Colorbrain Go - Konfetti ist auf jeder Silvesterparty beliebt. Warum dann nicht mit einem Farbquiz starten?
Colorbrain Go - Konfetti ist auf jeder Silvesterparty beliebt. Warum dann nicht mit einem Farbquiz starten?
© Foto: Schubert

Colorbrain Go - Konfetti ist auf jeder Silvesterparty beliebt. Warum dann nicht mit einem Farbquiz starten?

“Colorbrain Go” ist das kleine Pendant zu “Color Brain”. Das Prinzip ist auch das Gleiche. Die Spieler beziehungsweise Teams bekommen Fragen gestellt und Karten mit verschiedenen Farben auf die Hand. Anschließend müssen die Fragen mit Hilfe von Farben beantwortet werden. Dabei gibt es Fragen wie “Welche Farbe hat ein Amselei?" oder "Welche Farben haben die Straßenbahnen in Berlin und Zürich?".
Auch gibt es wieder die Farbkopierer-Karte, die als Joker genutzt werden kann. Doch wieso sollte man zu Colorbrain Go greifen, wenn Colorbrain schon im Brettspiel Schrank steht?
"Colorbrain Go” ist das kleine Pendant zu "Color Brain”. Ein echt erfrischendes Quiz.
“Colorbrain Go” ist das kleine Pendant zu “Color Brain”. Ein echt erfrischendes Quiz.
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Ganz einfach, Colorbrain Go ist, wie es der Name vermuten lässt, die “unterweges”-Variante. Also eine kleine abgespeckte Version. Die aber idealerweise als Erweiterung genutzt werden kann. So kommen 200 neue Fragen ins Spiel. Zusätzlich ist auch ein neuer Fragetyp “wahr” oder "falsch" integriert. Der mit einer grünen oder roten Farbkarte beantwortet wird.
Wenn nur Colorbrain Go zur Verfügung steht, wird nun die Spieleranzahl auf maximal sechs Spielende reduziert anstelle von maximal 12. Obwohl dies auch mit der Go Variante möglich wäre, wenn sich die Teams abstimmen.
Trotzdem möchte ich die Go Variante nicht missen, denn das Grundspiel haben wir so schnell durchgespielt, da die Fragen mit Farben so erfrischend herüber kamen, dass es regelrecht süchtig machte. Die kleine Variante ist sehr praktisch gehalten und somit kein großer Brettspiel-Rucksack von Nöten.
Ninja Academy, bevor das erste Sektchen getrunken wird, geht es mit lustigen Disziplinen weiter, welche die Augen-Hand-Koordination erfordern.
Ninja Academy, bevor das erste Sektchen getrunken wird, geht es mit lustigen Disziplinen weiter, welche die Augen-Hand-Koordination erfordern.
© Foto: Sebastian Schubert

Ninja Academy, bevor das erste Sektchen getrunken wird, geht es mit lustigen Disziplinen weiter, welche die Augen-Hand-Koordination erfordern.


Ninja Academy, hatte ich schon über drei Jahre auf meiner persönlichen Wunschliste. Jedoch gab es bis jetzt immer nur eine englische Variante. Denn gerade bei Partyspielen möchte ich nicht unbedingt in den Übersetzungsmodus springen. Regeln lesen für das Spiel an sich gibt es fast gar nicht, aber pro Disziplin gibt es eine Regelkarte. Somit kann also fast sofort begonnen werden.
Apropo springen, das ist ein gutes Stichwort, denn bei Ninja Academy haben die Spielenden das Gefühl, an einer kleinen Mini-Olympiade mit unterschiedlichen Disziplinen teilzunehmen.
Dieses Foto war gar nicht so einfach zu knipsen. Hatte dafür mehrere Anläufe gebraucht.
Dieses Foto war gar nicht so einfach zu knipsen. Hatte dafür mehrere Anläufe gebraucht.
© Foto: Sebastian Schubert
Dabei gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, die den geschulten Ninja alles abverlangen. Egal ob in einer Gruppenherausforderung oder bei Einzelherausforderung, werden die Fähigkeiten im Anschleichen, Wahrnehmen, Akrobatik und der Psychologie auf den Prüfstand gestellt.
Auch der Karton (der kleine Dojo) kommt zum Einsatz.
Auch der Karton (der kleine Dojo) kommt zum Einsatz.
© Foto: Sebastian Schubert

