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| 09:01 Uhr

Skater – eine Subkultur mit eigenen Regeln und eigenem Lebensgefühl

Anzeige. Skateboarden ist bei vielen Jugendlichen beliebt. Es bietet die Möglichkeit, sich von den Erwachsenen und der Masse abzuheben. Was allerdings vordergründig angepasst anmutet, ist hintergründig nicht mit der normalen Jugendkultur vergleichbar. Vielmehr versteckt sich hinter dem Skateboarden eine eigene Kultur, die weltumspannend ist und viele kulturelle Einflüsse hervorgebracht hat.

Die Skateboarder kaufen ihre Boards auf Portalen wie <u>www.longboard-rider.de
und ihre Spraydosen beim Händler um die Ecke.
Aus welchem Grund das Skaten unter Jugendlichen verbreitet ist, kann nicht eindeutig geklärt werden. Allerdings kann durchaus davon ausgegangen werden, dass gerade die Aussteigermentalität der ursprünglichen Skater-Szene sowie die notwendige Kreativität wichtige Gründe dafür waren, dass sich eine feste Subkultur entwickelte, die sich nicht nur auf das Fahren mit dem Brett bezieht. Vor allem der Verstoß gegen die gängigen sozialen Konventionen steht häufig im Mittelpunkt. Skater nutzen den öffentlichen Raum und provozieren oftmals Konflikte. In einigen Fällen wird ihr Verhalten sogar als "kriminell" bezeichnet. Für die Skater selbst ist das Fahren der Rollbretter hingegen vielmehr ein Ausdruck des individuellen Lebensstils, der mit der Nutzung des Brettes verbunden ist.
Jugendliche, die eine Neigung zu dieser Sportart haben, sind leicht zu erkennen. Sie pflegen einen typischen Bekleidungsstil, der auch auf zahlreiche Mode-Designer wirkte, die dann auch Kollektionen entwarfen, die an die Jacken, Hosen und Kopfbedeckungen der Skater angelehnt waren. Viele "Errungenschaften" der Skater-Szene sind heute kaum noch aus der Jugendkultur wegzudenken, wie beispielsweise Jeans, deren Hosenbund jenseits der Hüfte befindlich ist. Auch in anderen Bereichen der Kultur hinterließen die Fahrer ihre Spuren. Dies gilt auch für den Bereich der Bildenden Kunst. Graffiti ist heute allgegenwärtig. Zwar stammt diese Form der Straßenkunst nicht direkt der Skater-Szene. Dennoch nahm die Szene diesen Kunststil an und verbreitete ihn. Graffiti ist heute für viele Grafiker und Grafikdesigner die Grundlage für ihre Arbeit. Auch die Musik wurde durch die rebellischen Jugendlichen beeinflusst. In der Punk- und Hardcoremusikszene gibt es einige Musikstile, die den Skatern sehr nahestehen. Daraus entwickelte sich ein eigener Musikstil, der als Skatepunk bezeichnet wird.

Offiziell wird das Skateboarden als Freizeitsportart eingestuft. Gerade hier zeigt sich die Internationalität des Skatens sowie seine Natur als weltumspannende Subkultur. Für die Skater stellt sich nicht die Frage "Welches Board soll ich benutzen?" Vielmehr stellt sich die Frage, wann andere Skater getroffen werden können. Es gibt keine Verbände, sodass auch kaum <u>große Turniere stattfinden. Allerdings gibt es dennoch eine inoffizielle Rangliste der Skater und sogar Profis sind inzwischen etabliert, die immer neue Tricks entwerfen, die dann von den Anhängern kopiert werden. Wie diese Tricks funktionieren ist dabei ein offenes Geheimnis. Skater kennen insgesamt keinen Wettbewerb - auch wenn sie immer wieder um Ränge und Plätze fahren. Seit vielen Jahren hat sich die Szene kaum verändert. Darum unterscheidet sich der Sport von Trendsportarten. Skateboarden ist daher was es ist: Eine Subkultur mit eigenen Regeln, die fest in der Gesellschaft verankert ist.