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| 09:16 Uhr

Goldpreisentwicklung 2017

Quelle: https://pixabay.com/de/gold-ingots-golden-schatz-513062/
Quelle: https://pixabay.com/de/gold-ingots-golden-schatz-513062/ FOTO: pixababy.com
Wie unter erfahrenen Anlegern bekannt sein dürfte, wird der Goldpreis von Angebot und Nachfrage beeinflusst. 2011 war eine Rekordhöhe von 1900 Dollar pro Unze des wertvollen Edelmetalls zu verzeichnen, Ende 2016 jedoch nur noch 1140 Dollar. Verzeichnet sich ein Abwärtstrend? Ist und bleibt Gold trotzdem eine gute Investition?

Warum Gold trotz allem eine lohnenswerte Investition bleibt

Gold ist alles in allem eine äußerst krisensichere Form der Geldanlage. Das glänzende Metall wird auf der ganzen Welt sehr geschätzt und bietet bis zu einem gewissen Punkt sowohl vor Inflation als auch vor potenziellen Währungskrisen Schutz und Sicherheit. Trotzdem müssen sich Anleger darüber im Klaren sein, dass Gold keine Anlage ist, die innerhalb kürzester Zeit Gewinne erzielt. Eine große Auswahl an verschiedenen Münzen und Barren gibt es beim Goldkontor Hamburg . Das ist einer von vielen Anbietern, bei denen man bequem Gold mit Sicherheitsgarantie erwerben kann. Das Geld sollte man langfristig in Gold anlegen und sich nicht davon beirren lassen, wenn der Goldpreis fällt. Denn dieser ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, wodurch der Preis entweder in die Höhe steigt oder in den Keller fällt. In diesem Artikel der Verbraucherzentrale wird Gold als sichere Wertanlage mit der Frage nach einer riskanten Zockerei miteinander abgewogen.

Welche Einflussfaktoren gibt es?

Anfang 2016 stand der Preis pro Unze Gold bei 1400 Dollar. Nach drei Jahren Flaute begann er endlich wieder zu steigen. Seitdem ist er allerdings erneut auf rund 1180 Dollar gefallen. Die Prognosen der Experten sprechen jedoch davon, dass der Preis in diesem Jahr wieder steigen wird. Und daran ist teilweise die politische Lage auf der Welt Schuld.

1. "Konkurrenzwährung" Dollar

Jahrelang wurde davon gesprochen, dass Dollar und Gold in stetiger Wechselwirkung zueinanderstehen. Steigt der Dollar, fällt der Goldpreis und umgekehrt. Das ist insofern wichtig, da der Preis für Gold in Dollar angegeben wird und für europäische Anleger erst in Euro umgewandelt werden muss. Daher hilft: Kursentwicklung von EUR und Dollar im Blick behalten! Experten sind mittlerweile jedoch der Meinung, dass diese Abhängigkeit nur zu 60 Prozent zutrifft. Die Entwicklung des Goldes beweist allerdings, dass der Goldpreis durchaus in Zusammenhang mit dem Dollar steht, indem sich der Wert oftmals auch dann erhöht, wenn der Dollarkurs steigt.

2. Geopolitische Einflüsse und Wirtschaftskrisen

Gold ist in gewisser Weise eine Angstwährung. Je größer die Krise, umso sicherer ist es, auf stabile Anlagemöglichkeiten zurückzugreifen. Bei Gold handelt es sich um einen Garant für Wertbeständigkeit. In den letzten Jahren stieg der Goldpreis regelmäßig an, wenn eine Krise zu verzeichnen war - obwohl sich sowohl der Finanzmarkt als auch die Privatpersonen an Krisensituationen gewöhnt haben.

