Was ist das Thema des Spiels?

Wer den Film Arrival kennt, dem wird dieses Szenario etwas sagen: Außerirdische kommen auf unseren Planeten und leider gibt es eine Kommunikationsbarriere, da die Menschen die außerirdischen Zeichen nicht deuten können.

Bei diesem Brettspiel ist die Thematik eine ähnliche. Die Aliens kommen auf den Planeten Erde und wollen mit den Ägyptern kommunizieren. Es gibt die eine oder andere Kommunikationsschwäche. Die Aliens sind aber nette Wesen und versuchen sich mit den Ägyptern zu unterhalten. Da die Kommunikation dann doch klappt, wollen die Außerirdischen gerne für ihren Heimatplaneten ein paar Gastgeschenke für ihre Artgenossen mit nach Hause nehmen.

First Contact
© Foto: Sebastian Schubert

Kurze Fakten

Spieleranzahl: 2 bis 7 Spieler
Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Spielzeit: ca. 45 Minuten
Spieleverlag: Huch!
Spieleautor: Damir Khousnatdinov
Persönliches Genre: Familienspiel

So funktioniert das Spiel

In der Mitte des Tisches werden die Symbolkarten (Objektkarten) ausgelegt. Diese Karten werden in einem 5x5-Raster angeordnet. Der Sichtschutz wird für die Aliens und Ägypter aufgestellt. Die beiliegenden Stifte werden verteilt. Danach bekommen die Ägypter ihre Worttafeln und Wahlkarte. Die Außerirdischen erhalten ihre Sprachtafel, eine größere Schreibtafel, Gunstmarken und ihre Auftragskarte.

First Contact
© Foto: Sebastian Schubert
Nun werden die Spieler in Außerirdische und Ägypter unterteilt. Die jeweiligen Spieler nehmen hinter ihrem Sichtschutz Platz. Dabei können bis zu vier Ägypter (mit jeweils eigenem Sichtschutz), sowie drei Aliens (mit einem gemeinsamen Sichtschutz) teilnehmen.

Der Spieler im Ägypter-Team, der die meisten Sprachen spricht, ist der Startspieler. Jetzt kann das Rätseln beginnen. Erst beginnt die Ägypter-Phase und danach folgt die Alien-Phase.

Während der ersten Phase fragt der Ägypter nach einem Begriff. Diesen Begriff sagt er nicht laut, sondern dreht 1 bis 5 Objektplättchen seiner Wahl um 90-Grad. Damit versucht er auf sein Wort hinzuweisen. Will der Erdling zum Beispiel das Wort “rund” erfragen, könnte er Weintrauben, Erbsen, Ball und Apfel drehen. Jetzt müssen sich die Aliens beraten, welches Wort der Ägypter erfragen wollte. Dies dürfen sie aber nicht laut sagen.

First Contact
© Foto: Sebastian Schubert
Wenn die Außerirdischen der Meinung sind, der Ägypter könnte „rund” meinen, schreiben sie die Hieroglyphe für das Wort „rund” auf die größere Schreibtafel. Danach zeigen sie die Schreibtafel den Ägyptern. Diese notieren sich die Hieroglyphe auf ihrer Worttafel unter dem Begriff rund. Jeder Ägypter sollte nun einmal an der Reihe sein und nach einem Wort gefragt haben, um eine jeweilige Hieroglyphe zu bekommen.

First Contact
© Foto: Sebastian Schubert
Anschließend startet die Alien-Phase, diese wollen gerne 3-5 Gastgeschenke haben, je nachdem, welche Version man spielt. Nun muss das Alien auf der Auftragskarte nachschauen, welches Gastgeschenk es empfangen möchte und dieses so genau wie möglich “erklären”. Doch wie macht es das? Es schreibt auf seine größere Schreibtafel mehrere Zeichen und hofft, dass die Ägypter diese interpretieren können. Zum Beispiel „rund”, „flüssig”, „klein”... Das könnte zum Beispiel Weintrauben bedeuten. Wenn die Ägypter der Meinung sind, sie wissen, welches Gastgeschenk das Alien will, kreuzen sie das Objekt auf der Wahlkarte an und zeigen dies den Außerirdischen. Liegen die Ägypter richtig, bekommen diese eine Gunstmarke. Außerdem wird eine Gunstmarke auf das richtige Objekt auf dem 5x5-Raster gelegt. Wenn mehrere Aliens mitspielen, beginnt das rote Alien, als zweites ist das blaue Alien und zuletzt ist das grüne Alien an der Reihe.

Das Alien und der Ägypter, die die meisten Gunstmarken gesammelt haben, gewinnen das Spiel.

First Contact
© Foto: Sebastian Schubert

Fazit

Ein interessantes Gesellschaftsspiel, bei dem die Spieler merken, ob sie die gleiche Denkweise besitzen, wie ihre Mitspieler. Bei unseren unterschiedlichen Spielrunden war es lustig mit anzuschauen, wie unterschiedlich die jeweiligen Spieler denken.

Spieler, die Assoziationen bilden können und gerne um die Ecke denken, werden bei diesem Spiel viel Freude haben! Zudem lässt sich „First Contact“ sehr einfach erklären. In unseren Spielrunden haben wir das Spiel mehrmals hintereinander gespielt.

Auch wenn die Partien größtenteils stumm gespielt wurden, haben wir am Ende viel darüber diskutiert, warum welche Karte bei welchem Begriff gedreht wurde.

Das hat uns gefallen:

  • die Spielmechanik
  • einfach zu erklärendes Spiel mit großem Spaßfaktor
  • Spiel für kleine und größere Gruppen
  • spannende Thematik

Das könnte besser sein:

  • die blaue Alien-Symbolkarte könnte etwas heller sein, da sich bei schummrigem Licht die Zeichen nicht gut von der Hintergrundfarbe absetzen
  • Eine Erweiterung mit Karten mit weiteren, zu erratenden Wörtern wäre denkbar

Gesamtauswertung:

Wie komplex ist das Spiel: 5/10

Wie verständlich sind die Regeln: 8/10

Wie gut ist das Spielmaterial: 8/10

So gut fanden wir das Spiel: 8/10

Preis-Leistungs-Verhältnis: 8/10

Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.