Jeder kennt die Phrase „Bilder sagen mehr als tausend Worte“. Was passiert aber, wenn man keine Worte verwenden darf, sondern nur Objekte, um das jeweilige Bild zu beschreiben. Pictures ist sehr leicht erklärt. Verschiedene Objekte stehen einem zur Verfügung, um das vorhandene Foto möglichst genau nachzubauen. Danach wird gerätselt, was die Basteleien der anderen Mitspieler darstellen. Das Interessante dabei ist, dass die Objekte sich pro Runde ändern, denn den Spielern stehen entweder Bauklötze, farbige Würfelchen, Steine und Stöcke, Schnürsenkel oder Symbolkarten zur Verfügung. Falls du also auf der Suche nach einem Familienspiel bist, welches sich schnell erklären lässt, lustig ist und deine Kreativität fördert, solltest du unbedingt diese Rezension lesen.

Die Fakten

Spieleranzahl: 3 bis 5
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spielzeit: ca. 30 Minuten
Spieleverlag: PD Verlag
Spieleautor: Daniela und Christian Stöhr
Persönliches Genre: Familienspiel

So funktioniert das Spiel

Zuerst werden die Fotokarten gemischt. 16 von ihnen werden gezogen und in einem 4x4-Raster in der Tischmitte ausgelegt. Die Zeilen werden mit den Buchstaben-Plättchen und die Spalten mit den Zahlen-Plättchen bestückt.

Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschieden Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschieden Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
© Foto: Sebastian Schubert
Die Fotoauswahl-Plättchen kommen alle in einen schwarzen Stoffbeutel und werden gründlich durchgemischt.
Anschließend bekommt jeder Spieler seine Bau-Objekte und zieht ein Fotoauswahl-Plättchen aus dem Stoffbeutel. Anhand des Fotoauswahl-Plättchens ist nun ersichtlich, welches Foto, mithilfe des vorliegenden Objekt-Sets, gebaut werden muss. Die unterschiedlichen Objekte-Sets bestehen aus Farbwürfeln, Bauklötzen, jeweils 4 Stöcken und Steinen, 19 Symbolkarten und 2 Schnürsenkeln.
Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschiedene Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschiedene Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
© Foto: Sebastian Schubert
Dabei können alle Objekte eines Objekt-Sets, oder nur Teile davon, benutzt werden. Nur bei den Symbolkarten gibt es die Besonderheit, dass zwei bis fünf Karten, nebeneinander abgelegt werden müssen. Außerdem gibt es noch ein Picture-Emblem. Dieses kann der Spieler legen, um zu symbolisieren, wo bei der Konstruktion “unten” ist. Haben alle Spieler ihre Fotos anhand der Objekte nachgestellt, geht das große Raten los.
Jetzt muss herausgefunden werden, welches Foto die anderen Mitspieler darstellen wollten. Auf den beigefügten Punkteblock schreiben die Spieler ihre vermeintlichen Lösungen, mithilfe der Koordinaten, die sich aus dem 4x4-Raster ergeben, auf.
Jeder Spieler, der das Foto der anderen Mitspieler richtig errät, erhält einen Punkt. Der Spieler, dessen Foto durch andere Mitspieler richtig interpretiert wurde, bekommt für jeden richtigen Tipp einen Punkt.
Die Punkte werden mittels einer Strichliste auf dem Punkteblock notiert.
Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschiedene Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
Bei "Pictures" versuchen sich die Spieler verschiedene Bilder durch das Zusammenbauen von Steinen, Schnürsenkeln usw. zu erklären.
© Foto: Sebastian Schubert
Danach geht es in die nächste Runde. Im Uhrzeigersinn wird das Objekt-Set weitergereicht. Die Fotokarten bleiben die gleichen. Jedoch kommen die Fotoauswahl-Plättchen wieder in den Stoffbeutel. Es wird erneut gezogen und das Spiel beginnt von vorne. Nach fünf Runden endet das Spiel. Der Spieler mit den meisten Punkten hat gewonnen.

Kurzes Fazit

Die Spielmechanik, Bilder mit Worten zu beschreiben, existiert schon sehr lange. Aber sie mit anderen Objekten darzustellen und dabei abstrakt und kreativ zu sein, ist ein sehr interessanter neuer Ansatz. Pictures ist ein sehr abwechslungsreiches Spiel und innerhalb von wenigen Sekunden erklärt.
Interessant ist auch die Variationsbreite, die einem durch die verschiedenen Objekte in diesem Brettspiel geboten wird. Somit sind der Kreativität einfach keine Grenzen gesetzt. Dabei erkennt man zusätzlich, wie Mitspieler das Problem lösen und welche Details ihnen wichtig sind, oder welche sie gar nicht erst bemerken. Dies führt schlussendlich auch zu vielen heiteren Diskussionen.
Was uns ebenfalls gut gefällt ist, dass dieses Spiel sehr viel Potenzial hat, noch erweitert zu werden. Sei es mit eigenen Fotos oder weiteren Objekten. Wenn man das Spiel noch etwas schwieriger gestalten möchte, kann man auch gerne nach Zeit spielen. Das macht die ganze Geschichte noch etwas kniffliger.
„Pictures“ könnte es schaffen, auf der Empfehlungsliste, wenn nicht sogar untern den Nominierten, für die Wahl “Familienspiel des Jahres 2020” zu landen.

Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.