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| 13:43 Uhr

Bekleidung
Mittelalter Kleidung eine interessante Kultur

Die mittelalterliche Bekleidung zieht noch heute viele Interessenten und Vereine in den Bann. Menschen, die noch heute das Gefühl erleben möchten, Kleidung des Mittelalters zu tragen und auf diese Weise dem einstigen Lebensgefühl näher zu kommen. Der Zauber des Mittelalters ist noch heute allgegenwärtig.

Die Mittelalter Kleidung

Die Bekleidung war in den früheren Jahrhunderten ganz besonders mit dem Stand und der Herkunft eines Menschen verbunden. Es war so, dass es sogar schriftlich fixierte Vorschriften gab, wie sich ein Mensch von einem bestimmten Stand her zu kleiden hatte. Hier waren die Grenzen sehr eng gesetzt zwischen dem, was schicklich war und dem, was tatsächlich als standesgemäß galt. Ein Ausbrechen aus diesem Kleidungsstil galt als nicht akzeptabel. Erst im späten Mittelalter lockerte sich die gängige Praxis bezüglich des tatsächlichen Kleidungsstils in der Praxis erheblich. Zu Reichtum gekommene Bauern und auch der Standesadel ignorierten die Vorschriften nicht in Gänze, doch erlaubte man sich einige Abweichungen vom einst so strengen Protokoll.

Die Mittelalter Kleidung des Klerus

Im Zeitrahmen des 4. sowie 9. Jahrhunderts führte der Klerus für sich eine Beibehaltung der traditionellen Langtunika durch. Währenddessen in der übrigen Gesellschaft die Langtunika durch die Kurztunika abgelöst wurde, hielt der Klerus an dieser Bekleidung fest, auch um sich klar von der übrigen Masse als solches abzugrenzen.

Die Mittelalter Kleidung des Adels im Mittelalter

Der Adel nutzte im Mittelalter die Kleidung offensichtlich für sich als Statussymbol und ebenso als klare Abgrenzung zur einfacheren Gesellschaft. Es finden sich hier ausschließlich kostbare Stoffe und edle Materialien wieder, die ein entsprechendes Außenbild kreierten. Ein zurückhaltendes, dezentes Auftreten war hierbei nicht im Interesse des Adels, ganz im Gegenteil, man zeigte so die umfassenden Privilegien nach außen. Auch kostbare Accessoires gehörten in dieses Bild hinein. Es war im Übrigen möglich einen klaren Rückschluss auf den individuellen Status des Adelmanns zu schließen, wenn man sich die Form der Kleidung ansah. Umso höher der Adelsmann vom Stand her war, umso enger und auch länger wurde die Kleidung. Die einzelnen Epochen des Mittelalters sorgten jedoch auch bei den einzelnen Modeaspekten für deutliche Unterschiede einzelner Kleidungsfragmente.

Die Mittelalter Kleidung der Handwerker, Bauern und der Bürger

Der Bekleidungsstil der einfachen Bevölkerung wandelte sich in der mittelalterlichen Epoche hingegen kaum. Hier wurde immer viel Wert auf Praktikabilität und Funktionalität gelegt.

Die Kleidung der Handwerker musste strenge Auflagen erfüllen. Hier musste man entsprechende Kleidervorschriften einhalten, die bindend schriftlich fixiert wurden.

Die Bürger, allen voran die Kaufleute waren ebenso an eigene Kleiderordnungen gebunden. Ab dem späten Mittelalter setzten sich jedoch vor allem die reichen Kaufleute gegen diese Vorschriften zur Wehr. Sie kleideten sich infolge dessen meist wie adelige Edelleute, denn finanzielle leisten konnten sie es sich ohne Probleme.

Die Mittelalter Kleidung der Frauen

Im Mittelalter wandelte sich die Bekleidung der Frauen im Zeitalter der Epochen. Vor allem in der früheren Epoche waren die einzelnen Kleidungsvorschriften strikt festgelegt und zunächst auch sehr strikt eingehalten. Die Mittelalter Kleidung des einfachen Standes musste vor allem zweckmäßig sein, da man viel arbeiten musste. In den oberen Schichten, allen voran im Adelsstand gab es eine Reihe von Veränderungen, die eintraten.

Im frühen Mittelalter bestand die Kleidung der adligen Frauen im Wesentlichen aus 2 Tuniken, die übereinander getragen wurden. Über die zwei Tuniken wurde dann ein Mantel getragen. In dieser zeitlichen Epoche stellten die adligen Damen die Kleidung sogar teilweise noch selbst her. Die Materialien, waren aber auch hier bereits hochwertig und wurden teilweise aus dem Ausland importiert.

Ab dem 12. Jahrhundert wandelten sich die Bekleidungsbestandteile der Frau. So nutzte man eine Art Untergewand als höfische Frauenkleidung und eine Art Rock als Obergewand. Hierbei komplettierte ein Mantel das Outfit. Auf dem Kopf trug die adlige Frau zumeist verschiedene Kopfbedeckungen und es wurden einige hübsche Accessoires genutzt. Ab dem 14. Jahrhundert zeigte die adlige Frau Dekolleté und ihre Weiblichkeit. Der Kleidungsstil revolutionierte sich und die Stoffe waren vor allem eines farbenfroh und besonders edel.

Die Mittelalter Kleidung des Mannes

Auch hier galt, die einfache Bevölkerung trug durch die Epoche hinweg besonders einfache Kleidung, die zweckmäßig zum Arbeiten gedacht war. Der gehobene Stand, allen voran der Adel trat wesentlich auffälliger auf und genoß durch die Jahrhunderte hindurch eine gewisse Abwechslung. Die Kleidung der adligen Männer war durchweg farbenfroh und repräsentativ. Es wurden kostbare Materialien und feine Strukturen genutzt. Je enger und länger die Kleidung geschnitten war, umso höher vom Adelsstand war der Mann. Charakteristisch für das späte Mittelalter war im Bereich der Schuhe im Übrigen, dass die Schuhe besonders spitz sein mussten. Je länger und spitzer die Spitze war, umso höherwertiger war der Adelsstand, denn eines konnte mit diesen Schuhen niemand, körperlich schwer arbeiten.