Darum geht’s in „Little Town“

In „Little Town“ sind die Spieler eine Gruppe von Siedlern, die ein malerisches Stück Land entdecken. Tolle Berge, dichte Wälder und klare Seen voll mit Fisch. Da lässt es sich doch aushalten und eine Stadt bauen! Gemeinsam machen sich die Spieler ans Werk, bauen Ressourcen ab und errichten Bauwerke. Doch wer ist der beste Bauherr in der neuen Stadt? Diese Frage gilt es in 4 Runden zu klären.

Kurze Fakten

Spieleranzahl: 2-4
Altersempfehlung: 10 Jahre
Spielzeit: 45min
Spieleverlag: iello
Spieleautor: Shun & Aya Taguchi


So wird „Little Town“ gespielt

In „Little Town“ ist jeder Spieler ein Bauherr und besitzt ein Team aus 3 – 5 Arbeitern (je nach Spieleranzahl). In der Mitte des Tischs liegt ein leeres Spielbrett. Einzelne Felder des Bretts zeigen Berge, Seen und Wälder.

Zusätzlich befindet sich eine Punkteskala und eine Auslage mit Bauwerken auf dem Spielbrett. Zu Beginn einer Partie werden die Marker der Spielenden auf das Startfeld gelegt. In der Auslage liegen Plättchen mit Bauwerken, die im Spielverlauf errichtet werden können. Diese 12 Bauwerke werden in der Spielvorbereitung zufällig gewählt. Zudem liegen noch Plättchen für Getreidefelder in der Auslage.

Der Aufbau von Little Town ist schnell erledigt. Im vorderen Teil des Spielfelds liegen die Bauwerke aus, die sich die Spieler im laufe des Spiels zulegen können. Ressourcen und Münzen werden für alle Spieler erreichbar zur Seite gelegt.
Der Aufbau von Little Town ist schnell erledigt. Im vorderen Teil des Spielfelds liegen die Bauwerke aus, die sich die Spieler im laufe des Spiels zulegen können. Ressourcen und Münzen werden für alle Spieler erreichbar zur Seite gelegt.
© Foto: Marcus Scheib

„Little Town“ wird in 4 Runden gespielt. In jeder Runde spielen die Spieler so viele Züge, bis ihr letzter Arbeiter auf dem Brett platziert wurde. Die Züge werden im Uhrzeigersinn, nacheinander abgehandelt.

In seinem Zug kann der Spielende entscheiden, ob er einen Arbeiter platzieren oder lieber ein Bauwerk errichten möchte.

Platziert der Spieler einen Arbeiter, werden alle an den Arbeiter angrenzenden Felder aktiviert. Der Arbeiter gewinnt dadurch Ressourcen oder aktiviert bereits gebaute Häuser. Holz- und Steinressourcen werden zum Errichten von Bauwerken benötigt. Fisch- und Getreideressourcen benötigen die Spieler, um am Rundenende ihre Arbeiter zu ernähren.

Die Rssourcengewinnung ist in Little Town denkbar einfach. Die Spieler platzieren einen ihrer Arbeiter auf dem Feld. Alle Felder um den Arbeiter werden aktiviert und können geerntet werden. In diesem Beispiel erhält der Spieler 2-Fischressourcen für das umliegende Gewässer, eine Holzressource für den Baum und eine Getreideressource vom Feld.
Die Rssourcengewinnung ist in Little Town denkbar einfach. Die Spieler platzieren einen ihrer Arbeiter auf dem Feld. Alle Felder um den Arbeiter werden aktiviert und können geerntet werden. In diesem Beispiel erhält der Spieler 2-Fischressourcen für das umliegende Gewässer, eine Holzressource für den Baum und eine Getreideressource vom Feld.
© Foto: Marcus Scheib

In unserem Beispiel befinden sich direkt angrenzend zu unserem Arbeiter ein Waldfeld und 2 Seefelder. Zusätzlich hat ein Mitspieler bereits ein Getreidefeld gebaut. Der Arbeiter bekommt aus dem Wald 1xHolzressource. Das doppelte Seefeld generiert 2xFischressourcen. Um sich am Getreidefeld bedienen zu können, muss der aktive Spieler dem Besitzer des Feldes eine Münze geben. Dafür erhält er anschließend 1xGetreideressource.

