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| 11:24 Uhr

Versicherungen
Haftpflichtversicherung: Fast alle Deutschen sind falsch versichert

Experten empfehlen, eine Deckungssumme von maximal drei Millionen Euro zu wählen.
Experten empfehlen, eine Deckungssumme von maximal drei Millionen Euro zu wählen. FOTO: Pixabay.com © Free-Photos
Missgeschicke passieren selbst den umsichtigsten Menschen im Laufe ihres Lebens. In vielen Fällen genügt es, "Entschuldigung" zu sagen. Doch manchmal gehen teure Gegenstände zu Bruch - etwa die Vase aus dem liebsten Restaurant, die Fensterscheibe im Nachbarhaus oder der Laptop der besten Freundin.

In diesen Fällen springt die Haftpflichtversicherung ein, die für den entstandenen Schaden aufkommt. Oftmals zahlen die Verbraucher wiederum aus eigener Tasche drauf, da sie falsch versichert sind.

Viele Versicherungen bieten ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis

Gute Nachricht für Paare: Sie sparen mit einer gemeinsamen Versicherung bares Geld ein.
Gute Nachricht für Paare: Sie sparen mit einer gemeinsamen Versicherung bares Geld ein. FOTO: Pixabay.com © panajiotis

Laut den Angaben von Statista.com besitzen rund die Hälfte aller deutschen Bundesbürger - knapp 46,4 Millionen - im Jahr 2017 eine private Haftpflichtversicherung. Auf jeden Bundesbürger kämen laut statistischen Angaben knapp sechs Policen. Auffällig ist: Viele Deutsche sind, wenn es nach den Angaben der Verbraucherzentrale.de geht, über- oder unterversichert. Doch eine falsche Versicherung kann dem Verbraucher im schlimmsten Fall teuer zu stehen kommen. Besonders kritisch ist es, wenn die Deckungssumme zu niedrig angesetzt ist. Geht etwas Wertvolles zu Bruch, das den Wert der Deckungssumme übersteigt, haftet der Verursacher mit seinem privaten Vermögen. Wer keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, greift finanziell tief in die Tasche. Es kostet oftmals nur wenig Rechercheaufwand und Zeit, die aktuellen Tarife auf Haftpflichtversicherungvergleich.info unter die Lupe zu nehmen und sich für das passende Angebot zu entscheiden.

Experten empfehlen, eine Deckungssumme von maximal drei Millionen Euro zu wählen.

Hunde versichert die private Haftpflicht leider nicht mit.
Hunde versichert die private Haftpflicht leider nicht mit. FOTO: Pixabay.com ©ElvisClooth

So lässt sich eine gute Haftpflichtversicherung erkennen

Viele Unternehmen locken die Verbraucher mit unnötig hohen Deckungssummen, die den Rahmen von drei Millionen Euro weit übersteigen. Doch Experten sind sich sicher, dass die Deckungssumme von drei Millionen grundsätzlich genügt, um kleine Schäden, die im Alltag auftreten, finanziell abdecken zu können. Für Verbraucher entstehen, wenn sie sich für eine höhere Deckungssumme entscheiden, oftmals unnötige zusätzliche Kosten.

Ein weiteres Problem: Viele Versicherungen würden Schäden in die Police aufnehmen, für welche die Verbraucher im Ernstfall rechtlich betrachtet nicht aufkommen müssen. Dazu zählen Schäden, welche Kinder unter sieben Jahren verursachen. Ein hoher Preis für die Versicherung sagt nichts über die tatsächliche qualitative Leistung aus. Familien zahlen beispielsweise rund 40 bis 50 Euro im Jahr für eine gemeinsame Haftpflichtversicherung. Manche Anbieter verlangen den dreifachen Preis, doch unterscheiden sie sich leistungsmäßig wenig oder gar nicht von ihren preislich günstigeren Konkurrenten.

So viele Personen lassen sich in dem Vertrag mitversichern

Wichtig ist bei der privaten Haftpflichtversicherung zu wissen, dass Familienangehörige automatisch mitversichert sind, also der Partner und die Kinder. Für ledige und volljährige Kinder besteht der Versicherungsschutz bis zum Ende der schulischen Laufbahn und weiterhin für den anschließenden Zeitraum, wenn sie eine erste Berufsausbildung absolvieren. Unter Umständen ist es sogar möglich, die Kinder weiterhin in dem Vertrag zu versichern, sobald sie arbeitslos sind oder eine anschließende zweite berufliche Ausbildung beginnen. Dies ist wiederum nicht automatisch der Fall - der Versicherungsgeber muss diesen Sachverhalt schriftlich bestätigen.

Gute Nachricht für Paare: Sie sparen mit einer gemeinsamen Versicherung bares Geld ein.

Welche Regeln für Tiere in der Haftpflichtversicherung gelten

Viele Verbraucher sind unschlüssig darüber, ob sie eine Versicherung für ihre Vierbeiner abschließen sollen oder nicht. In vielen Fällen ist dies nicht zwingend erforderlich, da die private Haftpflichtversicherung ebenfalls für einige Tier gilt. Mitversichert sind sämtliche Kleintiere wie Katzen, Kaninchen oder Vögel. Größere Tiere, zu denen Hunde, Rinder, Pferde und alle Arten von nicht zähmbaren Wildtieren (inklusive Vogelspinnen, Schlangen und andere Reptilien) gehören, sind nicht mitversichert. Besitzer, die einen oder mehrere Hunde halten, benötigen für ihre Vierbeiner eine separate Hundeversicherung, die jährlich rund 50 Euro kostet.

Hunde versichert die private Haftpflicht leider nicht mit.

Nicht jeder Schaden ist versichert

Bei keiner anderen Versicherung betrügen die Menschen so viel wie bei der privaten Haftpflichtversicherung. Oftmals verzerren sie das tatsächliche Geschehen, um einen Anspruch auf Geld zu erhalten. Dies ist ein Strafbestand, der unter die Kategorie "Versicherungsbetrug" fällt und den Versicherungen auffällt. Die unschöne Folge: Der Kunde ist seinen Vertrag los und bekommt im schlimmsten Fall eine Strafanzeige aufgebrummt. Deshalb ist es ratsam, den entstandenen Schaden zunächst zu prüfen, den Fall abzuwägen und erst dann die Versicherung zu kontaktieren.