Als Gruppe müsst ihr Wasser sammeln und Fische fangen. Allmählich brauen sich finstere Wolken zu einem heftigen Unwetter zusammen und ihr wollt nur noch schnell von der Insel verschwinden. Daher versuchen die Schiffbrüchigen genügend Holz zu sammeln, um Flöße zubauen. Nur so kann sich die Gruppe von der Insel Hellapagos retten.
Das klingt nach einem typischen kooperativen Spiel, wovon ich schon einige vorgestellt habe. Aber nein, dieses Spiel hat eine Besonderheit, welche ich hier gerne vorstellen möchte.
Hellapagos kurze Spielregeln
Pro Runde ändert sich der/in Startspieler/in, welche(r) im Uhrzeigersinn wechselt. Der/die Startspieler/in deckt die Wetterkarte auf und entscheidet wie lange eine Diskussionsrunde geführt wird. Bei einer Abstimmungsphase darf dieser/diese bei Gleichstand die Entscheidung treffen, welcher der Spielenden geopfert wird. Nachdem die Wetterkarte aufgedeckt wurde, hat der aktive Spielende vier Aktionsmöglichkeiten.
a.) Fischen b.) Wasser sammeln c.) Holz suchen d.) das Schiffswrack durchsuchen
Bei der Aktion Fischen und Holz suchen kommt ein Stoffbeutel mit Holzkugeln zum Einsatz. Dabei gibt es fünf helle Holzkugeln und eine Schwarze. Anhand der jeweiligen Leisten auf dem Spielbrett wird die dazu gewonnene Anzahl markiert. Wenn der Spielende sich für das Fischen entscheidet, wird eine Kugel aus dem Beutel gezogen, die Anzahl der abgebildeten Fische zeigt an, wie viele Fische gefangen wurden.
Falls jedoch die Suche nach Holz beginnt, werden beliebig viele Kugeln (maximal 5) gezogen. Wurde dabei eine schwarze Kugel gezogen, erleidet der Spielende einen Schlangenbiss und muss eine Runde mit seinen Aktionen aussetzen. Nur wenn helle Kugeln gezogen wurden, darf der Holzmarker verschoben werden. Wieviel Wasser gesammelt wird, bestimmt die Wetterkarte, welche der/die Startspieler/in gezogen hat. Entscheidet sich ein Spielender für das Wrack, wird eine Wrackkarte gezogen und auf die eigene Hand genommen. Diese Karten können nützliche oder nutzlose Gegenstände sein. Wenn alle Spielenden eine Aktion der Reihe nach ausgeführt haben. Kommt es zum Überlebenskampf. Die Anzahl der Überlebenden wird jeweils mit der Anzahl des Wassers und der Nahrung in den Leisten zurückbewegt.
Kommt es zu einer Wasser- oder Nahrungsknappheit muss entschieden werden, welcher Spieler geopfert wird. Die geschieht per Finger-Voting. Der zu opfernde Spielende kann sich nur noch retten, falls er/sie eine bestimmte Handkarte besitzt, welche die Knappheit auflöst.
Das Spielende ist erreicht, wenn alle Überlebenden jeweils ein Floß haben, sowie eine Nahrung und ein Wasser als Proviant.Falls das Unwetter die Insel erreicht. Müssen auch die Flöße sowie Proviant bereitstehen, sonst kommt es zu weiteren Opfern. Es haben die Spielenden gewonnen, welche als Überlebende noch übrig geblieben sind. Durch die Erweiterung (welche gleich in dieser Version enthalten ist) kommen nun auch Bewohner der Insel hinzu. Mit diesen Ureinwohnern kann nun Handel betrieben werden. Dabei können nutzlose Gegenstände, welche im Wrack gefunden wurden, eingetauscht werden.
Aber auch die Spielenden haben in Form von ihren neuen Charakterkarten jetzt unterschiedliche Sonderfunktionen. Zusätzlich gibt es auch noch neue Gegenstände.
Spielzeit: Ab 20 Minuten
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spieleranzahl: 3 – 12
Autor:in: Laurence Gamelin, Philippe Gamelin
Verlag: Gigamic (Vertrieb asmodee)
Ungefährer Preis: 29 Euro
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Spieleranzahl: 3 – 12
Autor:in: Laurence Gamelin, Philippe Gamelin
Verlag: Gigamic (Vertrieb asmodee)
Ungefährer Preis: 29 Euro
Hellapagos Fazit
Ich persönlich mag kooperative Spiele sehr. Doch Hellapagos von Asmodee schafft ein neues Spielgefühl und den Spagat zwischen einem: “Los gemeinsam schaffen wir das.” und “Das ist dein Problem”.
Dieses witzige hin und her macht dieses Spiel sehr spannend. Außerdem gibt es selten kooperative Spiele, wo mehr als 10 Spieler mitwirken können.
Bei Hellapagos sind sogar bis zu 12 Spieler möglich. Jedoch dauert das Spiel wesentlich länger als 20 Minuten, je mehr Spieler mitspielen. Selbst wenn man durch das Spiel hetzen sollte.Somit sollte man der Minutenangabe auf dem Spielkarton nicht ganz vertrauen.
Das Material von den Holzkugeln und den Karten ist schön illustriert und verarbeitet. Leider gab es bei unseren Runden auch manchmal das Problem, dass alle Gestrandeten mit einmal sterben mussten. Da unsere Nahrung und Wasser so knapp bemessen war, dass ein Voten gar keinen Sinn mehr machte. In so einer Situation geht ein wichtiger Mechanismus in so einem Spiel dann leider unter. Die Erweiterung bringt nochmal Schwung in das Spiel. Was ich bei solchen Spielen auch immer sehr bevorzuge, dass die Spielenden nie genau wissen, wann das Spiel endet. Das wurde mit den Hurrikan-Karten sehr gut gelöst.
Wem selbst das Spiel irgendwann doch zu langweilig wird. Der findet auf https://www.de.gigamic-adds.com/game/hellapagos/Varianten 12 weitere Varianten, um dieses Spiel noch abwechslungsreicher zu gestalten.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.