Vor langer Zeit hatten drei Raubkatzen das Kämpfen satt. Daher wollten sie beweisen, welche von ihnen die schärften Gewürze vertilgen kann. Der Sieger sollte endlich feststehen, also entschieden sie sich für einen Schärfe-Wettbewerb. Raubkatzen sind allerdings Meister der Täuschung und daher kam es zu diesem sehr spannenden, extra scharfen und sehr tränenreichen Bluff-Spiel. Dabei ist nicht gesagt, ob es Freudentränen sind, Tränen des Verlierens oder einfach weil die Gewürze für die Katzen zu scharf sind.

Kurze Fakten

Spieleranzahl: 2 - 6 Spieler
Altersempfehlung: ab 10 Jahre
Spielzeit: ca. 15 Minuten
Spieleverlag: HeildelBär Games
Spieleautor: Zoltán Győri

So funktioniert Spicy

Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
© Foto: Sebastian Schubert
Der jüngste Spieler fängt an und muss eine Karte anspielen, welche den Zahlenwert von 1 bis 3 beinhaltet, dabei hat er bei dem Gewürz freie Wahl. Die Gewürze bei dem Spiel sind: Pfeffer, Wasabi und Chili.
Die Karten werden verdeckt gespielt und der Spieler sagt an, welche Karte er gelegt hat. Dabei kann er die Wahrheit sagen oder bluffen. Der nachfolgende Spieler muss eine Karte vom gleichen Gewürz mit höherer Zahl ansagen, als die Vorherige. Natürlich kann auch diese Karte ein reiner Bluff sein. Wurde eine Karte mit dem Zahlenwert Zehn angesagt, fängt die Runde wieder bei 1 bis 3, des gleichen Gewürzes an.
Wenn ein Mitspieler bemerkt, dass ein anderer Mitspieler blufft, kann er die Karte anzweifeln. Dies kann jeder Spieler in der Spielrunde so lange machen, bis die nächste Karte gespielt wird.
Wenn es zu einer Herausforderung kommt, also ein Spieler anzweifelt, dass die Wahrheit gesagt wurde, muss der Zweifler sich entscheiden. Bezweifelt er, dass das Gewürz stimmt oder zweifelt er die Zahl an? Dies ist auch das Haarsträubende bei Spicy. Oft ist der Ärger groß, wenn wieder einmal das falsche angezweifelt wurde.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
© Foto: Sebastian Schubert
Ist die Anschuldigung richtig, bekommt der Herausforderer alle bisher gespielten Karten als Siegpunkte gutgeschrieben, der Lügende muss 2 Strafkarten ziehen. Hat der Angeschuldigte aber nicht gelogen, bekommt er wiederum alle Karten als Siegkarten und der Herausforderer muss 2 Strafkarten ziehen.
Es gibt 2 Jokerkarten, einen Zahlen-Joker und einen Gewürz-Joker. Falls der Zahlen-Joker ausgespielt wurde, verliert der aktive Spieler nur, falls das Gewürz angezweifelt wurde. Beim Gewürz-Joker verliert der Spieler nur wenn die Zahl angezweifelt wird.
Jeder Spieler kann, wenn er keine passende Karte hat, passen und eine Karte vom Nachziehstapel nehmen.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
© Foto: Sebastian Schubert
Hat jemand alle seine Handkarten ausgespielt, darf er sich eine von drei Trophäen-Karten nehmen. Diese bringen nochmals 10 zusätzliche Siegpunkte. Sobald ein Spieler 2 Trophäen-Karten ergattert, ist das Spiel sofort beendet. Andernfalls wird solange gespielt bis alle Trophäen-Karten aufgebraucht sind oder die „Verbrannt-Karte“ im Nachziehstapel sichtbar wird.
Nun addiert jeder Spieler die Karten, die er gewonnen hat und zieht die Karten ab, die noch auf der Hand sind. Zum Schluss werden noch die Punkte der Trophäen-Karten dazugerechnet. Die daraus resultierende Anzahl sind die Siegpunkte. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.
Neben dem Grundspiel bringt Spicy mit den „Extra-Scharf“-Karten noch eine kleine Erweiterung mit Sonderregeln mit.

Fazit zu Spicy

Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
Spicy - Ein ziemlich scharfes Bluff-Spiel.
© Foto: Sebastian Schubert
Dieses kleine Kartenspiel ist ganz schön taktisch geprägt. Man muss versuchen seine Gegner zu deuten und trotzdem selbst ein gutes Pokerface besitzen. Es ist ein sehr schnelles und knackiges Partyspiel. Oft ärgert man sich während einer Partie, dass man das eine oder andere Mal genau das Falsche anzweifelte.
Durch die goldene Optik der Karten hat das Spiel seinen eigenen Reiz. Das einzige Manko ist, dass sich diese schönen, goldbeschichten Karten irgendwann abnutzen werden. Auch lassen sich die Karten schlechter mischen als normale Karten. Trotzdem kam das Spiel schon oft auf den Tisch und ich möchte es nicht in meiner Sammlung missen.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.