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Die EU-Kommission bleibt beharrlich – MiFID II soll pünktlich kommen

Der Landesrechnungshof hat wieder einige Steuergeldverschwendungen entlarvt.
Der Landesrechnungshof hat wieder einige Steuergeldverschwendungen entlarvt. FOTO: Daniel Reinhardt (dpa)
Der Schutz privater Anleger gehört zu den Anliegen der Europäischen Kommission. Während der Finanzkrise 2008 hatten sich Schwächen in der bisherigen MiFID-Richtlinie zur Regulierung und Harmonisierung des europäischen Finanzmarkts offenbart. Beim G-20-Treffen 2009 in Pittsburgh wurden daher weitere Maßnahmen beschlossen, die zu der verbesserten Fassung MiFiD II führen sollen.

Bis zur Sommerpause müssen die neuen Gesetze verabschiedet sein

Die EU-Kommission beschloss die gesetzliche Umsetzung in deutsches Recht zum 3. Juli dieses Jahres. Bedenken der Bundesregierung, dass die Kreditwirtschaft zu wenig Zeit zu Umsetzung habe, blieben fruchtlos. Einziges Zugeständnis aus Brüssel: Die Frist zum Inkrafttreten der deutschen Gesetze wurde um ein Jahr auf 2018 verlängert. Die Verabschiedung der entsprechenden Gesetze muss aber nach wie zum Sommer erfolgen.

Das Ziel: Ein noch höherer Anlegerschutz

Für unabhängige Finanzberater änderten sich mit der Einführung von MiFID zahlreiche Vorschriften. Auch bereits im Vorfeld der Neuauflage der Richtlinie hat die EU-Kommission zur Steigerung des Anlegerschutzes nachgebessert. 2011 beispielsweise wurde ein Verbot von Provisionen für unabhängige Finanzberatung erlassen, dieses aber 2014 in eine Kann-Bestimmung umgewandelt. Für die Auswahl der Produkte muss ein Finanzberater gemäß MiFID die Eignung und Angemessenheit einer Anlageempfehlung dem Risikoprofil und Verständnishorizont des Anlegers anpassen. Zusätzlich muss ein Beratungsprotokoll geführt werden. Diese Komplexität einer vorschriftsmäßigen Anlage- und Finanzberatung erfordert entsprechend gut ausgebildete Fachkräfte aufseiten des Finanzdienstleisters. Finanzberater, wie beispielsweise Swiss Life Select, suchen daher auch überwiegend entsprechende Spezialisten und Fachkräfte. Auf dem firmeneigenen Karriereportal www.swisslife-select-karriere.de finden sich denn auch derartige Angebote.

Der Anlageberater-Beruf wird immer komplexer

Ein Finanzberater erarbeitet idealerweise perfekt auf den einzelnen Anleger ausgerichtete persönliche Anlageempfehlungen. Enger Kundenkontakt und ganzheitliche Beratungsgespräche prägen den Berufsalltag des Beraters entscheidend. Genaue Kenntnisse und penibles Einhalten der gesetzlichen Richtlinien sind dabei Grundvoraussetzungen. Finanzdienstleister wie Swiss Life Select bevorzugen qualifizierte Bewerber mit abgeschlossenem Studium der Wirtschaftswissenschaften, vorzugsweise BWL. Trotz der sich abzeichnenden Tendenzen zu umfassenderem bürokratischem Aufwand bei der Beratung bleibt der Beruf des Anlageberaters aufgrund der abwechslungsreichen Tätigkeit beliebt. Und letztlich dienen auch die EU-Richtlinien wie MiFID II dem Wohl des Anlegers und steigern die Kundenzufriedenheit. Davon profitiert am Ende auch der Finanzdienstleister.