Was ist das Thema des Spiels?

Schon wieder ein kommunikatives Partyspiel auf dem Brettspielmarkt? Ja! Aber besonders ist es trotzdem. Denn hier kommt es nicht auf die richtige Antwort an. Bei diesem Spiel punktet, wer seine Mitspieler gut einschätzen kann. Querdenker und Hobbypsychologen werden dieses Kommunikationsspiel lieben.

Kurze Fakten

Spieleranzahl: ab 2 Spieler
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Spielzeit: ca. 45 Minuten
Spieleverlag: Schmidt Spiele
Spieleautor: Wolfgang Warsch, Alex Hague, Justin Vickers
Genre: Partyspiel

So wird Perfect Match gespielt

Perfect Match kann in zwei verschiedenen Modi gespielt werden. Im Team-gegen-Team-Modus und als kooperative Spiel. Der kooperative Modus bietet sich besonders für kleinere Gruppen an. Jedoch können beide Modi in größeren oder kleineren Gruppen gespielt werden.
Team-gegen-Team:
Die zwei Teams werden aufgeteilt und es wird ein Tippgeber im ersten Team bestimmt.
Dieser zieht eine Wort-Karte. Auf jeder Karte stehen zwei gegensätzliche Begriffe. Zum Beispiel „Heiß“ und „Kalt“.
Nun nimmt sich der Tippgeber das Rad, schließt die Abdeckung und dreht das Rad an den wellenförmigen Kanten. Durch das Drehen wird das Tipp-Ziel neu bestimmt. Anschließend wird vom Tippgeber die Abdeckung versteckt geöffnet. Nur der Tippgeber darf sehen, wo sich das Tipp-Ziel befindet. Dann schließt er die Abdeckung wieder.
Perfect Match von Wolfgang Warsch
Perfect Match von Wolfgang Warsch
© Foto: Sebastian Schubert
Die Aufgabe des Tippgebers besteht darin, seinem Team, in Form eines Wortes oder Satzes, einen Hinweis zu geben, wo sich das Tipp-Ziel befindet. Im Beispiel mit der Wortkarte „Heiß – Kalt“ könnte ein Satz lauten: „Wassertemperatur beim Duschen“.
Nun überlegt das Team, wie warm die Temperatur beim Duschen sein könnte und platzieren den Zeiger auf der Skala. Ist es eher in Richtung „Kalt“ oder wird der Tippgeber doch als „Warmduscher“ eingeschätzt? Dabei kann sich das Team auch laut beraten. Der Tippgeber darf in dieser Phase keine weiteren Hinweise geben.
Hat sich das Team entschieden, wo der Zeiger stehen soll, darf das gegnerische Team einen Tipp abgeben. Sie müssen tippen, ob das wahre Ergebnis links oder rechts neben dem gesetzten Zeiger ist.
Haben beide Teams abgestimmt, folgt die Auflösung und die Abdeckung wird geöffnet. Das Team vom Tippgeber bekommt so viele Punkte, wie der Zielbereich anzeigt, der unter dem gesetzten Zeiger ist. Das gegnerische Team bekommt einen Punkt, wenn ihr Tipp richtig war.
Danach ist das andere Team dran und bestimmt ihren Tippgeber.
Zwei Besonderheiten gibt es noch. Hat das Team des Tippgebers genau 4 Punkte, bekommt das gegnerische Team trotz des richtig liegenden Marker, keinen Punkt.
Wenn ein Team hinten liegt und soeben 4 Punkte erreicht hat, darf es gleich nochmal raten.
Das Team, welches als erstes 10 Punkte erreicht hat, hat gewonnen.
Perfect Match von Wolfgang Warsch
Perfect Match von Wolfgang Warsch
© Foto: Sebastian Schubert
Kooperativer Modus:
Der kooperative Modus empfiehlt sich besonders für kleinere Spielgruppen. Anfangs werden 7 Wort-Karten gezogen und in den Kartenschlitz gesteckt. Die restlichen Karten werden beiseite gelegt. Jeder neue Tippgeber muss eine Karte von diesem Kartenstapel ziehen. Das Spiel endet, sobald alle Karten gezogen sind. Falls die Spieler 10 Punkte erreicht haben, stecken sie den Maker wieder bei der Null hinein und zählen weiter. Wenn genau ins “Blaue” getroffen wird, bekommen die Spieler dieses Mal 3 Punkte. In diesem Fall darf noch eine zusätzliche Karte aus dem beiseite gelegten Stapel gezogen werden. Anhand einer Tabelle in der Spielanleitung sieht die Spielgruppe, wie gut sie war.
Fazit
Bei diesem Spiel können die Spieler schnell heraus bekommen, ob sie sich mit dem Mitspieler auf der gleichen Wellenlänge befinden oder ganz weit davon entfernt sind. Wilde Kommunikationen bietet „Perfect Match“ auf jeden Fall. Daher ist es für Kommunikationsmuffel eher ungeeignet. Es ist ein gutes Spiel für eine gesellige Partyrunde.
Störend empfanden wir lediglich die lange Wartezeit, während sich der Tippgeber einen Begriff überlegte. Als Tippgeber fühlt man sich wiederum unter Druck gesetzt und ärgerte sich am Ende, wenn es nur zu einem schlechten Hinweis gereicht hat.
Um den Corona-Lockdown erträglicher zu machen, hat Schmidt Spieleeine Print&Play-Variante erstellt. Diese kann kostenlos auf schmidtspiele.de gedownloadet werden.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.