Alleine 2016 war ein Jahr mit vielen Umbrüchen, deren Nachwirkungen den Goldpreis 2017 weiterhin beeinflussen werden. Als beispielsweise im Juni 2016 der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union innerhalb eines Referendums mehrheitlich von der Bevölkerung befürwortet wurde, stand die Finanzwelt still. Denn London ist einer der wichtigsten Finanzplätze. Der Goldpreis stieg durch den Brexit auf über 1300 Dollar pro Unze. Der Wahlsieg von Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten sorgte hingegen für einen Fall des Goldpreises. Es wird vermutet, dass es daran liegen könnte, dass der baldige Präsident ankündigte, die amerikanische Wirtschaft anzukurbeln.

Interessant werden auch die französische Präsidentschafts- und die deutsche Bundestagswahl im Herbst 2017. Die populistischen Tendenzen, die sich durch das Flüchtlingsdrama und durch den IS-Terror merklich unter der Bevölkerung ausbreiten, hält seit längerem ebenfalls in der Politik Einzug. Tatsächlich sehen diesbezüglich die Prognosen so aus, als würden die populistischen Parteien in Deutschland weit über die Prozenthürde kommen und in den Bundestag einziehen. In Frankreich stellen sie sogar eine Präsidentschaftskandidatin, die keine schlechten Aussichten auf den Posten hat. Auch diese Entwicklungen werden sich auf den Goldpreis auswirken.

3. Inflationen und Zinsen

Wenn die Zinsen fallen, stützen sie den Goldpreis. Denn jeder Anleger will das bestmögliche Produkt für sein Vermögen. Sobald zum Beispiel die Federal Reserve (FEDS)beschließt, die Zinsen wieder anzuheben, so wie es momentan der Fall ist, erscheinen diese Anlagemöglichkeiten lukrativer als Gold - dieses ist nämlich zinslos. Auch Inflationen beeinflussen den Goldpreis immens. Dabei gilt die Faustregel: starke Inflation = hoher Goldpreis.

4. Knappheit durch steigende Nachfrage in Asien

Indien ist ein bekannter Importeur von Gold. Der Import nahm zwischenzeitlich solche Ausmaße an, dass es eine Einfuhrbeschränkung für das Edelmetall in Indien gab. Der Goldimport ging um 75 Prozent zurück. Schließlich ist das Problem der Wertanlage, dass sie nicht künstlich hergestellt werden kann. Die Nachfrage war zwischenzeitlich stärker als das Angebot, doch die Ressourcen sind begrenzt und viele Minen auf der Welt bereits ausgeschöpft.

5. Knappheit durch den Industriebedarf

Neben den Zentralbanken und den Investoren beeinflussen auch technologische Anwendungen und die Schmuckindustrie den Markt. Allein die Hälfte aller Ressourcen wird zu Schmuck verarbeitet. Es gibt allerdings auch andere Anwendungsgebiete. So wird Gold beispielsweise in der Zahntechnik als Gold- oder goldreduzierte Füllung verwendet. Durch die vorhandene Korrosionsbeständigkeit findet sich eine Anwendung in der Elektroindustrie als vergoldete Steckpaletten oder auch Steckverbindungen für Relais.

Wie sehen die Prognosen für das kommende Jahr aus?

Aktuell besteht ein Abwärtstrend, dem Experten aber nicht viel Bedeutung beimessen. Stattdessen bleiben sie weitestgehend optimistisch - die politischen Vorkommnisse in der nahen Vergangenheit und in den kommenden Monaten lassen die Zukunft für Gold rosig erscheinen. Trotzdem können sie keine eindeutigen Prognosen aufstellen, da unzählige unvorhergesehene Faktoren immer eine Rolle spielen. Fragen wie: Wie wird Trumps Präsidentschaft aussehen? Inwiefern wird die Angst vor Terror den Goldwert beeinflussen? Und wie gehen die Wahlen in Deutschland und Frankreich aus? Können zum jeweiligen Zeitpunkt enormen Einfluss auf den Goldwert ausüben. Fakt bleibt aber, dass Gold immer eine Anlage wert ist.