ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:43 Uhr

DAX leicht im Minus – trotz guter Zahlen von Siemens

Windenergie
Windenergie FOTO: Unsplash
Der DAX ist für die Deutschen der beliebteste Index an der Börse. Kein Wunder also, dass die Durststrecke des Dax für viele deutsche Anleger zur Geduldsprobe wurde. Doch der deutsche Aktienmarkt scheint sich erholt zu haben; am Mittwoch startete der Dax mit einem ordentlichen Plus in den Tag.

Für das Comeback war unter anderem der Konzern Siemens verantwortlich. Joe Kaeser, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, präsentierte am Dienstag die neuesten Zahlen des Elektronikkonzerns.

Kurs des CFD DAX in der 6. Kalenderwoche

Siemens präsentierte neue Zahlen

Die europäischen Anleger befinden sich wieder auf dem Parkett. In den letzten drei Tagen musste der Dax mit deutlichen Verlusten kämpfen; am Mittwoch startete der deutsche Aktienmarkt mit 11.635 Punkten in den Tag. Es waren vor allem die starken Unternehmenszahlen, die für ein Dax-Comeback gesorgt haben. Ein Unternehmen ist dabei besonders in den Vordergrund gerückt: Siemens. Der Konzern teilte Dienstag mit, die Umsatzrendite im industriellen Geschäft würde in diesem Jahr 12 Prozent erreichen. 2015/2016 stieg die Rendite von 10,1 auf 10,8 Prozent; vor wenigen Wochen gab Joe Kaeser, der Vorstandsvorsitzende von Siemens, seine Prognose dahingehend ab, dass eine Marge zwischen 10,5 bis 11,5 Prozent möglich sei. Folgt man den aktuellen Zahlen und Prognosen, wird die Siemens-Aktie einen Mindestwert von 7,20 Euro und einen Maximalwert von 7,70 Euro erreichen. Im Vorfeld wurde mit einem Mindestwert von 6,80 Euro und einem Maximalwert von 7,20 Euro spekuliert. Letztes Jahr lag der Wert bei 6,74 Euro/Aktie. Die Erfolge lassen sich auf gute, reibungslos abgewickelte und effiziente Industriegeschäfte zurückführen.

Das Unternehmen erwartet demnächst noch größere Aufträge

Mit der Korrektur hat kaum ein Anleger gerechnet. Schlussendlich haben sich die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten Monaten verschärft. Aus diesem Grund rechnete Siemens auch mit einem geringen Wachstum, wobei die aktuellen Zahlen nun zeigen, dass die derzeitigen Entwicklungen keinen negativen Einfluss auf das Unternehmen haben. Der Umsatz konnte in den letzten drei Monaten um 3 Prozent gesteigert werden (19,1 Milliarden Euro). Für die nächsten Monate werden größere Aufträge erwartet; Joe Kaeser, der für seine frühen Jahresprognosen bekannt ist, geht optimistisch in das Jahr 2017.

Snabe wird neuer Chefaufseher

Des Weiteren sprach sich der Aufsichtsrat des Konzerns für Jim Hagemann Snabe aus, der im Januar 2018 zum neuen Chefaufseher werden soll. Snabe soll Gerhard Cromme nachfolgen, dessen Amtszeit mit Anfang 2018 endet. Jene Informationen wurden im Rahmen des Aktionärstreffens am Mittwoch in München mitgeteilt. Der Vorstand habe die Empfehlung des Aufsichtsrates zur Kenntnis genommen und "einvernehmlich zugestimmt". "Wir können die Weichen für eine langfristige Nachfolgeplanung stellen und dafür sorgen, dass es keinen Qualitätsverlust gibt", so Cromme, der noch bis Januar 2018 tätig sein wird. Jim Hagemann Snabe war SAP-Vorstandschef, ist 51 Jahre alt und ist - nach eigenen Angaben - "zu 100 Prozent bereit". Auch die Arbeitnehmervertreter haben die Entscheidung begrüßt.

Bei Siemens überwiegt der Optimismus

Siemens hat mit der Korrektur nicht nur das Dax-Comeback beeinflusst, sondern auch vielen deutschen Aktionären Hoffnung gegeben. Das Unternehmen, das seit Jahren ein Garant für Erfolg ist, wird seinen Weg - sofern es nicht zu gravierenden Veränderungen kommen wird - auch im Jahr 2017 erfolgreich fortführen können.