Die Herausforderung besteht darin, Eisenbahnen effizient zu koordinieren, Weichen und Signale richtig zu stellen sowie Unfälle zu vermeiden. Für die jeweiligen Zugabenteuer stehen die beiden Karten Mitteleuropa und Nordamerika zur Verfügung. Alles einsteigen bitte! Der Zug fährt ab...

Spielprinzip

Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
© Foto: Sebastian Schubert
Wie in einer Netzleitzentrale müssen die Spieler gemeinsam, die Züge von A nach B leiten. So muss die Ware, wie im Fernverkehr, innerhalb eines bestimmten Zeitraums an das Ziel transportiert werden.
Zu Beginn jedes Spielzuges wird eine neue Fahranweisung aufgedeckt. Durch die Fahranweisungskarten kommen Bedingungen ins Spiel. So wird zum Beispiel entschieden, wann ein neuer Zug aufs Spielbrett kommt oder die Bedingung gestellt, dass eine bestimmte Zugfarbe bewegt werden muss.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
© Foto: Sebastian Schubert
Die Spieler müssen strategisch vorgehen und sich absprechen, welche Eisenbahn wo und wann fahren soll. Dabei stehen einem drei verschiedene Eisenbahnen-Typen mit unterschiedlichem Tempo zu Verfügung.
Die schwarze Lok ist die Schnellste, danach folgt die braune und die graue Lok. Wie schnell die einzelnen Eisenbahnen fahren sollen, zeigt der jeweilige Würfel. Diese sind dementsprechend farbig den Zügen zugeordnet.
Pro Spielzug zieht jeder Spieler 5 Aktionskarten, diese können beliebig behalten oder ausgespielt werden. Es gilt aber ein Handkartenlimit von 10 Karten.
Mit diesen Aktionskarten steuern die Spieler die Züge. Dabei gibt es Handkarten für das Weichen stellen, Karten um die Signale freizugeben und Karten für das zusätzliche Bewegen der Züge.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
© Foto: Sebastian Schubert
Um das Spiel weiterhin zu erschweren, gibt es sogenannte Zeitplättchen. Diese kommen ins Spiel, falls ein Zug mit einem anderen Zug zusammen stößt, ein Zug nicht eingesetzt werden kann oder ein Zug auf einen Startbahnhof zurückfahren muss.
Wenn alle Zeitplättchen aufgebraucht sind, muss eine Fahranweisungs-Karte eliminiert werden, dadurch tickt die Uhr leider gnadenlos.
Pro Landschaftskarte gibt es noch drei verschiedene Helfer, die jeweils pro Spiel auch einmal verwendet werden dürfen. Diese sind eine Unterstützung falls es mal an einer Stelle brenzlig wird.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
© Foto: Sebastian Schubert
Die Spieler gewinnen gemeinsam, sobald alle Waren im jeweiligen Zielhafen abgeliefert wurden, bevor alle Fahranweisungs-Karten ausgespielt sind. Ist das nicht der Fall, sind leider alle Spieler daran gescheitert.
Egal, welches Länderszenario man gerne spielen möchte, die Regeln bleiben relativ identisch. Es gibt nur kleine Abweichungen. Zum Beispiel gibt es neue Helfer, die andere Funktionen auslösen. Den großen Unterschied machen die Zielhäfen. Denn bei der Mitteleuropakarte gibt es nur einen Hafen, nämlich Marseille, und bei Nordamerika müssen die Spieler die West- und Ostküste beliefern. In diesem Szenario sind die Zielhäfen dann San Francisco und New York.

Fazit

Obwohl ich sagen muss, dass ich die erste Partie Switch&Signal digital über Tabeltopia spielte, ist mir die analoge Variante doch um einiges lieber. Schon alleine das haptische Gefühl von den kleinen, hübschen Miniatur-Zügen. Super gelöst finde ich, dass es drei verschiedene Arten von Lokomotiven gibt, welche alle unterschiedlich schnell sind. Dabei machen sich aber Würfelglück und Taktik bemerkbar.
Am liebsten würde ich in den Keller rennen und eine Modelleisenbahn hoch holen. Ich war jedoch ein Klemmbaustein-Kind. Trotzdem kenne ich die Modelleisenbahn-Begeisterung. Bei dem vielen Schalten und Walten kam ich mir wie der Koordinator einer Leitstelle vor. Irgendwie schafft das Spiel auch ein Gefühl, als würde man vor sich eine Modelleisenbahnplatte aufbauen.
Es ist ein schönes, kooperatives Spiel bei dem alle gleichberechtigte Entscheidungen treffen und Hinweise geben.Bei diesem Spiel sollte man unbedingt die Ratschläge seiner Mitspieler annehmen, das hilft meist aus der ein oder anderen Zwickmühle heraus.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
Im Spiel Switch & Signas versuchen die Spieler gemeinsam ein Chaos auf den Bahngleisen zu vermeiden. Denn nur so können aufgesammelte Waren auch ans Ziel kommen.
© Foto: Sebastian Schubert
Auch wenn der Spielplan an sich nicht variabel ist, so sind es aber die Startbahnhöfe. Denn diese kann man individuell mit den Bahnhofs-Plättchen selber bestimmen. Das verleiht dem Spiel nochmal einen weiteren Reiz. Somit sollte keine Partie der Anderen gleichen.
Ich finde die Anleitung ist sehr übersichtlich und gut gegliedert, wer da aber selbst nicht durchsieht, kann wieder die schöne Komos-Erklärapp nutzen. Diese ermöglicht einem das sofortige Spielen ohne Regeln lesen.
Bei Switch&Signal von Kosmos gewinnt man auch nicht unbedingt jede Partie. Dies hat aber den Vorteil, dass man unbedingt noch weitere Partien spielen möchte. Manchmal kommt ganz am Ende mit der letzten Karte, das gewünschte Endergebnis.
Außerdem lässt einem das Spiel die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad selbst anzupassen und schwerer oder leichter zu gestalten.
Auch wenn es als kooperatives Spiel ausgelegt ist, hätte ich mir zusätzlich eine Solovariante gewünscht. Denn dieses Spiel bietet eine sehr gute Option auch einen Solo-Modus einzubinden, falls man mal keinen Spielpartner in der Nähe hat und einen trotzdem das Eisenbahn-Feeling packt.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.