So wird das 2 Personen Brettspiel “Cairn” gespielt

Zu Beginn einer Partie hat jeder Spieler 3 seiner 5 Figuren in seiner Startzone aufgestellt. Anders als bei Schach wird das Bewegungsmuster jedoch nicht durch die Art der Figur vorgegeben, sondern durch Aktions-Plättchen am Spielfeldrand. Ist ein Spieler an der Reihe, hat er die Wahl zwischen 3 Aktionen. Diese sind stets das Platzieren einer neuen Figur im eigenen Startfeld, das Bewegen einer Figur oder das Überspringen einer anderen Figur. Der besondere Clou: Jedes Plättchen hat zwei Seiten, auf denen unterschiedliche Varianten der Aktion abgebildet sind.
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Somit erlaubt das Bewegungsplättchen auf der einen Seite die diagonale, auf der anderen die horizontale oder vertikale Bewegung. Der aktive Spieler kann eine der 3 ausliegenden Aktionen auswählen und diese mit einer seiner Figuren ausführen. Hat er das gemacht, dreht er das Plättchen der gewählten Aktion um.
Cairn - Im Cairn wie Schach (Plättchen)
Cairn - Im Cairn wie Schach (Plättchen)
© Foto: Marcus Scheib
Ziel der Spieler ist es, eine Figurenanordnung auf dem Spielbrett zu bilden, die eine Transformation auslöst. Wie diese Anordnung auszusehen hat, wird ebenfalls durch ein zweiseitiges Plättchen vorgegeben. So versuchen die Spieler das eine Mal eine gegnerische Miniatur zwischen zwei Eigenen einzukesseln, das andere Mal den Gegner in einer Reihe mit zwei eigenen Miniaturen einzuordnen.
Kann ein Spieler nach seiner Aktion die aktuell geltende Anordnung erfüllen, wird die gegnerische Figur vom Spielfeld genommen. An die Stelle der Figur tritt ein Megalith und das Transformations-Plättchen wird umgedreht.
Cairn - Im Cairn wie Schach (Miniaturwerfen)
Cairn - Im Cairn wie Schach (Miniaturwerfen)
© Foto: Marcus Scheib
So kommen im Laufe des Spiels immer mehr Megalithen auf das Spielfeld. Diese Megalithen, von denen bereits zu Beginn zwei auf dem Feld liegen, sind jedoch nicht nur schöne Deko. Jeder Megalith hat eine eigene Aktion, die aktiviert wird, sobald eine Figur das entsprechende Feld betritt.
Der Spieler, der zuerst 3 Megalithen errichten konnte, gewinnt das Spiel.

Fazit zum Brettspiel Cairn

Zusammengefasst besteht die Herausforderung bei Cairn darin, den Gegner in eine Falle zu locken und selbst in keine zu treten. Zu Beginn wirkt diese Aufgabe gar nicht so schwer. Da das Spielfeld von Cairn mit einem Raster von 5x5 Feldern jedoch sehr klein ist, geht es schnell zur Sache. Gleich mehrere taktische Entscheidungen gilt es daher zu treffen.
Cairn - Im Cairn wie Schach (Startaufstellung)
Cairn - Im Cairn wie Schach (Startaufstellung)
© Foto: Marcus Scheib
Beispielsweise könnte man zu jeder Zeit eine weitere Figur ins Spiel bringen. Mehr Figuren bedeuten zwar zum einen mehr Möglichkeiten um Anordnungen zu erstellen, jedoch auch weniger Platz auf dem Spielfeld. Die Enge könnte sich schnell gegen einen richten.
Cairn verlangt von seinen Spielern viel ab. Zum einen gilt es, vorausschauend zu agieren, um Fallen zu bauen. Zum anderen wissen die Spieler nie genau, welche Aktionen sie in ihrem Zug zur Verfügung gestellt bekommen.
Besonders zu Beginn einer Partie passiert es oft, dass sich beide Spieler erst einmal bewegen. Da sie sich dabei stets abwechseln, passiert es oft, dass sich Spieler A immer nur diagonal bewegt und Spieler B immer nur horizontal oder vertikal. Es steckt verblüffend viel Tiefe in Cairn.
Das eigentlich abstrakte Strategiespiel Cairn bekommt durch seine optische Aufmachung und der angedeuteten Hintergrundgeschichte einen fantasievollen Anstrich. So erzählt Cairn die Geschichte von zwei Schamanen-Stämmen, die sich im Frühlingsturnier gegenüberstehen.
Der eine Stamm lebt im Dorf am Meer, der andere im Wald. Die Hintergrundgeschichte bildet die Grundlage für fantasievolle Illustrationen und Miniaturen. Während der eine Stamm sich mit Hirschgeweihen schmückt, tragen die Strand-Schamanen lustige Vögel auf dem Kopf.
Cairn - Im Cairn wie Schach (Miniaturen)
Cairn - Im Cairn wie Schach (Miniaturen)
© Foto: Marcus Scheib
Cairn ist ein Spiel von Christian Martinez und wurde von Vincent Joubert illustriert
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.