosten für Telefonminuten oder SMS sind stets ein wenig höher. Allerdings ist es möglich, mit Optionen und Konfigurationen die Mehrkosten im Griff zu halten.
  • Aufpassen notwendig - Prepaid-Kunden müssen ihr Guthabenkonto im Blick behalten, um sicherzustellen, dass stets ausreichend Guthaben vorhanden ist. Mittlerweile bieten die Prepaid-Anbieter aber auch die Online-Einzahlung an. Es muss daher nicht mehr an der Tankstelle oder im Supermarkt eine Guthabenkarte gekauft werden. Es genügt auch, eine Sofortüberweisung oder Lastschrift zu tätigen.
  • Keine Kombiangebote - viele Handyverträge kommen zustande, weil Nutzer gerne ein neues Smartphone hätten. In Verbindung mit Prepaid-Tarifen ist das nur selten möglich. Wer ein neues Smartphone wünscht, muss dieses selbst unabhängig zum Tarif erwerben. Jedoch gibt es auch hier etliche Ratenangebote, sodass selbst die neuen Geräte erschwinglich werden.
FOTO: pixabay.com / relexahotels

Was macht einen guten Prepaid-Tarif aus?

Zuallererst sollte die SIM-Karte an sich nichts kosten. Die meisten Prepaid-Anbieter stellen die SIM-Karte kostenfrei zur Verfügung, sodass Kunden höchstens die Versandkosten tragen müssen. Wird schon Geld für die SIM-Karte verlangt, ohne dass eine besondere Leistung geboten wird, dann sollten Kunden einen anderen Anbieter prüfen. Zusätzlich gilt:

  • Anpassungsfähigkeit - der Vorteil von Prepaid-Tarifen ist, dass der Kunde wählen kann, welche Inhalte er benötigt. Und das sollte bei jedem Tarif gegeben sein. Kunden müssen entscheiden können, welchen Anteil ihres Guthabens sie für einzelne Bereiche nutzen.
  • Optionen - der Tarif sollte Optionen bieten. Das sind beispielsweise Internetpakete, bei denen für eine bestimmte Summe Internetvolumen gekauft wird. Die Summe wird vom Guthaben abgezogen. Hier ist es wichtig, dass verschiedene Optionen für jeden Bereich verfügbar sind. Das Internetvolumen kann beispielsweise in der Volumenhöhe, aber auch in der Laufzeit variieren. Gut sind Monatspakete.
  • Klarheit - schon vor dem Abschluss des Tarifs sollte vom Anbieter deutlich gemacht werden, wie die Verwaltung des Guthabens, der Abschluss von Optionen und deren Laufzeiten geregelt ist.
  • Bequemlichkeit - hier kommt es auf die Handhabung des Guthabens an. Wie kann dieses aufgeladen werden? Gibt es ein Online-Nutzerkonto, über welches die Abbuchung vom Bankkonto geregelt werden kann?

Ansonsten kommt es natürlich auch auf den jeweiligen Netzempfang des Anbieters an. Mit welchem Netz arbeitet dieser und wie ist die Qualität am Wohnort des Nutzers? Es hilft, die Mobilfunkanbieter auch in diesem Punkt miteinander zu vergleichen, denn auch der beste Prepaid-Tarif macht keinen Spaß, wenn Nutzer im eigenen Garten so gut wie keinen Empfang haben.

Was ist sonst noch zu beachten?

Kann nun jedem Nutzer zu einem Prepaid-Tarif geraten werden? Diese Frage kommt automatisch auf, doch lautet die Antwort: »Nein«. Vieltelefonierer und Handynutzer, die ständig mit dem Smartphone surfen oder Musikflats nutzen, sind mit gewöhnlichen Handyverträgen oftmals bessergestellt. Wer sich hier nicht fest und langfristig binden will, der kann oft monatlich einen geringen Betrag mehr zahlen und dafür die Vertragsvariante ohne Mindestlaufzeit wählen. Generell ist es vor der Entscheidung für oder gegen einen Tarif jeglicher Art wichtig, das eigene Nutzungsverhalten zu überdenken. Prepaid-Tarife eignen sich dabei optimal, wenn:

  • Zweit-SIM - wer beruflich seine Handynummer preisgeben muss, aber abends, am Wochenende oder im Urlaub nur von einzelnen Personen angerufen werden möchte, kann die Prepaid-Tarife sehr gut nutzen. Diese Nummer ist nun ausschließlich für private Zwecke gedacht und die Karte wird zum Wochenende einfach umgesteckt.
  • Wenignutzer - viele Menschen besitzen zwar e in Smartphone, surfen damit aber überwiegend. Sie selbst telefonieren kaum, und wenn, dann werden sie angerufen. Für diese Nutzergruppe sind Prepaid-Tarife perfekt, da nicht dauerhaft für Leistungen bezahlt werden muss, die nicht genutzt werden.
  • Zweit-Handy - hier gilt dasselbe, wie für die Zweit-SIM. Wer Outdoorsport treibt und hier nur ungern sein eigentliches Smartphone mitnimmt, kann mit einem zweiten Gerät und der Prepaid-SIM während des Sports erreichbar bleiben.

Fazit - vergleichen und zusammenstellen

Auf der Suche nach dem zu einem selbst passenden Prepaid-Tarif müssen Kunden überlegen, was sie benötigen. Im nächsten Schritt werden die Angebote miteinander verglichen und der Tarif abgeschlossen. Und jetzt heißt es, sich den Tarif ganz so zusammenzustellen, wie er zu einem selbst passt. Oftmals gibt es selbst WhatsApp-Optionen, sodass das Internetvolumen vom Chatten nicht angegriffen wird.