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| 14:35 Uhr

Spartipps
Dauerebbe im Portemonnaie - was lässt sich dagegen tun?

FOTO: pixabay.com / Bru-nO
Nicht wenigen Menschen geht es so, dass der Monat einfach viel zu lange dauert, der Geldbeutel aber schon lange leer ist, bevor auch nur das Monatsende in Sicht ist. Finanzielle Probleme sind durchaus an der Tagesordnung in allen Altersklassen und sagen selten etwas über die Person an sich aus.

Kinderbetreuung ist sündhaft teuer, wer zur Arbeit fahren muss, muss wahlweise lange Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder aber ein teures Auto in Kauf nehmen. Hinzu kommen die üblichen Verbindlichkeiten, Finanzierungen und Ausgaben. Jetzt ließe sich natürlich sagen, dass einfach mehr Geld eingenommen werden muss, doch welcher Chef geht auf Forderungen ein? Dieser Artikel befasst sich mit der Ausgabenseite und zeigt auf, an welchen Stellen sich die Kosten reduzieren lassen.

Regelmäßige Ausgaben reduzieren

In nahezu jedem Haushalt gibt es Ausgaben, die reduziert werden können. Natürlich sind die Ratschläge nicht allgemeingültig, denn während ein Haushalt problemlos umziehen und somit die Mietausgaben reduzieren kann, leben andere Personen in Regionen, wo es keinen freien und bezahlbaren Wohnraum gibt. Andere Ausgabenseiten bieten jedoch häufig Spielraum:

- Versicherungen - viele Menschen sind überversichert. Gerade ältere Personen haben oft noch Versicherungen, die ihnen vor vielen Jahren mal empfohlen wurden und die heute wahlweise nicht mehr notwendig sind, oder aber, die in andere Tarife mit aufgenommen worden sind. Wichtig sind überwiegend die Privathaftpflicht- sowie die Hausratsversicherung. Beide Typen sind günstig abschließbar. Bei der Hausratversicherung richten sich die Kosten oft nach dem Versicherungswert. Hier gilt, das eigene Mobiliar einmal durchzurechnen. Wer besondere Stücke oder Sammlungen besitzt, sollte diese vorab schätzen und dann eigens in den Vertrag mit aufnehmen lassen. Personen mit Wohneigentum benötigen natürlich noch Versicherungen rund um das Gebäude. Ob Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen sinnvoll sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.

- Kfz-Versicherungen - auch hier zahlt sich ein Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einer anderen Versicherung oft aus. Nicht selten reduzieren sich gerade bei alten Verträgen nicht nur die Kosten, sondern der Leistungsumfang steigt bei einem Wechsel an. Wer grundsätzlich wenig Geld zur Verfügung hat oder den Wagen finanziert, der sollte über eine Vollkaskoversicherung nachdenken.

- Strom - der Wechsel des Stromanbieters kann deutlich Geld sparen. Gerade Haushalte, die über die Grundversorgungstarife versorgt werden, zahlen wesentlich mehr.

- Telefon/Handy - das sind zumeist Laufzeitverträge, sodass der Kündigungszeitpunkt abgepasst werden muss. Ein Wechsel oder zumindest der Vergleich kann aber beim Sparen helfen.

- Abos - wie viele Menschen erhalten noch Zeitungen oder Magazine zugestellt? Und wie häufig werden die Zeitschriften wirklich gelesen? Die Kündigung von Abos bringt auch wieder mehr Geld in den Geldbeutel und das, ohne die Informationen zu verlieren. Denn viele Anbieter bieten auch eine Online-Variante, die deutlich günstiger ist.

Bei vielen anderen Kostenfaktoren, beispielsweise Sky, Netflix oder auch weitere Abonnements, muss jeder für sich entscheiden, ob er auf das Angebot verzichten kann. Wer zu Hause sonst kaum TV-Empfang hat, der hat oft keine andere Alternative. Gerade für diejenigen, die das Abo jedoch überwiegend wegen Fußball abschließen, kann sich eine Kündigung und der Umstieg auf einen neuen Tarif lohnen.