Dies geschieht mit Hilfe von weißen und schwarzen Spielfiguren, welche die Ninja darstellen sowie kleine, braune Holzbalken. Aber auch die Spielkarten und der Spielkarton kommen dabei immer wieder zum Einsatz. Jede Partie besteht aus insgesamt fünf Wettkämpfen.
Beispielsweise setzen alle Spieler einen Meeple auf ihren Handrücken und versuchen, ihre Mitspielenden zu berühren, sodass ihre Figur auf den Tisch fällt. Oder sie müssen die Ninjas auf ihren Fingerspitzen balancieren. Für jeden gewonnenen Wettkampf gibt es Siegpunkte.
Kleine Box mit ihren 24 witzigen aber auch atemberaubenden Herausforderungen.
Kleine Box mit ihren 24 witzigen aber auch atemberaubenden Herausforderungen.
© Foto: Sebastian Schubert

Die Mischung aus Geschick, Fokussierung und Intuition hat mich sehr angesprochen. Ninja Academy hat mich an eine kleine Version von Meeple Circus erinnert, obwohl die Schachtel viel kompakter gehalten ist, bietet diese kleine Box mit ihren 24 witzigen aber auch atemberaubenden Herausforderungen viel mehr Abwechslung. Ich finde es immer genial, wenn das komplette Martial genutzt werden kann, sowie in diesem Fall auch der Karton. So erfüllt alles seinen Zweck. Neben den Wettkämpfen finde ich gut das es auch noch einen Bietmechanismus gibt, der natürlich erst ab mehr als zwei Spielern funktioniert. Denn damit langweilen sich die Zuschauenden nicht, sondern fiebern auch bei den konkurrierenden Disziplinen mit. Einfach ein rundum gelungenes Spiel, was schon lange darauf gewartet hat endlich für den deutschen Sprachraum lokalisiert zu werden.


Hot&Cold ein sehr lustiges Assoziationsspiel.
Hot&Cold ein sehr lustiges Assoziationsspiel.
© Foto: Sebastian Schubert

Hot&Cold nachdem die Geschicklichkeit auf dem Prüfstand gestellt wurde, sind nun die Wortakrobaten gefragt. Aber Achtung, es könnte zu unerwarteten Lachanfällen kommen, wenn der Gruppenpartner wieder nach seinen Worten stammelt.

Vorab muss ich sagen, ein Assoziationsspiel hat mich noch nie so sehr zum Lachen gebracht wie Hot&Cold. Es ging auch nicht nur mir so, sondern hat die ganze Gruppe regelrecht mitgerissen. Dazu aber später mehr. Wie funktioniert das Prinzip?
Hot&Cold wird in zwei Gruppen gespielt. Die eine Gruppe sieht den zu erratenden Begriff, zieht jedoch verdeckte Temperaturkarten, welche in “cold”, “warm” und “hot” aufgeteilt sind. Wenn der Begriff “cold” gezogen wird, sollte eine Assoziation gebildet werden, die gar nichts mit dem Begriff zu tun hat. Bei “warm” sollte eine Assoziation gesucht werden, die erste Hinweise zu dem Begriff enthält. Wobei “hot” eine genaue Assoziation beinhalten sollte.
Viele Begriffte stehen zur Wahl, so wird einem sicher nicht kalt.
Viele Begriffte stehen zur Wahl, so wird einem sicher nicht kalt.
© Foto: Sebastian Schubert
Je nachdem welche Temperaturkarte gezogen wird, müssen die Spieler, welche den Begriff sehen, abwechselnd dementsprechend eine Assoziation bilden und laut sagen. Der Andere in dieser Gruppe, welcher keine Assoziation gebildet hat, muss erraten, welche Temperaturkarte der Mitspieler gezogen hat.
Das klingt ziemlich leicht, wenn nicht noch die Detektive wären und die Sanduhr gnadenlos die Zeit verstreichen lässt.
Die Detektive spielen alle gleichzeitig mit. Sie können entweder die Cold-Temperaturkarten erraten oder den zu erratenden Begriff lösen. Müssen jedoch jedes Mal einen ihrer Punkte für jeden Versuch opfern.
Die Teams beziehungsweise Gruppen wechseln nach jeder Runde, solange bis jeder mit seinem rechten und seinem linken Nachbarn ein Team gebildet hat.
Die Sanduhr setzt einen vielleicht unter Druck, aber umso lustiger wird es.
Die Sanduhr setzt einen vielleicht unter Druck, aber umso lustiger wird es.
© Foto: Sebastian Schubert
Am Ende bekommen die Spielenden Punkte, welche Temperaturkarten richtig eingeschätzt wurden. Sowie wie die Detektive für abgefangene Cold-Temperaturkarten oder Begriffe. Hot&Cold wird über 2 Runden gespielt, wer am Ende die meisten Punkte besitzt, hat gewonnen.
Gerade für Spielende, die Assoziation-Spiele mögen und kein Problem mit Zeitdruck haben, ist es ideal. Wer jedoch damit Probleme hat, wird keinen Spaß daran finden und sich schnell unter Druck gesetzt fühlen. Meine größte Testrunde war mit sechs Mitspielern. Obwohl das Spiel bis zu acht Spieler ausgelegt ist. Dies würde ich bis dahin nicht ausreizen wollen. Da gerade die Detektive sich schnell überschneiden können und somit manchmal schwer herauszufinden war, wer als erstes Cold rief oder einen Begriff sagte. Oder es müsste einen Buzzer mit Stoppuhr geben, dann wäre dies wieder kein Problem.
Was uns auch auffiel, dass bei sechs Spielern die Punkte relativ schnell ausgingen. Vielleicht hätten noch ein paar einer oder 10 Punkte dabei sein sollen. Wir haben uns dann am Ende die Punkte notiert und wieder neu in den Topf geworfen. Ansonsten ist es in meinen Augen ein rundum solides Spiel.

