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| 08:29 Uhr

Schufa-Auskunft
Die Selbstauskunft bei der Schufa: Beantragung, Inhalt und Folgen

FOTO: unsplash.com / nikita vantorin
Jeder bei der Schufa mit seinen Daten gespeicherte Bürger hat das Recht, pro Jahr einmal rundum kostenlos eine Selbstauskunft erstellen zu lassen. Dies ergibt insofern Sinn, als dass sich Verbraucher zum einen überhaupt erst mal einen Überblick verschaffen und zum anderen eventuell vorhandene Fehler korrigieren lassen können.

Das Problem: Viele Bürger wissen überhaupt nicht, dass sie dieses Recht haben. Und falls doch, befürchten sie bürokratische Hürden und Ähnliches. Dabei ist die Beantragung der Selbstauskunft bei der Schufa ganz unkompliziert.

Selbstauskunft bei der Schufa beantragen: So funktioniert's

Wer eine Selbstauskunft bei der Schufa beantragen möchte, der kann dies zum einen gratis und zum anderen ohne Online-Account im Web-Auftritt der Auskunftei tun. Auf der Startseite der Wiesbadener genügt ein Klick auf "SCHUFA-BonitätsAuskunft". Dadurch öffnet sich ein neuer Tab, der Verbrauchern weitere Informationen präsentiert. Doch Vorsicht: Die Schufa offeriert hier kostspielige Auskünfte zum Beispiel für den Vermieter sowie eine Reihe weiterer Produkte. Jene sind für die kostenlose Selbstauskunft völlig unerheblich und sollten unbedingt missachtet werden.

Links befindet sich der Hinweis "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)", dessen Anklicken eine tabellarische Übersicht über die Unterschiede zwischen der teuren "meineSCHUFA kompakt"-Auskunft und der kostenfreien Datenkopie-Selbstauskunft zu Tage fördert. Nach dem Klick auf "Jetzt bestellen" müssen nur noch die geforderten Daten eingetragen, Personalausweis-Kopien hochgeladen und das Onlineformular abgesendet werden. Nach einigen Wochen trifft die Schufa-Selbstauskunft postalisch ein.

Das verrät die Schufa-Selbstauskunft

Die Schufa-Selbstauskunft besteht aus mehreren Seiten. Das Anschreiben fungiert gewissermaßen als Deckblatt und nennt persönliche Daten, aktuelle und ehemalige Meldeadressen des Bürgers sowie die Schufa-Datensatznummer und eine Referenznummer. Verbraucher erhalten im Schreiben des Weiteren die Info, wann sie zum allerersten Mal bei der Schufa gemeldet worden sind. Viel wichtiger sind jedoch die nun folgenden Anfragen, die der Schufa in den letzten 12 Monaten von diversen Vertragspartnern übermittelt worden sind.

Jene richten sich natürlich danach, was der Verbraucher alles abgeschlossen hat bei Banken, Telekommunikationsunternehmen und anderen Firmen. Hinzukommen auf weiteren Seiten der aktuelle Basisscore (Bestwert: theoretisch 100 %) und alle bis Beendigung gespeicherten Verträge, Anfragen und mehr. Wer in der Selbstauskunft einen Fehler entdeckt, der sollte diesen unverzüglich melden. Andernfalls könnten künftige Kreditanfragen zu Unrecht mit schlechten Zinssätzen und gegebenenfalls höheren zu hinterlegenden Kreditsicherheiten als nötig verbunden sein.

So wirkt sich die Selbstauskunft auf den Schufa-Score aus

Viele Verbraucher fürchten, dass eine Selbstauskunft bei der Schufa den dortigen Score verschlechtert. Dies ist mitunter einer der Gründe, aus denen auf die ihnen einmal jährlich zustehende kostenlose Auskunft verzichtet wird. Dabei ist diese Befürchtung völlig unbegründet, wie die Schufa selbst kommuniziert. Eine bloße Selbstauskunft hat keinerlei negative Auswirkungen auf den Basisscore, weswegen Verbraucher diesen Service bedenkenlos jedes Jahr in Anspruch nehmen können.

Den Schufa-Score verschlechtern ausschließlich die Zahlungsmoral des Bürgers betreffende Dinge. Dies können zum Beispiel zahlreiche konkrete (!) Kreditanfragen sein, die innerhalb einer kurzen Zeit bei verschiedenen Banken gestellt werden. Unverbindliche Konditionenanfragen wie auf Vergleichsportalen zählen nicht dazu. Natürlich wirken sich auch Zahlungsausfälle negativ aus. Leider treten jene gar nicht mal so selten auf, können Sofortkredite doch durchaus in die Schuldenfalle führen.