FOTO: pixabay.com / derneuemann

Finanzierungen optimieren

Längerfristige, noch auf diverse Jahre angelegte Finanzierungen lassen sich während der Laufzeit nur schwer optimieren. Gegebenenfalls kann aber ein Gespräch mit der Bank helfen, ob die Laufzeit nicht um ein Jahr verlängert werden kann - in diesem Fall würden wenigstens die Raten sinken. Ansonsten gilt:

- Dispo ablösen: Ist das Geld stets knapp, führt die Misere gerne in die Sackgasse. Das heißt, dass der Kontostand ständig im Minus ist und Monat für Monat immens hohe Kosten für den Dispo fällig werden. Hierin liegt eine doppelte Gefahr. Nicht nur sinkt der Kontostand in guten Zeiten des Monats immer dichter in Richtung der Dispogrenze, auch gehen viele Menschen hin und lassen die Dispogrenze noch erhöhen. In der Folge ist es kaum noch möglich, den Kreditrahmen auszugleichen. Aber ist das Ablösen so einfach? Es gibt zumindest Möglichkeiten:

- Ratenkredit - ist das Konto deutlich im Minus und reicht sogar der Gehaltseingang nicht a us, um es kurzfristig in den grünen Bereich zu bringen, sollte über einen Ratenkredit nachgedacht werden. Die meisten kontoführenden Banken bieten diesen durchaus zu diesem Zweck an. In diesem Fall wird mit dem Kredit der Dispo ausgeglichen und anstatt nun monatlich horrende Dispogebühren zu zahlen, wird der Kredit über die gewöhnliche Laufzeit abbezahlt.

- Minikredit - das sind besondere Kredite, die nur über eine begrenzte Summe und kurze Laufzeit gehen und auch als Mikrokredit bezeichnet werden. Mit ihnen können kleinere Dispos ausgeglichen werden - sie eignen sich aber auch dazu, zu verhindern, dass der Dispo überzogen wird.

Gerade bei dem Minikredit muss aber sichergestellt sein, dass die Summe über höchstens drei Monate zurückbezahlt werden kann. Wer einen Ratenkredit aufnimmt, sollte ihn gleich so auslegen, dass die monatliche Belastung nicht zu hoch ist.

Weitere Tipps zum Einsparen von Kosten

Oftmals lässt sich Geld einsparen, wenn seltener eingekauft wird. Für einen Großeinkauf muss ein echter Einkaufszettel geschrieben werden, der gleichfalls verhindert, dass einfach irgendwas im Einkaufswagen landet. Zudem zeichnet sich diese Variante durchs Überlegen aus. Denn mit einem Mal wird wirklich bewusst eingekauft, anstatt nach dem zu greifen, das gerade köstlich aussieht. Tatsächlich lassen sich viele Kosten dadurch verringern, dass einfach bewusster gehandelt wird. Ist es möglich, häufiger das Fahrrad zu nutzen oder zu Fuß zu gehen, sinken automatisch die Unterhaltskosten des Autos. Auch lassen sich zusätzliche Wege verhindern, wenn diese geplant werden. Sind die Anbindungen gut, spricht nichts dagegen, dass die Kinder mit dem Bus zur Schule fahren und die Eltern keinen Umweg mehr machen, um zur Arbeit zu gelangen.

Fazit - sparen ist nie angenehm

Es macht keinen Spaß, jeden Cent zweifach umzudrehen oder sich einzuschränken. Oftmals bleibt jedoch gar keine andere Wahl, da nicht alle äußeren Bedingungen so einfach geändert werden können. Unternehmen zahlen nicht plötzlich höhere Löhne und die Mietkosten in teuren Ballungszentren werden sich ebenfalls nicht ändern. Wer jedoch hingeht und zumindest alte Verträge gegen neue Tarife austauscht, kann aufs Jahr gerechnet eine deutliche Summe einsparen.