Was ist das Thema des Spiels?


Der Zoch Verlag hat einige Geschicklichkeits- und Balancespiele in seinem Repertoire. “Riff Raff“gehört definitiv zu einem der ganz besonderen seiner Art. Als Kapitän ist es die Aufgabe, seine Fracht nicht von Board “fallen” zu lassen. Doch dies wäre alles einfacher, wenn kein starker Seegang das Schiff von einer Richtung, in die andere Richtung schaukeln würde.

Kurze Fakten

Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler
Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Spielzeit: ca. 30 Minuten
Spieleverlag: Zoch
Spieleautor: Christoph Cantzler
Genre: Balancespiel

So funktioniert das Spiel


Bei diesem Spiel sollte man nach dem Öffnen des Kartons diesen nicht weglegen. Denn den Karton benötigt man später noch. Die untere Kartonseite bestückt man mit den beiden Wellenteilen. Somit hat man die raue See schon einmal aufgebaut. Danach baut man das Schiff mit dem Schwenkmechanismus zusammen. Dies wird in der Anleitung leicht erklärt und dauert auch nicht lange.
Danach bekommt jeder Spieler seine 8-teilige Fracht und einen Kartensatz. Dieser Kartensatz ist von eins bis zehn nummeriert. Jeder Kartensatz hat eine andere Farbe.
Dann kann der Balanceakt beginnen.

Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
© Foto: Sebastian Schubert

Nun sucht sich jeder Spieler verdeckt eine Zahlenkarte von seinem persönlichen Kartenstapel aus.
Anschließend drehen alle Spieler gleichzeitig ihre Karten um. Der Spieler mit der höchsten Zahl wird automatisch Kapitän.
Der Kapitän ist der Erste, der seine Fracht auf die jeweilige nummerierte Position des Schiffes laut seiner gewählten Zahlenkarte legen darf. Danach folgt der Spieler mit der nächsthöchsten Karte und so weiter.


Falls gleichwertige Karten gelegt werden, darf der Kapitän die Reihenfolge bestimmen. Eine Runde endet, wenn jeder einmal an der Reihe war. Die gespielte Zahlenkarte wird beiseitegelegt, da diese nur einmal ausgespielt werden darf.

Diese Fracht gilt es in Riff-Raff zu transportieren.
Diese Fracht gilt es in Riff-Raff zu transportieren.
© Foto: Sebastian Schubert

Beim Legen der Fracht gibt es noch einige Sachen zu beachten. Die Fracht darf mit einer Hand oder beiden Händen auf die Positionen gelegt oder gehängt werden. Bereits liegende Holzteile dürfen nicht mit den Händen berührt werden, jedoch mit Hilfe des neugeladenen Holzteiles verschoben werden.
Falls eine oder mehrere Ladungen vom Schiff fallen, darf der aktive Spieler die herabfallenden Teile auffangen. Alle Teile, die er mit den Händen auffängt, werden aus dem Spiel genommen. Es ist aber nicht erlaubt ausschließlich das Teil zu retten, was gerade platziert wurde.
Teile, die nicht aufgefangen herunterfallen, muss der aktive Spieler vor sich ablegen und im weiteren Spielverlauf wieder das Schiff damit beladen. Falls nur das Teil aufgefangen wird, das gerade aufgeladen wurde, muss auch dieses noch einmal, in der nächsten Runde, ausgespielt werden.

Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
© Foto: Sebastian Schubert

Wenn auf den Zahlenbereichen von fünf bis zehn schon ein Teil liegt, darf der Spieler nacheinander auch zwei Teile auf diesen Bereich legen. Dies muss jedoch vor dem Spielzug geäußert werden und muss auch eingehalten werden.
Wenn alle Spieler ihre Ladung auf den jeweiligen Schiffsbereichen erfolgreich gelegt haben, beginnt eine neue Runde. Wer all seine Holzteile als Erstes auf dem Schiff untergebracht hat, hat das Spiel gewonnen. Sollten alle Spielkarten ausgespielt sein und es gelang keinem Spieler alle Teile unterzubringen, gewinnt der Spieler, der die wenigsten Holzteile vor sich liegen hat.


Kurzes eigenes Fazit

Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
Riff Raff - Schaukelpartie auf den Weltmeeren
© Foto: Sebastian Schubert

Für Spielgruppen, die nicht so häufig Brettspielabende veranstalten, sind Balance- und Geschicklichkeitsspiele genau das Richtige. Da passt “Riff Raff” optimal in jede Spielesammlung. Es ist schnell erklärt und sieht optisch super aus. Der Vorteil an “Riff Raff”, im Gegensatz zu vielen anderen Balancespielen, wie zum Beispiel: “Jenga”, ist, dass die Spannung gleich ab dem ersten Fracht-Teil losgeht. Denn das Schiff bewegt sich auch schon von selbst, welches den Nervenkitzel vorantreibt. Durch den schaukelnden Mechanismus kommt es einem Wellengang gleich und sollte selbst den härtesten Piraten Schweißperlen auf die Stirn treiben. Auch wenn das Spiel nur für zwei bis vier Spieler ausgelegt ist, kann man auch gerne Teams bilden, wobei die Entscheidung für die einzelnen Teile sowie das Positionieren der Schiffsbereiche zu heiteren Diskussionen führt.

Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.