Gigamon ist noch ein schöner Absacker für einen gelungenen Silvester-Spieleabend.
Gigamon ist noch ein schöner Absacker für einen gelungenen Silvester-Spieleabend.
© Foto: Sebastian Schubert

Gigamon ist noch ein schöner Absacker für einen gelungenen Silvester-Spieleabend.

Kinderspiele zu finden, die sowohl Kindern Spaß machen, aber auch gleichzeitig die Erwachsenen nicht langweilen, sind gar nicht so einfach zu finden. Gigamon ist ein
Memo-Spiel mit zusätzlichen Sonderfunktionen.
Das Spielfeld besteht aus einem 3*3 Raster. Die Spielenden haben nur einen Zug pro Runde, auch wenn das richtige Pärchen gefunden wurde. Außer ein Sondereffekt erlaubt eine Wiederholung. Sobald ein Pärchen aufgedeckt wird, kommt die Spezialfähigkeit zum Einsatz.
Ein schönes Memo-Spiel, was auch die Erwachsenen nicht langweilt.
Ein schönes Memo-Spiel, was auch die Erwachsenen nicht langweilt.
© Foto: Sebastian Schubert
Die Spezialfähigkeiten sind:
● unter vier Plättchen zu schauen
● Plättchen mit einem Spieler tauschen
● ein Plättchen extra ziehen
● ein Plättchen von einem anderen Spielenden entfernen
● eine Karte für eine Runde blockieren
● noch einen weiteren Zug durchführen.
Zusätzlich gibt es noch ein Joker Element, wobei es egal ist, welches Plättchen aufgedeckt wird und trotzdem als Pärchen zählt.
Diese Gigamons gilt es zusammeln. Denn wer sich drei Gigamons schnappt, gewinnt das Spiel.
Diese Gigamons gilt es zusammeln. Denn wer sich drei Gigamons schnappt, gewinnt das Spiel.
© Foto: Sebastian Schubert
Wenn ein Spieler drei Elemente einer Sorte gesammelt hat, bekommt er ein Gigamon (einen Pappaufsteller des jeweiligen Elements). Die drei Plättchen kommen wieder in den Spielkarton und dienen als Nachziehstapel. Wenn ein anderer Spielender drei Elemente des gleichen Gigamons gesammelt hat, wandert dieser Gigamon an diese Person. Bei drei Gigamons ist das Spiel gewonnen.
Gigamons lässt sich ganz schnell spielen und es bleibt definitiv nicht bei einer Partie. Da immer wieder neue Plättchen dazu kommen, sobald Pärchen aufgedeckt werden, kommt es zu einem schönen Spielfluss, der nicht langweilig ist. Die Regeln sind super einfach gehalten und liegen auch den jüngsten Spielenden.
Gerade für Memo-Spielende, die vielleicht nach einem neuen Kniff suchen, ist dies eine ideale Alternative. Da auch die eigenen Gigamons weggeschnappt werden können, bietet das Spiel auch eine kleine taktische Komponente, welche mir sehr gefällt.
2015 gewann Giagmons den Titel "bestes Kinderspiel" beim As d´Or - dem französischen Äquivalent des Spiel des Jahres. Da jetzt endlich die deutsche Lokalisierung rauskam, würde es mich nicht wundern, wenn es 2023 auf der Kinderspiel des Jahres Empfehlungsliste steht. Es wäre auf jeden Fall verdient.
Das war es mit meinen Spiele-Tipps für einen gelungenen Silvesterabend. Da bleibt mir nur noch ein guten Rutsch ins Neue Jahr zu wünschen. Bleibt verspielt und vor allem gesund! Wir lesen uns im Jahr 2023.
Dieser Artikel gehört zu unserer Serie Brettspiel-Test.