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| 09:04 Uhr

Finanzierung
Finanzierungsformen für Eigentumsheim

FOTO: unsplash.com / briabrian babb
Der Wunsch nach einem Eigenheim ist groß.

Viele sehnen sich nach den eigenen vier Wänden. Aufgrund der stark steigenden Immobilienpreise droht der Traum vom Eigenheim jedoch zu sterben oder in ferne Zukunft zu rücken. Eigene finanzielle Mittel sind oft nur spärlich vorhanden und so muss der Kauf eines Eigenheims meist mit einem hohen Anteil Fremdkapital vorgenommen werden. In Zeiten der Niedrigzinspolitik schließen Bauherren rasch Teil- und sogar 100-Prozent-Finanzierungen ab. Da es sich jedoch um beträchtliche Summen handelt, ist es ratsam sich mit den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Nur so können Hürden zur Finanzierung überwunden und die geeignetste Finanzierungsart ausgewählt werden.

Kredite und Darlehen

Der Hauskredit ist eine Finanzierung, die dem Erwerb eines neuen oder bereits bestehenden Eigenheims dient. Die Laufzeit eines solchen Kredits liegt üblicherweise zwischen 20 und 40 Jahren. Um ihn in Anspruch nehmen zu können, verlangt die Bank in etwa 20 Prozent Eigenkapital. Ein höherer Anteil an Eigenleistung verbessert die Bonität und sichert einen günstigeren Zinssatz. Der Jahreszins ist hierbei aber nicht allein verantwortlich für die Gesamtkosten des Kredits. Bereitstellungszinsen, Bearbeitungsgebühren und viele weitere Kosten können sich in einem solchen Kreditvertrag verbergen. Zudem schlagen die Nebenkosten wie die Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchkosten und Maklergebühren mit noch einmal 10% des Kaufpreises zusätzlich zu Buche.

Als Sicherheit verwendet die Bank die Immobilie selbst, also sowohl das Grundstück als auch das darauf errichtete Haus.

Auch die Inanspruchnahme von Darlehen ist möglich. Hierbei werden grundsätzlich zwei Varianten unterschieden, die Variante mit gebundenem und die mit veränderlichem Sollzins. Darlehen mit gebundenem Sollzins besitzen eine hohe Zinssicherheit. Hierdurch bleibt die monatliche Darlehensrate konstant und planbar.

Beim Darlehen mit veränderlichem Sollzins werden staatliche Zulagen zur Resttilgung verwendet. Mehr Flexibilität wird durch Darlehen mit veränderlichem Sollzins erreicht. Diese beinhalten die Möglichkeit Sondertilgungen ausführen zu können. Hierdurch kann das Darlehen jederzeit aufgekündigt werden.

Es existieren weitere Darlehensmodelle, etwa Darlehen mit Restschuld oder Festdarlehen.

Mietkauf

Ein Eigenheim kann aber auch anders finanziert werden. Wer seinen Wohnort sicher nicht mehr wechseln möchte, der kann eine Wohnung, einen Hausteil oder sogar ein ganzes Haus per Miete kaufen. Dieser sogenannte Mietkauf gilt als Alternative zur Finanzierung mittels Darlehen. Jede gezahlte Miete enthält anteilig einen Finanzierungsbeitrag, bis die Wohnung oder auch das Einfamilienhaus ganz zum neuen Besitzer wechselt. Der Kauf geschieht also ganz nach dem Motto: Miete für Miete zum Eigenheim. Gerade für Menschen, die um Beispiel einen negativen Schufa-Eintrag haben und kein Darlehen bekommen, kann ein Mietkauf interessant sein. Zudem kann sich der potentielle neue Eigentümer vor der finalen Kaufentscheidung mit den Räumlichkeiten und auch mit der Wohnumgebung vertraut machen.

Andererseits ist ein Mietkauf oft teuer. Denn meist zählt nicht die komplette Monatsmiete, sondern nur ein Teilbetrag zum Finanzierungsbetrag. Die finanzielle Belastung kann also durchaus höher sein als eine normale Mieter oder sogar als die Raten eines Darlehens.

Eine pauschale Aussage, welche Finanzierungsart die beste ist, ist nicht möglich. Sie hängt immer von den finanziellen Möglichkeiten der zukünftigen Hausbesitzer ab und sollte individuell mit einem Finanzierungsexperten besprochen werden.