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| 11:59 Uhr

DIY im Trend: Tipps zum Nähen individueller Kleidung

FOTO: pixabay.com
Nähen liegt im Trend. Selbst produzierte Kleidung steht für Kreativität und unterstreicht den individuellen Charakter einer Person. Mit ein wenig Übung und einer gut ausgestatteten Nähstube gelingen in den eigenen vier Wänden unverwechselbare Einzelstücke. Teure Fehlkäufe und gesundheitsgefährdende Stoffe sind somit passé.

Fair produziert und günstig

Aufgrund zahlreicher Berichte über Ausbeutungen von Nähern in Dritte-Welt-Ländern und giftigen Stoffen lohnen sich handgefertigte Outfits. Denn zum einen werden sie fair produziert. Das bedeutet alle Herstellungsprozesse liegen in der eigenen Hand und beim Stoffkauf kann nach dem Ursprung der Ware gefragt werden. Ein weiterer Grund, mit diesem Trend zu gehen, sind mögliche Gesundheitsgefahren: Selbst genähte Kleidung wird nicht in vielen chemischen Prozessen behandelt. Teure Transportwege fallen ebenfalls weg.

Sich an die Nähmaschine zu setzen, kann außerdem bares Geld sparen. Besonders wenn der Stoff abgelegter Kleidung "recycelt wird", fallen kaum Kosten an. Viel zu große oder zu enge T-Shirts oder Hosen gehören ebenso der Vergangenheit an. Wer selbst näht, kann Kleidungsstücke nach Maß fertigen, die den eigenen Vorstellungen entsprechen und gut sitzen.

Mit kleinen Schritten beginnen

Anfängerinnen sollten sich zunächst an einfache Stücke wagen - Kleider und Röcke sind eher für Fortgeschrittene geeignet. Aber mit etwas Übung gelingen einzigartige Outfits. Um erfolgreich beginnen zu können, bedarf es einer guten Grundausstattung: Für den Anfang reicht eine einfache Nähmaschine aus. Weiterhin werden Garn, Stecknadeln, eine scharfe Schneiderschere, ein Maßband sowie ein Pfeiltrenner, zum Auftrennen von Nähten, benötigt. Als Zusatzmaterial sollte ein Vorrat an Reißverschlüssen, Knöpfen oder Stoffbändern vorhanden sein. Zum Drapieren von Stoffen und Anpassen der Konfektionsgröße lässt sich eine Schneiderpuppe verwenden . Je nach Modell kann sie auf unterschiedliche Konfektionsgrößen eingestellt werden.

Nach Anleitung nähen

Damit die Kleidungsstücke auch passen, sollte man Schnittmuster zurate ziehen. Diese gibt es kostenlos online oder in Handarbeitsläden. Mit etwas Geschick lassen sich diese selbst herstellen. Dafür den Schnitt eines Kleidungsstückes auf Papier zeichnen. Natürlich ist der Stoff für ein gelungenes Ergebnis wichtig. Baumwolle oder Leinen laufen beim Waschen etwas ein und müssen deshalb vor dem Nähen gewaschen werden. Für ein leichteres Arbeiten die Stoffe vorher bügeln, da sie sich so einfacher verarbeiten lassen. Seide oder Polyester sind eher etwas für Fortgeschrittene, da sie sich schwerer zusammenfügen lassen.

Vor dem Nähen die Schnittmuster mit einer Schneiderkreide auf den Stoff übertragen und dabei die Größenlinien benutzen, damit die Konfektionsgröße am Ende stimmt. Außerdem gilt es, darauf zu achten, die Nahtzugabe nicht zu vergessen. Neulinge sollten beim ersten Mal genau nach Anleitung arbeiten. Danach den Stoff auf links drehen und am besten mit einem zickzackförmigen Stich zusammennähen. Währenddessen immer wieder überprüfen, ob die Passform stimmt und die Nähte stimmen. Für festere Stoffe eine stärkere Nadel verwenden.