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Finanzberatung – Welche Arten von Berater gibt es?

Alterspyramide, Vorsorgelücke, Altersarmut – Schlagworte, die es immer mehr Menschen klarmachen, dass die gesetzliche Rente in Zukunft für viele allein nicht mehr reichen wird. Die private Vorsorge wird folglich immer mehr zum Thema.

Allerdings sind das Produktangebot und die verschiedenen Formen der Finanzberatung für viele verwirrend. Was unterscheidet einen Makler von einem Vertreter? Und: Welcher Berater ist der Richtige für meine Altersvorsorge? Dazu ein kurzer Überblick.


Der Honorarberater

Die Finanzberatung durch einen Honorarberater zeichnet sich dadurch aus, dass er von seinem Kunden direkt für seine Dienstleistung bezahlt wird. Er ist an keinen Anbieter gebunden und kann somit alle relevanten Finanzprodukte in seine Vorschläge einbinden. Somit bietet er seinen Klienten eine Beratung, die vollkommen anbieterunabhängig ist. Die Anzahl an Honorarberatern ist zurzeit eher klein.

Der Makler

Ein Finanzmakler definiert sich dadurch, dass er Provisionen der Anbieter von Finanzprodukten erhält. Dabei ist auch er nicht direkt an einen Anbieter gebunden, kann also theoretisch ebenfalls alle Produkte des Finanzmarkts in seine Beratungsvorschläge einfließen lassen. Makler findet man zumeist in den Metropolen - sie sind dort also prinzipiell gut erreichbar.

Der Vertreter

Vertreter erhalten ebenfalls Provisionen von den Anbietern von Finanzprodukten. Dabei können sie je nach Ausrichtung die Produkte eines oder mehrerer Anbieter im Portfolio haben. Deshalb können sie an einen oder auch mehrere Anbieter vertraglich gebunden sein. Vertreter gibt es in reichlicher Anzahl, sowohl in den Städten als auch in ländlichen Gebieten.

Die Banken

Banken erhalten ebenso wie die anderen Beratungsanbieter Provisionen und Gebühren für den Verkauf von Finanzprodukten anderer Unternehmen. Darüber hinaus vertreiben sie auch Produkte aus dem eigenen Hause. Ihre Filialen sind in der Regel bundesweit breit gestreut und dementsprechend gut erreichbar. Bankberater sind an die Vorgaben des Unternehmens gebunden und können nur Produkte anbieten, die von der Geschäftsleitung gebilligt werden. Aber nicht nur von Banken, auch von anderen großen Dienstleistern kann man sich auf Wunsch beraten lassen: Beispielsweise ist eine Finanzberatung unter swisslife.de , einem Finanzberatungs- und Versicherungsunternehmen, möglich.


Die Finanzprodukte

Die ganze Fülle an Finanzprodukten hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Allerdings sorgt eine klare Aufteilung für mehr Transparenz. Finanzprodukte lassen sich grob in folgende Gruppen unterteilen:

Sparprodukte ( Tagesgeldkonto , Sparbuch)Geldanlagen mit Renditeerwartung (Aktien, Anleihen, Fonds)private Altersvorsorge (Riester-Rente, Rürup-Rente, Sofortrente)Versicherungen und Kredite (Dispositionskredit, Immobilienkredit)