Unsere Spiele-Tipps für die anstehenden Wochen mit dem Coronavirus und ohne Schule und Kita. Was sich aus dem, was im Haushalt schon vorhanden ist, so machen lässt:

1. Buden bauen

Das wird gebraucht: Alte Umzugskartons aus dem Keller, Decken, Bettlaken, Kissen, Wäscheklammern, ggf. Stühle, Hocker, etc.

So geht’s: Das ganze Spielzimmer in eine Höhlenlandschaft verwandeln. Je nach Interesse der Kinder lässt sich das auch als Indianerdorf, Raumstation, Ritterburg, Schiff oder jedes andere beliebige Thema bauen. Decken in Regalen, Heizkörpern oder Stuhllehnen festklemmen. Kisten als Wände oder Verbindungsgänge einbauen. Kissen und weitere Decken als Kuschelmaterial in die Höhlen einbauen. Tipp: Stühle eignen sich auch gut als Aussichtsplattformen in der Höhlenlandschaft.

Höhlen oder Buden in den eigenen vier Wänden bauen.
© Foto: Bodo Baumert

Wer das Abenteuer komplett machen will, kann auch in der Höhle vespern oder übernachten.

2. Stadt, Land, Fluss

Das wird gebraucht: Ein Blatt Papier und ein Stift für jeden Mitspieler:

So geht’s: Der Spielklassiker kommt ohne große Vorbereitung aus. Die Mitspieler müssen sich nur auf Kategorien einigen. Stadt, Land, Fluss, Name, Beruf, Pflanze, Tier – das sind die Klassiker. Wer für Abwechslung sorgen will, kann neue Themen hinzufügen: Krankheiten (Mit C hätten wir da schon eine Idee), Lausitzer Sehenswürdigkeiten, Schlagersänger, gescheiterte Casting-Jury-Mitglieder (dann würde Xavier Naidoo endlich mal für etwas taugen).

Um den Schwieirgkeitsgrad über die Generationen anzupassen, können auch Kategorien hinzugefügt werden, in denen die Kinder einen Vorsprung haben: Kinderbuchfiguren, Pokemons, Klassenkameraden, ....

Dann geht’s los: Ein Spieler sagt laut „A“ und geht dann das Alphabet leise durch. Ein anderer sagt „Stopp“ und Spieler A verkündet, bei welchem Buchstaben er gerade ist. Dann suchen alle Mitspieler zu jeder Kategorie einen Begriff mit diesem Buchstaben: Aachen, Argentinien, Ahr, Anton, Archäologe...

Wer fertig ist, ruft wiederum „Stopp“. Dann wird verglichen. Wer einen Begriff hat, den auch andere haben, bekommt 5 Punkte; für ein Wort, das kein anderer hat, gibt es 10 Punkte. Wer als Einziger ein Wort in einer Ketagorie hat, bekommt dafür 20 Punkte.

Zusammenzählen und auf zur nächsten Runde.

3. Schiffe versenken

Das wird gebraucht: Ein Blatt Papier mit Kästchen und ein Stift für jeden Mitspieler (geht nur zu zweit).

So geht’s: Jeder Spieler zeichnet auf seinem Blatt ein Quadrat. Die beiden Achsen werden mit Buchstaben und Zahlen beschriftet, so, dass jedes Kästchen eine Koordinate bekommt (A1, B5, F6). Dann einigen sich beide Spieler auf eine gleiche Anzahl von „Schiffen“ die auf einem zweiten Quadrat eingezeichnet werden. Die Schiffe sollten unterschiedlich lang sein.

Dann kann „losgeschossen“ werden“. Spieler A sagt eine Koordinate an, zum Beispiel F6. Spieler B schaut, ob er da ein Schiff eingezeichnet hat. Falls kein Schiff an der Stelle ist, sagt er „Wasser“ und darf selbst zielen. Falls doch ein Schiff an der Stelle war, heißt die Antwort „Treffer“ und Spieler A darf noch mal zielen.

Gewonnen hat, wer die Schiffe des anderen zuerst versenkt hat.

4. Kinderzimmer nachbauen

Das wird gebraucht: Ein Schuhkarton, Papier, Tapetenreste, Stoffreste, Bastelkarton, Schere, Kleber, Fantasie.

So geht’s: Lassen Sie ihre Kinder das eigene Zimmer – oder wahlweise ihr Wunschzimmer – im Schuhkarton nachbauen. Dabei kann alles zum Einsatz kommen, was an Bastelresten oder Material zu finden ist. Anspruchsvollere Baumeister können natürlich auch das Stadion der Freundschaft oder wahlweise die Schlacht bei Mühlberg als Diorama nachbauen.

5. Käsekästchen

Das wird gebraucht: Ein Blatt Papier mit Kästchen und zwei Stifte (geht nur zu zweit).

So geht’s: Man grenzt auf kariertem Papier mit dem Schreibstift ein rechteckiges Feld ab. Ziel ist es, die meisten Karos im Feld zu erobern.Wer am Zuge ist, muss einen Strich ziehen – also die vorgedruckte Grenze zwischen zwei Karos. Wer mit seinem Strich ein Karo komplett abschließt – also den letzten Strich um ein Karo zieht –, setzt sein Zeichen hinein und ist sofort noch einmal am Zuge.

Sind alle Kästchen ausgefüllt, wird ausgezählt, wer die meisten mit seinem Symbol gefüllt hat.

Das Spiel wurde übrigens bereits 1889 in Frankreich erstmals erwähnt.

6. Kim-Spiele

Das wird gebraucht: Eine Augenbinde, Dinge zum Fühlen, Riechen, Schmecken.

So geht’s: Als Kim-Spiele werden Spiele bezeichnet, bei denen die Mehrfähigkeit des Gedächtnisses oder die Sinne geschult werden. Der Name geht auf den Roman Kim von Dschungelbuch-Autor Rudyard Kipling zurück, in dem ein indischer Straßenjunge seine Spionage-Fähigkeit durch Spiele erlernt.

Seh-Kim: Auf einem Tisch liegen verschiedene Gegenstände, dann werden dem Spieler die Augen verbunden und ein Gegenstand weggenommen. Augenbinde wieder ab und raten, was fehlt.

Riech-Kim: Augen verbinden und verschiedene Dinge am Geruch erkennen.

Schmeck-Kim: Augen verbinden und verschiedene Dinge am Geschmack erkennen.

Fühl-Kim: Gegenstände hinter einem Tuch müssen ertastet und erraten werden.

7. Sachgeschichten

Das wird gebraucht: Laptop oder Handy mit Verbindung zu Internet:

So geht’s: Wer lieber Video schauen will, aber nicht auf das sinnlose Programm diverser Kinderkanäle im TV zurückgreifen will, findet auf www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten alle Sachgeschichten, die das WDR-Team der Sendung mit der Maus je gedreht haben. Das kann bisweilen spannender und lehrreicher sein als so manche Sachunterrichtsstunde. Astronaut Alexander Gerst erklärt zum Beispiel das Weltall oder den Lauf des Mondes. Wie wird eigentlich ein Fußballschuh hergestellt? Oder wie funktioniert ein intelligentes Haus?

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