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| 11:31 Uhr

Kryptowährung
Bitcoin steigt wieder - und beflügelt direkt wilde Phantasien

FOTO: pixabay.com / EivindPedersen
Aktuell tendiert der Kryptomarkt seitwärts. Die Community geht aber trotzdem davon aus, dass die Zukunft des Bitcoin rosig sein wird. Vor allem dann, wenn man sich mit den aktuellen Prognosen befasst, scheint das Jahr 2018, als der Bitcoin 80 Prozent des Werts verlor, bald vergessen zu sein.

So aber auch das Jahr 2017, als man beinahe über die 20.000 US Dollar-Grenze gesprungen ist.

Überraschende Prognose aus dem Hause PayPal

Man könnte meinen, das Verhältnis zwischen PayPal und dem Bitcoin sei ausgesprochen kühl. Nun lobte Vorstandsvertreter Wences Casares jedoch das Potential der Kryptowährung. Eine ungewöhnliche Meldung, da Bill Harris, der ehemalige Chef des Online-Bezahldienstes, sogar einmal davon sprach, der Bitcoin sei Betrug. Zudem war Harris überzeugt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es zum totalen Wertverlust kommen würde.

Von einem totalen Wertverlust ist man weit weg - auch davon, dass PayPal weiterhin Stimmung gegen die Kryptowährung macht. Wences Casares ist der Meinung, der Preis des Bitcoin könnte in den nächsten sieben bis zehn Jahren derart nach oben schießen, dass mitunter selbst die Millionen US Dollar-Grenze erreicht werden könnte. Angesprochen darauf, wie hoch die Wahrscheinlichkeit sei, dass er mit seiner Prognose richtig liegen würde: 50 Prozent. Derart positive Vorhersagen gab es bislang nicht einmal von den Krypto-Fans, die selbst dann nicht von Problemen sprachen, als der Bitcoin plötzlich im Bereich der 3.300 US Dollar lag.

Anleger sollten nur „überflüssiges Kapital“ investieren

Jedoch verwies Casares auch auf die möglichen Risiken. So sollte man nur „überflüssiges Kapital“ in den Bitcoin stecken - Geld, das man demnächst für andere Zwecke brauchen würde, sollte nicht angefasst werden.

Das heißt, Casares baut hier durchaus auch eine Verbindung zu den klassischen Geldanlagen auf. Auch hier müssten die Anleger schlussendlich verantwortungsvolle Anlageentscheidungen treffen. „Ich kann noch immer nicht verstehen, warum es Investoren gibt, die tatsächlich Investments in Kryptowährungen ausschließen“, so Casares. Er verwies auf die steigenden Nutzerzahlen sowie auch auf das steigende Transaktionsvolumen - aufgrund der Tatsache, dass der Markt immer größer wird, dürfte man ihn keinesfalls mehr ignorieren.

Casares gab zudem auch an, der Bitcoin sei für ihn kein Fiatgeld-Ersatz, sondern eine übernationale Devise. „In naher Zukunft könnte der Bitcoin etwa auch als sogenanntes Standardinstrument für wirtschaftliche Vergleiche genutzt werden“, so Casares.

Mehrheit glaubt an ein Bitcoin-Comeback

Aber nicht nur der PayPal-Vorstandsvertreter äußerte sich positiv zu der Kryptowährung Bitcoin. Mark Yusko, CEO von Morgan Creek Capital, sprach etwa gegenüber dem „Bitcoin Magazin NL“ davon, dass der Bitcoin demnächst wohl die 500.000 US Dollar-Grenze erreichen wird.

Auch John McAfee, der Gründer der gleichnamigen Antiviren- wie auch Computersicherheits-Software, verkündete über seinen Twitter-Account, er gehe davon aus, dass der Bitcoin bald bei einer Million US Dollar liegen würde. Auch wenn er dieselbe Meinung wie Casares hat, so gibt es doch einen Unterschied: McAfee ist überzeugt, die Millionen-Grenze werde schon im kommenden Jahr erreicht werden.

Peter Brandt meldete sich ebenfalls zu Wort und prognostizierte, der Bitcoin werde schon bald die 50.000 US Dollar-Grenze überspringen. Brandts Prognosen sind für Krypto-Fans vor allem deshalb interessant, weil er es war, der den Absturz vorhersagte - und zwar zu einer Zeit, als es (scheinbar) noch keine Anzeichen für eine Talfahrt gab.

Verluste sind dennoch möglich

Wer in die Kryptowährung investieren will, der muss sich bewusst sein, dass es sich um Prognosen handelt - es gibt keine Garantie, dass der Preis des Bitcoin in naher Zukunft steigen wird. Mitunter kann sich der Markt auch in die andere Richtung bewegen - Verluste dürfen nie ausgeschlossen werden.

Investiert man also in Kryptowährungen, so muss man sich mitunter bewusst sein, dass sich der Markt zu jeder Zeit in die andere Richtung bewegen kann. Das heißt, man sollte nicht nur überflüssiges Kapital in den Bitcoin stecken, sondern auch die Ruhe bewahren - ganz egal, in welche Richtung es am Ende geht.