| 10:21 Uhr

Fahrradsitze für Kinder - worauf zu achten ist

Natur und Umgebung stecken voller Überraschungen. Eine ideale Möglichkeit, mit dem Kleinkind Interessantes und Spannendes zu erkunden und sich in frischer Luft zu bewegen, ist eine Radtour. Doch bis der Nachwuchs selbstständig in die Pedalen treten kann, dauert es noch einige Zeit.

Daher ist der Transport in einem geeigneten und vor allen Dingen sicheren Kindersitz eine perfekte Lösung. Doch bevor es daran geht, den Ausflug zu starten, sollten einige wesentliche Kriterien beim Kauf eines Kindersitzes beachtet werden.

Umfangreiche Auswahl an Fahrradsitzen

Die Auswahl an unterschiedlichen Produkten ist bekanntermaßen äußerst umfangreich. Auch wenn das Prinzip des Fahrradsitzes sich kaum verändert hat - neue Technologien haben zu einer optimierten Verarbeitung und einem hohen Maß an Sicherheit geführt. Bevor Eltern sich für ein Modell entscheiden, sollte natürlich das Rad auf Verkehrstauglichkeit hin geprüft werden. Bremsen, Bereifung und Beleuchtung müssen in einem einwandfreien Zustand sein. Daneben empfiehlt es sich zu checken, inwieweit eine sichere und stabile Montage am Fahrrad überhaupt gewährleistet ist. Antworten darauf findet man in der Betriebsunterlagen des Rads oder über den Fachhandel. Idealerweise nimmt man Kind und Fahrrad zum Kauf mit. Nicht jeder Sitz ist für das Kleinkind geeignet, nicht jeder Sitz lässt sich auch sicher und vorschriftsmäßig am Rad anbringen.

Insbesondere der Faktor Sicherheit steht neben der Funktionalität ganz oben auf der Skala. Wie in einem Online Beitrag auf moms.de nachzulesen ist, sollten beim Kauf qualitativ hochwertiger Transportmittel für die Kleinen folgende Aspekte in jedem Fall Berücksichtigung finden:

Gütesiegel sollte zwingend vorhanden sein (zertifiziert durch TÜV, versehen mit dem GS Siegel "Geprüfte Sicherheit"Hochwertige Verarbeitung der ProdukteAuswahl der Gurte (exemplarisch Hosenträgergurte, Beckengurte)Fahrradsitz sollte der Größe und dem Gewicht des Kindes individuell angepasst seinOptimale Polsterung oder Federung der SitzeLeichte Pflege und ReinigungDie vorstehenden Kriterien sind von essentieller Bedeutung. Dabei ist es unerheblich, ob man sich für einen Heck - oder Frontsitz entscheidet. In einem Onlinebeitrag des adac.de wird zudem empfohlen, Testergebnisse für die Kaufentscheidung hinzuzuziehen.

Der Heckkindersitz

Hecksitze für Kleinkinder wird zumeist auf dem Gepäckträger oder am Rahmen befestigt. Im Vergleich zum Frontsitz bietet er durch die höheren Lehnen ein Plus an Sicherheit und stützt den Rücken - und Kopfbereich optimal ab. Vor allem bei potentiellen Unfällen ist das Kind dadurch besser gesichert. Sitzt das Kind hinter dem Fahrer, bedeutet dieses zugleich auch einen besseren Schutz vor Wind und Regen. Ein Nachteil dieser Sitzform ist es, dass man das Kind nicht permanent im Blick hat. Auch eine direkte Unterhaltung gestaltet sich schwieriger.

Der Frontsitz

Der sicherlich größte Vorzug liegt darin, dass man das Kind zu jeder Zeit im Auge hat. Sofern die Montage auf der Mittelstange des Rades erfolgen kann, wird zusätzlich eine verbesserte Stabilität des Gesamtkonstrukts erreicht. Auch für das Kind ist es angenehmer, denn durch die Sitzposition hat der kleine Begleiter eine perfekte Rundumsicht und ist mit der Wahrnehmung und Auffassung seiner Umgebung nachhaltig beschäftigt. Eine bessere Kontrolle ist für den Fahrer während der Tour zudem gewährt.

Nachteilig ist es zu bewerten, dass die Kleinen Regen und Wind unmittelbar ausgesetzt sind. Zudem ist der Schutz bei einem Unfall deutlich geringer als bei einem Hecksitz. Auch die fehlende Kopf- Nackenstütze kann sich als Problem erweisen. Sollte das Kind einschlafen, so würde der Kopf hin und her pendeln.

Gute Polsterung und Gurte

Ein entscheidender Faktor bezüglich eines guten Kindersitzes ist die Federung oder Polsterung. Diese sollte so gewählt werden, dass bei Unebenheiten auf der Fahrtstrecke Schläge abgefedert werden. Dabei gilt es zu beachten, dass die Federung nicht zu stark ausgeprägt ist, damit ein sicherer Sitz gewährleistet bleibt. Bei den Gurten sollte auf einen tadellosen Sitz geachtet werden, wobei der Verschluss nicht durch das Kleinkind zu öffnen ist. Hierdurch können Quetschungen verhindert werden.

Was sagt der Gesetzgeber

Der Führer eines Fahrrades, auf dem Kinder transportiert werden, muss mindestens 16 Jahre alt sein, während das Kind maximal 7 Jahre alt sein darf. Ferner gilt die Regelung, wie sie in einem Online Beitrag auf kvw-mhm.de publiziert wird, dass der Sitz vorne in Fahrtrichtung ein zulässiges Gewicht von 15kg des Kindes und beim Sitz hinten in Fahrtrichtung ein Gewicht von 22 kg erlaubt. Dieses basiert auf der Grundlage des § 21 der Straßenverkehrsordnung. (StVO).