Ursprünglich bezeichnete der Begriff “Mandala” Schaubilder aus dem Hinduismus und Buddhismus mit einer magischen und religiösen Bedeutung. Hierzulande wird der Begriff jedoch vor allem für runde, geometrische Ausmalbilder verwendet.
Doch egal ob nun in der ursprünglichen Form oder der Neuinterpretation: Mandala strahlen Ruhe, Harmonie und Entspannung aus. Und da das Spielmaterial von Mandala Stones voll mit geometrischen, kreisrunden Bildnissen ist, wird diese Atmosphäre auch von den Spielkomponenten ausgestrahlt. Doch dann kommt das Spielgefühl.

So wird Mandala Stones gespielt

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Im Spiel Mandala Stones ist es das Ziel aller Spielenden die meisten Harmoniepunkte zu erlangen und so zu gewinnen. Dazu werden die namensgebenden Mandala Stones gesammelt, geschickt auf dem eigenen Spieltableau gestapelt, gewertet und so in Harmoniepunkte umgewandelt.
Die Spielenden sind nacheinander an der Reihe und können sich in ihrem Zug entscheiden entweder neue Mandala Steine zu sammeln oder die bisher gesammelten Steine zu werten.
Brettspiel Mandala Stones: Auf dem Sammelplan stehen 24 Stapel, bestehend aus jeweils 4 Mandala Steinen, bereit. Bei der Aktion "sammeln" wird eine der 4 schwarzen Säulen umgesetzt. Die spielende Person erhält anschließend alle umliegenden Mandala Steine, wenn diese das gleiche Mandala wie auf der schwarzen Säule zeigen und nicht an eine andere Säule angrenzen.
Brettspiel Mandala Stones: Auf dem Sammelplan stehen 24 Stapel, bestehend aus jeweils 4 Mandala Steinen, bereit. Bei der Aktion „sammeln“ wird eine der 4 schwarzen Säulen umgesetzt. Die spielende Person erhält anschließend alle umliegenden Mandala Steine, wenn diese das gleiche Mandala wie auf der schwarzen Säule zeigen und nicht an eine andere Säule angrenzen.
© Foto: Marcus Scheib
Zum Sammeln neuer Steine muss auf dem Sammelplan eine der vier schwarzen Säulen versetzt werden. So wie auf den vielen, bunten Steinen ist auch auf jeder Säule eines von 2 Mandalas abgebildet. Wurde die Säule versetzt, darf sich die spielende Person die obersten, umliegenden Mandala Steine nehmen, wenn diese das gleiche Motiv zeigen und nicht an eine weitere Säule grenzen. So bekommen die Spielenden neue Steine für ihr eigenes Tableau.
Die neu gewonnen Steine bilden einen Stapel, welcher auf einem der 5 Stapelfelder des eigenen Spielertableaus platziert wird. Wie die Steine im Stapel angeordnet sind, steht dem Spielenden dabei frei. Die Reihenfolge sollte jedoch gut überlegt sein.
Sobald ein:e Spieler:in ein paar Steine gesammelt und auf dem Tableau angeordnet hat, steht auch die Aktion “Werten” zur Verfügung.
Bei dieser Aktion muss zu Beginn eine der 4 Farben genannt werden. Anschließend werden alle Stapelfelder gewertet, auf denen der oberste Stein die genannte Farbe zeigt.
Die eingesammelten Steine werden in Stapel auf das eigene Tableau gestellt. Jeder Stapelplatz generiert auf seine eigene Art Punkte. Möchte ein:e Spieler:in die Aktion "werten" ausführen, muss eine der 4 möglichen Farben genannt werden. Alle Stapel mit einem Stein der genannten Farbe an oberster Stelle, werden gewertet.
Die eingesammelten Steine werden in Stapel auf das eigene Tableau gestellt. Jeder Stapelplatz generiert auf seine eigene Art Punkte. Möchte ein:e Spieler:in die Aktion „werten“ ausführen, muss eine der 4 möglichen Farben genannt werden. Alle Stapel mit einem Stein der genannten Farbe an oberster Stelle, werden gewertet.
© Foto: Marcus Scheib
Jedes Stapelfeld gibt den Spielenden auf seine ganz eigene Art Harmoniepunkte. Wurde ein Stapel gewertet, wird der oberste Stein entfernt und auf den Mandalaplan gelegt. So wird mit jeder Wertung der Plan immer voller und bunter.
Das Spiel endet, sobald das zur Spieleranzahl passende Feld überschritten wurde.

Das macht Mandala Stones besonders

Mandala Stones ist nicht nur durch das hochwertige Spielmaterial ein besonderes Spiel. Auch die Aktion des Sammelns hält einige spannende Überlegungen bereit. Das beginnt bereits bei der Wahl der Säule. Denn egal für welche der 4 schwarzen Säulen man sich entscheidet, es bleibt ein freier Platz zurück der anderen Mitspielenden Chancen auf heißbegehrte Steine bietet.
Auch sollte die spätere Verwendung der Steine auf dem eigenen Tableau bedacht werden. Richtig punkteträchtig wird eine Wertungsaktion dann, wenn mehrere Stapelfelder gewertet werden können. Dazu müssen jedoch die obersten Steine die gleiche Farbe haben.
Um zügig weitere Harmoniepunkte zu gewinnen, sollten nicht nur die oberen Steine auf den Stapelfeldern die gleiche Farbe haben, sondern auch die darunter liegenden. So können über mehrere Züge hinweg punkteträchtige Wertungen erspielt werden.
Doch ist dieses Spielgefühl wirklich so harmonisch und entspannend wie es die optische Anmutung des Spiels erahnen lässt?

Fazit zu Mandala Stones

Klares Nein! Mandala Stones ist ein Spiel in dem alle Spielenden gegeneinander antreten und jede:r sich selbst am nächsten ist. Auch wenn es darum geht Harmoniepunkte zu sammeln und alle Spielenden gemeinsam an einem “Mandalaplan” (der durch seine Spiralform nicht wirklich viel mit einem Mandala zu tun hat) arbeiten, kann zum Schluss nur eine:r gewinnen.
Brettspiel Mandala Stones: Auf den Mandala-Plan werden die gewerteten Steine abgelegt. Manche Ablageplätze generieren zusätzlich Harmoniepunkte.
Brettspiel Mandala Stones: Auf den Mandala-Plan werden die gewerteten Steine abgelegt. Manche Ablageplätze generieren zusätzlich Harmoniepunkte.
© Foto: Marcus Scheib
Und so wird während des eigenen Zugs nicht nur daran gedacht für sich selbst die meisten Punkte herauszuholen, sondern auch daran, wie man den Mitspielenden nicht zu viele gute Möglichkeiten offen lässt. So kann es passieren, dass eine der 4 schwarzen Säulen mehrere Runden am Stück nicht bewegt wird, weil dann ein viel zu guter Spot für die Mitspielenden frei wird.
Obwohl alle Spielenden auf 2 Planteile gemeinsam zugreifen, fühlt sich Mandala Stones über weite Teile sehr solistisch an. Der große Spielspaß findet im Kopf statt, wenn der nächste Zug vorgeplant und hoffentlich nicht von den Mitspielenden vorher vereitelt wird.
Auch wenn Mandala Stones keine Harmonie an den Spieltisch bringt, werden Knobler und Optimierer großen Spaß daran finden in fast meditativen Denkphasen die meisten Harmoniepunkte aus der gegebenen Situation zu holen.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.