In seinem Zug kann der aktive Spieler auch ein Bauwerk errichten. Dazu wählt der Spielende ein Bauwerk aus der Auslage und zahlt die abgebildeten Holz- und Steinressourcen. Anschließend wählt er sich einen Platz auf dem Spielbrett aus, an dem das Bauwerk platziert wird. Um zu symbolisieren, dass der Spieler Besitzer des Bauwerks ist, platziert er einen Hausmarker in seiner Farbe auf das Feld. Für das Bauen des Bauwerks erhält der Spieler die entsprechende Anzahl an Siegpunkten

Um das Gebäude zu bauen muss der Spieler 2 Stein- und 2 Holzressourcen ausgeben. Er erhält für den Bau sofort 7 Siegpunkte. Zudem kann er im weiteren Spiel dieses Gebäude kostenlos aktivieren und so weitere Siegpunkte gewinnen.
Um das Gebäude zu bauen muss der Spieler 2 Stein- und 2 Holzressourcen ausgeben. Er erhält für den Bau sofort 7 Siegpunkte. Zudem kann er im weiteren Spiel dieses Gebäude kostenlos aktivieren und so weitere Siegpunkte gewinnen.
© Foto: Marcus Scheib
In diesem Beispiel möchte der Spieler ein „Restaurant“ bauen. Er bezahlt die dargestellten Kosten von 2xHolzressourcen und 2xSteinressourcen. Anschließend platziert er das Restaurant auf dem Spielbrett und stellt seinen Hausmarker auf das Plättchen. Der Spieler erhält für dieses Bauwerk 7 Siegpunkte.

Platziert ein Spieler nun einen Arbeiter neben das Restaurant, kann er aus einer Fisch- und einer Getreideressource 4 Siegpunkte generieren. Er muss dafür den Besitzer des Restaurants eine Münze bezahlen. Der Besitzer kann diese Aktion kostenlos ausführen.

So spielen die Spieler nacheinander ihre Züge. Die Runde endet, wenn alle Spieler ihren letzten Arbeiter platziert haben. In dieser Phase müssen die Arbeiter ernährt werden. Für jeden ihrer Arbeiter zahlen die Spieler entweder eine Fisch- oder eine Wasserressource. Andernfalls verliert der Spieler 3 Siegpunkte für jeden Arbeiter, den er nicht ernähren kann.

Anschließend startet die nächste Runde. Nach 4 Runden ist Schluss. Wer nun die meisten Siegpunkte auf der Skala hat, gewinnt

Fazit zu „Little Town“

„Little Town“ ist ein Spiel, das sich vor allem an Familien oder Einsteiger Spielgruppen richtet.

Die komplexeren Regeln und Zusammenhänge von anderen „Ressourcen gewinnen, Bauwerke errichten“-Spielen (auch Workerplacement genannt) werden hier auf ein Minimum vereinfacht. So ist das Spiel sehr zugänglich und schnell erklärt.

Die taktischen Möglichkeiten sind dennoch nicht zu unterschätzen! Denn sind Spielprinzip und Zusammenhänge einmal verstanden, beginnt das optimieren. Wo kann der Arbeiter am gewinnbringendsten eingesetzt werden? Welche Bauwerke lohnen sich tatsächlich? So entwickeln junge Spieler ein taktische Denken, welches später auch bei komplizierteren Spielen von Nutzen ist.

Auch für Abwechslung ist gesorgt. Das Spielbrett ist beidseitig mit unterschiedlichen Startressourcen bedruckt und es gibt eine große Auswahl an möglichen Bauwerken.

Die sehr schöne Optik und die tollen Spielmaterialien finden auch bei jüngeren Spielern anklang. Durch die kompakte Schachtel lässt sich „Little Town“ sehr gut auf Reisen mitnehmen. Es ist somit ein ideales Spiel für Familien und Spieleinsteiger.

Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.